Oberliga: „Cordi“ kickt wieder in Hinschenfelde
05.06.2021

Im Sportpark Hinschenfelde posierten Concordias Präsident Matthias Seidel (links) und Kevin Reichmann, Geschäftsführer sowie Reserve-Trainer des TSV Wandsetal, zum Bild. Foto: Florian Meyer
„Bei dieser Einigung gibt es nur Gewinner.“ Absolut zufrieden war Kevin Reichmann, Geschäftsführer des TSV Wandsetal, nachdem er sich mit Matthias Seidel, dem Präsidenten des Wandsbeker TSV Concordia, drauf geeinigt hatte, dass die Oberliga-Mannschaft von „Cordi“ ihre Heimspiele in der kommenden Saison wieder im Sportpark Hinschenfelde an der Walddörferstraße austrägt. Dort hatten die Concorden, noch unter dem Namen „SC Concordia“, nach der Aufgabe ihres traditionsreichen Marienthal-Stadions bereits ab dem Sommer 2009 ihre Heimspielstätte gehabt, ehe sie sich 2012 aus dem Sportpark Hinschenfelde verabschiedeten (SportNord berichtete, siehe unten stehenden Link) und auf den Kunstrasenplatz am Jenfelder Bekkamp zogen.

„Nach vielen guten Gesprächen haben wir entschieden, einen gemeinsamen Weg für die nächste Spielzeit zu gehen“, freute sich Reichmann. Davon würden neben den Concorden, denen nun wieder eine Rasen-Spielstätte in einer stadion-ähnlichen Atmosphäre zur Verfügung steht, auch alle Wandsetaler profitieren: „Unser Klub, der während der Corona-Beschränkungen zahlreiche Mitglieder verloren hat, gewinnt durch diese Vereinbarung an Liquidität“, so Reichmann, der weitere Profiteure nannte: „Unser Wirt kann sich über zusätzliche Besucher der Sportanlage freuen – und die Zuschauer haben ab sofort die Möglichkeit, in unserem Sportpark an jedem Freitagabend eine Erste Herren-Mannschaft im Stadion zu besuchen und attraktiven Fußball zu sehen.“

Neben den Concorden in der Oberliga Hamburg will nämlich weiterhin auch die Wandsetaler Liga-Mannschaft in der Bezirksliga Ost ihre Heimspiele immer freitagabends absolvieren. „Wir werden beim Hamburger Fußball-Verband beantragen, dass die Teams immer an unterschiedlichen Wochenenden Heimrecht haben“, so Reichmann. Als die Wege von „Cordi“ und dem TSV sich im Sommer 2012 getrennt hatten, gehörten noch beide Teams der Landesliga Hansa an. Inzwischen liegen zwei Spielklassen zwischen ihnen – und es könnten bald noch mehr werden, da die Verantwortlichen von „Cordi“ ihre Mannschaft für die Saison 2021/2022 schon mit zahlreichen starken Neuzugängen aufrüsteten und mindestens mittelfristig Regionalliga-Ambitionen hegen sollen.

Am Bekkamp Viertliga-Fußball zu spielen, ist illusorisch. Dagegen wäre es im Sportpark Hinschenfelde deutlich eher möglich, „total regional“ zu kicken. Reichmann dazu: „Ich schätze, dass unsere Sportanlage mit relativ geringem Aufwand so umgestaltet werden könnte, dass sie die Anforderungen des Norddeutschen Fußball-Verbandes an eine Regionalliga-Spielstätte erfüllt.“ Hierfür müsste unter anderem ein zweiter Zuschauer-Eingang geschaffen werden. „Außerdem müssten in dem Bereich, in dem Gäste-Anhänger untergebracht werden könnten, Geländer für die Tribünen-Aufgänge gezogen werden“, so Reichmann, der aber klarstellte: „Das war in unseren Verhandlungen mit dem WTSV Concordia kein Thema und unsere Vereinbarung gilt vorerst auch nur für ein Jahr.“

Link: SportNord-Bericht vom 03.04.2012 über den Abschied des SC Concordia aus dem Sportpark Hinschenfelde

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