Aktuell: Litka nach OP in Boberg auf dem Weg der Besserung
03.04.2021

Maurice Litka bei seinen Rehabilitationsübungen in Boberg.
Foto: BG Klinikum Hamburg
Am 16. Dezember 2020 zog sich Mittelfeldmann Maurice Litka während eines Zweikampfes im Drittliga-Spiel seines FC Hansa Rostock beim FC Ingolstadt 04 einen Riss des hinteren Kreuzbandes zu. Der 25-Jährige, der in Hamburg aufgewachsen und beim TSV Wandsetal sowie FC St. Pauli ausgebildet worden war, erklärte in einer Pressemitteilung des BG Klinikums Hamburg rückblickend: „Nach dem Aufprall spürte ich sofort, dass es sich nicht nur um eine leichte Verletzung handeln konnte. Das fühlte sich einfach anders an.“ Der Physiotherapeut untersuchte den gebürtigen Hamburger noch auf dem Platz; der Rostocker Mannschaftsarzt bestätigte wenig später den Verdacht und damit auch das vorzeitige Saison-Aus für Litka.

Für die Operation seines Kreuzbandes kam Litka in das BG Klinikum Hamburg (BGKH) in Boberg. Kniespezialist Prof. Dr. Karl-Heinz Frosch, Ärztlicher Direktor des Klinikums, führte den Eingriff durch und erläuterte in der Mitteilung: „Eine Verletzung des hinteren Kreuzbandes geht häufig mit Begleitverletzungen einher, wie einer Ruptur der hinteren Schrägbänder und des Außenbandes. So auch bei Litka. Mein Team und ich konnten diese Verletzungen jedoch erfolgreich operativ behandeln.“ Rupturen des vorderen Kreuzbandes treten deutlich häufiger auf als Rupturen des hinteren Kreuzbandes.

Prof. Frosch: „Das hängt damit zusammen, dass die Unfallmechanismen bei einer Ruptur des hinteren Kreuzbandes einfach seltener auftreten und bei der Verletzung eine höhere Krafteinwirkung von außen erforderlich ist. Die operative Versorgung ist in solchen Fällen zudem aufwendiger, da mehr Sehnen und Nerven freigelegt werden müssen.“ Prof. Frosch und sein Team haben jedoch ein Verfahren entwickelt, das ihnen erlaubt, diese Art von Operation arthroskopisch („Schlüssellochtechnik“ mit nur kleinsten Hautschnitten) durchzuführen. Der Eingriff ist demnach minimalinvasiv und die Patienten müssen nicht mit einer großen Narbe leben. „Wir sind noch immer eine der wenigen Kliniken weltweit, die diesen Eingriff komplett arthroskopisch durchführen können“, so Prof. Frosch.

Im Anschluss an die Operation folgte eine stationäre Rehabilitation im BGKH. Als berufsgenossenschaftliches Klinikum ist das BGKH auf die Akutversorgung und Rehabilitation von Patienten nach einem Arbeits- oder Wegeunfall spezialisiert. Auch Profisportler sind für diese Fälle unfallversichert. Zuständig ist die VBG (Verwaltungs-Berufsgenossenschaft). Aktuell wird Litka noch ambulant in Boberg rehabilitiert, erhält regelmäßig Physio- und Sporttherapie: „Trotz Corona fühle ich mich hier im Klinikum gut aufgehoben und von den Therapeutinnen sowie Therapeuten super versorgt. Seit Beginn meiner Reha sehe ich schon große Fortschritte“, betonte Litka, der für die Kiez-Kicker insgesamt 19 Zweitliga-Spiele absolvierte.

Nach Ostern wird Litka endlich zu seinem Verein zurückkehren können und die Rehabilitation an der Ostsee weiter fortsetzen, bis er schließlich wieder auf dem Platz stehen kann. Litka, der im Sommer 2020 vom SC Preußen 06 Münster zum FC Hansa gewechselt und mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2022 ausgestattet worden war, weiß, dass er nichts überstürzen darf: „Ich habe von vielen Seiten den Rat bekommen, meinem Knie die Zeit zu geben, die es braucht, und mir von außen keinen Druck machen zu lassen. Da bekomme ich auch die volle Unterstützung des Vereins, des Trainers und meiner Mannschaft. Mein Ziel ist es, wieder richtig fit zu werden, um dann auf dem Spielfeld voll durchstarten zu können.“


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