Am Montag, 26. Oktober unterschrieb Jürgen Wildbrett auf eigenen Wunsch nach nur viermonatiger Trainertätigkeit beim Vorstand des Süd-West-Verbandsligisten SV Schackendorf seinen Auflösungsvertrag. Der bisherige SVS-Co-Trainer Uwe Rupsch soll nun bis zur Winterpause wieder Disziplin in Team des Segeberger Klubs, das nach drei Trainerwechseln in der Vorsaison schon „untrainierbar“ genannt wurde, bringen ‒ ein neuer Chefcoach wird gesucht. Obwohl die Schackendorfer Verantwortlichen vor dem Duell mit dem TSV Wankendorf eindringliche Worte an ihre Spieler gerichtet hatten, war es mit der Disziplin erneut nicht weit her, denn die Segeberger kassierten drei Platzverweise.
„Auch aufgrund der Roten und Gelb-Roten konnten wir die Partie am Ende für uns entscheiden“, gab TSV-Trainer Torsten Block zu. Dass den Wankendorfern insgesamt sieben Spieler fehlten, begünstigte die frühe Führung der Hausherren, für die Mirco Schultz sorgte (3.). Danach vergaben Schultz und Merlen Soost gute Chancen, ehe der wieder genesene Bastian Heinrich, der der beste Gäste-Akteur war, zum 1:1 egalisierte (42.). Nachdem Soost kurz vor der Pause für die erneute SVS-Führung sorgte (42.), kam in der zweiten Halbzeit Unruhe auf, weil sich das Heim-Team von Schiedsrichter Maximilian Ulverich (vom TSV Pansdorf), der von seinen Assistenten wiederholt schlecht berieten wurde, benachteiligt fühlten. Unschön: Marc Wienke musste nach einem Luftkampf gegen Alexander Usbek blutüberströmt und mit einer klaffenden Wunde in der 68. Minute ausgewechselt und ins Krankenhaus gebracht werden. Nachdem SVS-Akteur Sita Lututala wegen Nachtretens die Rote Karte gesehen hatte (56.), sahen Schultz (76.) und Soost (85.) jeweils noch „Gelb-Rot“ wegen wiederholten Foulspiels. Alexander Usbek verwandelte vor 110 Zuschauern im Travestadion zwei Foulelfmeter zum 2:4-Endstand (75., 85.).