
Daheim bleibt Grün-Weiss Eimsbüttel in dieser Saison sieg- und glücklos. im Rahmen des achten Spieltages der Bezirksliga West bekamen die Zuschauer auf dem Kunstrasenplatz Tiefenstaaken zwar satte sieben Tore zu sehen ‒ doch am Ende verloren die Grün-Weißen mit 3:4. Dabei brachte Joachim Goersch die Hausherren bereits in der achten Minute in Führung. „Doch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit haben wir uns sprichwörtlich die Butter vom Brot nehmen lassen“, gab GWE-Co-Trainer Simon Hagmann zu.
Der starke SVR-Stürmer Dirk Ballandat traf gleich zweimal für die Gäste und stellte somit den 1:2-Pausenstad her. „Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Gäste am Tiefenstaaken die aktivere, gedankenschnellere und diszipliniertere Mannschaft“, erklärte Hagmann. Die Eimsbütteler hatten sich in der Pause vorgenommen, ihre Fehler des ersten Durchgangs nach dem Seitenwechsel wettzumachen ‒ doch es kam ganz anders, denn Dominik Radzuweit (47.) und Lou Jakob Anger (50.) legten schnell zwei weitere Tore für die Bönningstedter nach. Nun erst entwickelten die Hausherren „mit dem Mut der Verzweiflung“, so Hagmann, „die nötige Aggressivität“, und drückten die bis dahin überlegenen Gäste immer mehr in deren Spielfeldhälfte hinein. Dennis Bohn gelang mit einem 20-Meter-Fernschuss zügig das 2:4 (55.) und Jascha Metin konnte kurz vor Schluss noch einmal auf 3:4 verkürzen (88.). „In einer hektischen Schlussphase reichte es dann aber nicht mehr zum Punktgewinn für uns“, so Hagmann, der zugab: „Wir müssen uns die Niederlage mit einer schwachen ersten Hälfte selbst zuschreiben!“
Trotz einiger Lichtblicke sowie gesteigerter Lauf- und Spielleistung in der letzten halben Stunde ging der Sieg für Rugenbergen II laut Hagmann „in Ordnung“. Die Grün-Weißen, die eine Woche zuvor bei der SV Blankenese mit 4:1 gewonnen hatten (SportNord berichtete, siehe unten stehenden Link), „müssen sich nun wieder auf die grundlegenden Fußballtugenden besinnen, um einen verkorksten Hinrunden-Start bis zum Winter doch noch gerade biegen zu können“, so Hagmann abschließend.