Bezirksliga 1: Kummerfeld kanzelt Egenbüttel ab

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Der Kummerfelder Dreifach-Torschütze Enzo Simon (links) im Duell mit dem Egenbütteler Nico Repenning.
(Foto-Credit: Johannes Speckner)

Große Spieler seien dafür da, um große Spiele zu entscheiden, besagt eine Fußball-Weisheit. Sie scheint auf Enzo Simon, der angesichts seiner Oberliga-Erfahrung für Bezirksliga-Verhältnisse ohne Frage ein „großer Spieler“ ist, zuzutreffen. Der Stürmer hatte zuletzt nicht allzu gut trainiert, weshalb ihn Trainer Nils Hachmann beim Kummerfelder SV mehrmals nur einwechselte. Am Sonntag im Topspiel gegen den SC Egenbüttel stand Simon aber in der Start-Elf – und dankte es prompt mit drei Toren.


Dass der Endstand sogar 5:0 lautete, hätte vor dem Anpfiff wohl kaum jemand für möglich gehalten. „Die Egenbütteler haben eine sehr, sehr starke Mannschaft, die in den letzten Jahren in der Bezirksliga immer oben dabei war“, hatte Hachmann schon vor der Saison betont, dass niemand das Team vom Moorweg unterschätzen dürfe. Und KSV-Stürmer Janko Behrs erinnerte an die zurückliegenden acht Duelle, von denen die Kummerfelder nur eines gewonnen hatten: „Insofern haben wir quasi gegen unseren Angstgegner gespielt“, sinnierte Behrs.


Von Angst war bei der Heim-Elf aber nichts zu spüren, als der Ball auf dem Rasenplatz des Sportzentrums Ossenpadd rollte. In der zwölften Minute gelang bereits die 1:0-Führung, als Mika Mettler davon profitierte, dass die Gäste-Abwehr unsortiert war. „Vielleicht haben wir etwas zu mutig und forsch begonnen“, sinnierte Jörg Repenning, der zusammen mit Sven Hammann das Egenbütteler Trainerduo bildet und dafür bekannt ist, gerne den Weg nach vorne einzuschlagen. Simon schlug erstmals zu, als er mit einem Kopfball erfolgreich war, den SCE-Keeper Marcel Ahrendt durch seine Beine in das Netz rutschen ließ. „Ich habe den Treffer gar nicht gesehen, weil ich gedanklich schon abgeschaltet hatte“, gestand der langjährige Kummerfelder Obmann Arno Braeger, der unter den Zuschauern weilte.


Eine Vorentscheidung war gefallen, als Mettler nach einem misslungenen Schussversuch von Marcel Braun links einen Freistoß herausholte, den Dominik Berlin hoch in die Mitte schlug, wo Simon wuchtig zum 3:0 einköpfte (50.). Sogar 4:0 hieß es, als Simon sich rechts einen Steilpass erlief und am herausstürzenden Ahrendt vorbei aus spitzem Winkle einschoss (62.). Anschließend wurde Simon ausgewechselt, da er im rechten Oberschenkel ein leichtes Ziehen verspürte. Neben dem Dreifach-Torschützen verdiente sich Tim Witte ein Sonderlob. Und dem kurz vor Ultimo eingewechselten Behrs war es vorbehalten, nach einem Freistoß zum 5:0-Endstand zu erhöhen (87.).

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