Testspiel: Rugenbergen lässt es gegen Hansa krachen

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Als der SC Hansa 11 am 28. August 2020 ein Testspiel beim Oberligisten SV Rugenbergen mit 0:7 (0:3) verlor, hatte Hansas Liga-Manager Engin Tuzcu dass deutliche Ergebnis auch darauf zurückgeführt, dass in Bönningstedt „auf einem sehr großen Platz“ gespielt worden war, während sein Team von der heimischen Feldstraße eher ein kleines Geläuf gewohnt sei. Als der ambitionierte Landesligist nun am Freitagabend erneut im Werner-Bornholdt-Sportzentrum antrat, wurde auf dem kleinen „Platz 3“, dessen Maße in etwa dem Kunstrasen im Schatten des Millerntor-Stadions entsprechen, gekickt. Das Endergebnis fiel jedoch noch klarer aus: Mit sage und schreibe 11:0 (Pausenstand 7:0) fertigten die Bönningstedter die Hanseaten ab.

Hansa-Coach Erkan Sancak fand es „unfassbar, mit welchem Tempo und welcher Dynamik Rugenbergen zu diesem Zeitpunkt der Saison-Vorbereitung spielt“. SVR-Trainer Michael Fischer, der Sancak einst beim HEBC und beim VfL Pinneberg unter seinen Fittichen gehabt hatte, stellte zufrieden fest: „Das war ein sehr deutliches Ergebnis und wir haben mit einem so hohen Tempo gespielt, dass unser Gegner phasenweise gar nicht wusste, wie ihm geschieht.“ Neben seinen schnellen Angriffen war das Team aus dem Osten des Kreises Pinneberg zudem viermal nach einem Eckstoß erfolgreich, was Fischer sehr erfreut registrierte: „Wir haben da hervorragend variiert mit hohen Ecken auf den zweiten Pfosten oder scharfen Bällen auf den ersten Pfosten.“

Als noch die vierte Minute lief, eröffnete Patrick Hoppe bereits den Torreigen. Sven Worthmann (9. Minute) sowie mit einem Doppelschlag Leon Neumann (19.) und Marlon Stannis (20.) sorgten dafür, dass die Fronten schnell geklärt waren. Weil anschließend Hoppe (27.), Worthmann (41.) sowie Stannis (43.) jeweils ihren zweiten Streich perfekt machten, war das Endergebnis des letztjährigen Duells nun schon beim Gang in die Pause von der Anzeigetafel abzulesen. Nach dem dritten Tor von Stannis (49.) und dem 9:0 von Jan Schrage (70.) wurde nach 72 Zeigerumdrehungen ganz besonders laut gejubelt, was keinesfalls daran lag, dass der eingewechselte Tim Homfeldt ein zweistelliges Ergebnis besiegelte. „Es war sein erster Einsatz, nachdem er im September 2020 einen Kreuzbandriss erlitten hatte“, erklärte Fischer, der sich für den 21-Jährigen „sehr freute, dass er sich nach seiner langen Leidenszeit mit einem Treffer belohnt hat“. Den 11:0-Endstand stellte Hendrik Rühmann her (84.).

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