Aktuell: HSV-Handballer müssen umziehen

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Der Handball Sport Verein Hamburg muss sich für die verbleibenden Heimspiele der Saison 2020/2021 in der Zweiten Handball-Bundesliga eine neue Heimspielstätte suchen. Die Sporthalle Hamburg steht ab sofort nicht mehr zur Verfügung. Bereits das Nordderby gegen den VfL Lübeck-Schwartau am Freitag, 16. April wird in der q.beyond Arena, der Trainingsstätte der HSV-Handballer, ausgetragen. „Der Livestream steht wie gewohnt zur Verfügung“, hieß es in einer Pressemitteilung der HSV-Handballer.

Auch das Spiel am Dienstag, 20. April gegen den EHV Aue wird in der Arena im Volkspark ausgetragen. Für die weiteren Heim-Begegnungen in dieser Serie gegen den ASV Gamm-Westfalen (Dienstag, 27. April), den Wilhelmshavener HV (Sonntag, 9. Mai), den TuS Ferndorf (Sonntag, 16. Mai) und den ThSV Eisenach (Freitag, 28. Mai), steht der Spielort noch nicht fest.

„Die Sporthalle Hamburg wird vorsorglich mit sofortiger Wirkung für sämtliche Nutzungen vom Bezirksamt Hamburg-Nord geschlossen“, teilten die Verantwortlichen des Bezirksamts Nord in ihrer offiziellen Mitteilung mit. „Grund dafür sind Mängel an der Dachkonstruktion, die im Rahmen einer technischen Prüfung zur Sanierung der Betonfassade festgestellt worden sind. Diese Abweichung von der Norm führt zu einem erhöhten Sicherheitsrisiko für Teilbereiche des Daches und damit für alle Veranstaltungen, die in der Sporthalle stattfinden. Das Bezirksamt ist sich der Verantwortung als Betreiber der Sporthalle Hamburg gegenüber Hallennutzern, Dienstleistern, aber auch Mitarbeitern bewusst und hat deshalb entschieden, die Halle vorläufig zu schließen.“

In der Mitteilung der HSV-Handballer hieß es weiter: „Das Bezirksamt führt nun weitere Untersuchungen an den fraglichen Teilen des Daches durch und macht sich ein umfassendes Bild des Schadens. Basierend auf den Ergebnissen wird entschieden, welche konkreten Maßnahmen ergriffen werden und wie lange die Halle gesperrt bleiben muss.“ Die Hamburger hatten am Sonnabend beim Schlusslicht TuS Fürstenfeldbruck mit 27:29 verloren. Trotzdem haben sie als Spitzenreiter der Zweiten Bundesliga noch immer vier Minuspunkte Vorsprung auf den Rang-Dritten VfL Gummersbach und bei zwölf noch offenen Saisonspielen gute Chancen, den Sprung in die Erste Bundesliga zu schaffen.

„Die Nachricht, dass uns die Sporthalle Hamburg ab sofort nicht mehr für unsere Heimspiele zur Verfügung steht, hat uns natürlich kalt erwischt, aber wir können uns bei den Verantwortlichen der Sporthalle Hamburg für die frühzeitige und proaktive Kommunikation nur bedanken“, sagt HSVH-Geschäftsführer Florian Gehre in der Mitteilung. Dort fügte er hinzu: „Wir können froh sein, dass wir mit der q.beyond Arena kurzfristig eine pragmatische und unkomplizierte Lösung finden konnten. Auch da können wir uns nur beim Arena-Management und bei der Handball-Bundesliga bedanken, dass wir hierfür so schnell grünes Licht bekommen haben.“

Die Umsetzung des Livestreams gehört in der kleinen Arena, in der in der Vergangenheit nur die Junioren-Teams ihre Punktspiele absolvierten, zu einer der größten Herausforderungen für Gehre und das HSVH-Team. „Natürlich werden wir am Freitag ganz viel improvisieren müssen – aber ich bin zuversichtlich, dass wir als Team für einen reibungslosen Spieltag sorgen werden“, wurde Gehre abschließend in der Mitteilung zitiert.

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