Kreisliga 4: Fünf Platzverweise im Wiederholungsspiel


Am Sonntag, 16. August war die Partie des dritten Spieltages der Kreisliga 4 zwischen den beiden diesjährigen Neulingen Inter 2000 und FTSV Altenwerder III beim Stand von 0:2 (!) und nach einer Roten Karte gegen Inter kurz vor der Pause von Schiedsrichter Yannic Matthias Mroch (vom Rahlstedter SC) abgebrochen worden (SportNord berichtete, siehe unten stehenden Link).

Das Sportgericht des Hamburger Fußball-Verbandes entschied jedoch, dass der Referee nicht alle Mittel zur Spielfortsetzung ausgeschöpft habe, und setzte die Partie neu an. Am Sonntag wurde das Wiederholungsspiel ausgetragen. Bitter für Altenwerder III: Anstatt einen 2:0-Vorsprung in den seinerzeit noch ausstehenden 50 Minuten in Überzahl über die Bühne bringen zu können, ging es nun beim Stand von 0:0 und mit elf gegen elf wieder von vorne los ‒ und das, obwohl die FTSV-Dritte keine Schuld am Abbruch getroffen hatte. Wladimir Usatenko hätte die Gäste zumindest wieder mit 1:0 in Führung bringen können, er köpfte aber freistehend knapp am Ziel vorbei. Auch die Hausherren hatten einige gute Chancen, die FTSV-Torwart Patrick Schuster jedoch stark vereitelte. Nach der Pause gab es dann wieder einige unschöne Szenen und erhitzte Gemüter. Auf der facebook-Seite von Altenwerder III hieß es dazu: „Im Durchgang zwei wurde das Spiel wieder hektischer und man fühlte sich als Zuschauer in die Zeit zurück versetzt. Das gleiche Bild wie beim ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams. Jeder Zweikampf wurde von Inter in Richtung Schiedsrichter kommentiert und mit Erfolg, der Pfiff des Unparteiischen war die Belohnung. Man hatte den Eindruck, der Unparteiische ließ sich dadurch beeinflussen. Auch die Kommentare in Richtung Bank des FTSV wurden etwas härter. Für uns hat das nichts mehr mit Fußball zu tun.“

Das Team von Inter-Trainer Sercan Topbas spielte nun sehr offensiv. Dies gab den Gästen Platz für Konter ‒ und ihren dritten Gegenstoß nutzten sie zum Führungstor, das Dominik Adler in der 71. Minute erzielte. „Jetzt kochten die Emotionen hoch und das Spiel wurde noch hektischer und unfairer, als es ohnehin schon die ganze Zeit war“, hieß es auf der facebook-Seite. Obwohl in der 73. Minute ein Inter-Akteur die Rote Karte sah, drängten die Hausherren in der Schlussphase vehement auf den Ausgleich, der ihnen in der 85. Minute auch gelang: Als es die FTSV-Verteidiger versäumten, einen Ball aus ihrem Strafraum zu klären, egalisierte Kaveh Raschidy zum 1:1. Vier Minuten später entschied Schiedsrichter Manfred Rietschel junior (vom SV Tonndorf-Lohe) dann auf Elfmeter für die Hausherren, womit die Gäste gar nicht einverstanden waren: „Ein für uns normaler Zweikampf am/im Strafraum des FTSV, in dem klar der Ball gespielt wurde, legte der Schiedsrichter als Foulspiel aus“, hieß es hierzu auf der facebook-Seite der FTSV-Dritten, die in dieser Szene auch noch eine Gelb-Rote Karte hinnehmen musste. Selcuk Ceylan verwandelte vom Punkt aus zum 2:1 (89.). Aufgrund der zahlreichen Spielunterbrechungen zeigte Rietschel eine Nachspielzeit von fünf Minuten an. In dieser gab es an der Rahmwerder Straße noch drei weitere Ampelkarten: Zwei weitere Inter-Akteure (91., 93.) und ein Spieler von Altenwerder (92.) mussten den Platz dabei vorzeitig verlassen. Die Gäste versuchten bei aller Hektik, irgendwie noch zum Ausgleich zu kommen, ehe Anil Demir mit seinem 3:1 für Klarheit sorgte (95.).

Mit seinem siebten Saisonsieg im neunten Spiel und nun 22 Punkten zementierte Inter 2000 seinen zweiten Tabellenplatz, liegt nun „nur“ noch fünf Zähler hinter dem weiterhin makellosen Spitzenreiter Juventude und darf weiterhin vom Durchmarsch in die Bezirksliga träumen. Altenwerder III rutschte mit weiterhin 14 Zählern vom vierten auf den fünften Rang ab.

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