Kreisklasse 7: Nach dem Flitzer kam ein Hund


Am Sonntag wurde in der Kreisklasse 7 die seit dem neunten Spieltag offene Nachholpartie zwischen dem VfL Hammonia II und SC Persia II absolviert. Dabei gab es gleich mehrere Kuriositäten – zunächst lief in der ersten Halbzeit, beim Stand von 1:1, ein „Flitzer“, der trotz der eisigen Temperaturen nur mit einem String-Tanga bekleidet war, aufs Spielfeld.

Klaus Ortelt, Coach der Hammonia-Reserve, berichtete gegenüber SportNord: „Der Flitzer ist durch ein Loch im Zaun, durch das eigentlich die Bälle wiedergeholt werden sollen, auf die Anlage gekommen. Ich bin ihm hinterhergelaufen, weil er etwas schneller war als ich, rief ich ihm zu: ‚Bleib sofort stehen, sonst grätsche ich dich um!’ Daraufhin blieb der Mann, der eigentlich ganz friedlich war, auch stehen, und ich habe ihn durch das Loch, durch das er hindurch geschlüpft war, wieder nach draußen geschoben ... Anschließend kletterte er noch auf die Feuertreppe einer gegenüberliegenden Senioren-Wohnanlage, wo er sich ein paar Minuten produzierte – aber dann verschwand er auch.“

Während Ortelt vermutete, dass der Schiedsrichter das Geschehene gar nicht mitbekam („Er ließ das Spiel weiterlaufen!“), tat den Hammonia-Spielern der Anblick des Flitzers offensichtlich nicht gut: Prompt kassierten sie ein Gegentor zum 1:2. In der zweiten Halbzeit kam dann durch das gleiche Türchen im Zaun ein Hund, der aufs Spielfeld lief. „Wieder ließ der Unparteiische das Spiel weiterlaufen, und wieder haben wir ein Gegentor kassiert“, berichtete Ortelt. Doch am Ende konnte Hammonias Zweitvertretung über die Kuriositäten lachen, denn dank der vier Treffer von John-Patrik Kebiche reichte es noch zum 4:3-Sieg gegen die Persia-Reserve, die weiter Drittletzter ist.

„Ohne die vier Tore von Kebiche wäre unser Essen, zu dem wir uns nach dem Spiel getroffen haben, sicherlich nicht so lustig geworden“, so Ortelt, dessen Team als Siebter schon 14 Punkte Rückstand auf die Aufstiegsplätze hat. „Eigentlich hatten wir andere Ziele und wollten in dieser Saison oben mitspielen – aber diesen Erwartungen konnten wir nicht Stand halten“, räumte Ortelt ein. Dennoch ist der Trainer nicht unzufrieden: „Eine Weiterentwicklung ist erkennbar, denn fast dasselbe Team, das in der Vorsaison nach 28 Spielen in der Kreisklasse 5 30 Punkte eingefahren hatte, hat nun nach 16 Partien schon 26 Zähler errungen.“ (JSp)

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