Oberliga 1: Curslack schlägt Buchholz mit 4:1

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Freute sich über den ersten Heimsieg: Christian Woike, Trainer des SV Curslack-Neuengamme.
(Foto-Credit: Johannes Speckner)

In der abschließenden Pressekonferenz unter freiem Himmel betonte Christian Woike, Trainer des SV Curslack-Neuengamme, die Bedeutung des 4:1-Sieges gegen den Bramfelder SV: „Das war schon enorm wichtig, heute mal zuhause drei Punkte zu holen.“ Passend dazu läuteten im Dorf die Kirchenglocken, was der erleichterte Woike gleich kommentierte: „Da läuten sogar die Glocken in Curslack. Oliver hat das sicherlich organisiert.“ Gemeint war damit Oliver Schubert, der SVCN-Manager – der aber lächelnd verneinte.


Schubert hatte vor der Partie die Ansage ausgegeben: „Das wird der erste Heimsieg.“ Zuvor hatten die Curslacker zum Teil recht unglücklich die Heimspiele gegen TuS Dassendorf, USC Paloma und auch TSV Sasel verloren. So war die Zuschauerzahl überschaubar. Ganze 117 Besucher kamen an den Gramkowweg – immerhin einer mehr als beim letzten Heimspiel. Das kommentierte Bramfelds Trainer Carsten Henning ebenso humorvoll wie zuvor Woike: „Zuschauermagnet Bramfeld. Wir freuen uns zumindest darüber.“ Um dann ernsthaft fortzusetzen: „Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, hier etwas mitzunehmen. Bis zur 2:1-Führung von Curslack sah es für uns auch ganz gut aus. Dabei hatten wir kurz nach Wiederanpfiff selbst die Führung vor Augen.“


Aber nur fast, weil der eingewechselte Witalij Wilhelm den Schuss des Bramfelders Martin Werner blocken konnte (46.). Das war einer der drei Wendepunkte im Curslacker Spiel. In der ersten Halbzeit waren die Hausherren drückend überlegen, erzielten durch Christian Peters die frühe Führung (13.) und ließen dann den Ausbau des Vorsprungs sträflich liegen. Als Bestrafung folgte der späte Ausgleich durch einen Strafstoß. Sebastien Mankumbani zog Bramfelds Simon Marklin im Zweikampf auf den Boden. Wohl ganz knapp auf der Strafraumlinie. Schiedsrichter Thomas Bauer war auf der Höhe und pfiff sofort Strafstoß. Dennis Facklam versenkte die Kugel im Curslacker Netz (45.). Woike tobte vor Unmut und zeigte sich mit der Entscheidung des Referees keinesfalls einverstanden. Das nahm er mit in die zweite Halbzeit.


Bramfeld blieb nach der vergebenen Chance in den Aktionen unklar. Und Curslack kämpfte sich richtig ins Spiel. So fiel der zweite Treffer für die Hausherren. Florian Rogge erlief sich rechts tief im gegnerischen Strafraum einen Ball, passte ihn vor das Tor und Marco Schubring warf sich machtvoll in die Murmel (64.). Der dritte Wendepunkt. Schubring belohnte sich endlich!


Zehn Minuten später fiel der dritte Treffer. Florian Rogge zog aus 25 Metern mittig ab. Der Schuss fackelte sich über den Kopf von Keeper Matthias Kirchner ins Tor (74.). Beide Trainer waren sich hinterher einig, dieser Schuss war nicht haltbar. Woike: „Das war ein typisches Carsten Henning Tor.“ Trainer Henning nahm es ebenso mit Humor: „So habe ich früher nie geschossen.“


Den finalen Schlusspunkt setzte dann der Sohn einer richtigen Legende. Woike dazu: „Jonah Jurgeleit ist im Training sehr engagiert, macht richtig viele Fehler und kann noch richtig viel lernen. Das Tor heute war aber richtig gut!“ Jurgeleit? Da war doch mal was. Richtig. Erinnern wir uns an Daniel Jurgeleit. Früherer Torjäger und legendärer Trainer des SC Weiche Flensburg 08 mit eigenem Bauernhof. Sohn Jonah ist gerade 18 Jahre alt und trainiert seit kurzem in Curslack mit. Eingewechselt wurde er kurz vor Schluss (87.). Und erzielte umjubelt das letzte Tor der Curslacker.


Zu erwähnen bleibt auch: Vor Beginn wurde die Legende schlechthin, Curslacks Doc Joachim „Jockel“ Köhler, verabschiedet. Auch von dieser Stelle grüßen wir Dich, lieber Jockel sehr herzlich!


(Stefan Knauß)

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