
Während die Erste Mannschaft des FC Bergedorf 85 (wurde in der Landesliga Hansa in die Bezirksliga durchgereicht) und die damalige Zweite Mannschaft (wurde Ende April aus der Kreisliga 3 zurückgezogen; siehe unten verlinkten Bericht) in der Vorsaison Negativschlagzeilen schrieben, überraschte die damalige Dritte Mannschaft positiv: „Mit einer neu zusammengestellten Mannschaft sind wir in der Kreisklasse 11 auf Anhieb Dritter geworden“, erinnert sich Sefa Sözen.
Trainer Sözen schaffte mit seinem Team, das er im Sommer 2013 nach eigenem Bekunden „aus dem Nichts zusammengetrommelt hatte“, auf Anhieb den Aufstieg in die Kreisliga, wo es nun offiziell als Zweite Mannschaft von Bergedorf 85 fungiert (die vorherige „Zweite“ war ja im Gegenzug in die Kreisklasse abgestiegen). „Im Sommer 2014 haben wir uns eigentlich das Ziel gesetzt, auch in der Kreisliga oben mitzuspielen“, so Sözen, der überzeugt ist: „Wenn wir uns konzentriert auf die Saison vorbereitet hätten und unsere komplette Mannschaft zusammengehalten hätten, wäre das auch möglich gewesen!“ Allerdings musste sich Sözen „aus disziplinarischen Gründen“, wie er selbst es formulierte, von gleich vier Akteuren trennen. „Das waren vier richtig gute Spieler, von denen wir uns aber aus Rücksicht auf unsere anderen Spieler leider distanzieren mussten“, so Sözen, der feststellte: „Damit hatten sich unsere Hoffnungen, mit dem zweiten Aufstieg in Folge den Durchmarsch in die Bezirksliga schaffen zu können, bereits frühzeitig erledigt!“ Dem Störtebeker SV („Eine richtig starke Mannschaft!“) und dem Wandsbeker TSV Concordia II räumt Sözen nun die besten Chancen im Rennen um die Meisterschaft in der Kreisliga 4 ein.
Als einen „weiteren Knackpunkt“ machte Sözen das Scheitern in der Dritten Runde des Holsten-Pokals gegen den SC Vier- und Marschlande II (Kreisliga 3) aus. „In diesem Spiel haben wir bereits mit 2:0 geführt, dann aber noch mit 6:7 im Elfmeterschießen verloren – das hat uns einen weiteren Knacks versetzt. Danach ist vieles zerbrochen und vier Stammkräfte, die in der letzten Saison noch von Woche zu Woche Top-Leistungen gebracht haben, sind abgesprungen“, haderte der 85-Coach. Sözen stellte zudem fest: „Ein Problem von überwiegend mit südländischen Spielern besetzten Mannschaften ist es oftmals auch, dass viele Akteure einfach in den Urlaub fliegen, wie sie gerade Lust haben. In ihren Augen ist Fußball kein Leistungssport und sie achten nicht auf eine gute Saison-Vorbereitung!“ Aufgrund all dieser Probleme gibt es inzwischen eine neue Maxime bei Bergedorf 85 II: „Wir wollen so viele Punkte holen wie möglich – und wir schauen nur noch nach unten“, so Sözen, der präzisierte: „Solange der FC Haak Bir und Rot Weiss Wilhelmsburg II, die unsere Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt sind, nicht punkten und in der Tabelle weiter hinter uns stehen, ist alles gut ...“
Da sich die Bergedorfer aber nicht darauf verlassen können, dass Haak Bir und die Reserve von RW Wilhelmsburg auch in der Zukunft weiter nnoch weniger Punkte sammeln als sie selbst, würde sich Sözen über mehr vereinsinterne Unterstützung freuen. „Eigentlich hatten wir vor der Saison intern besprochen, dass die Erste, Zweite und Dritte Mannschaft sich gegenseitig helfen. Aber von oben kommt nicht viel – und wenn wir von der Liga-Mannschaft Spieler bekommen, dann sind das Akteure, die es leistungsmäßig eigentlich gar nicht schaffen können, bei uns reinzukommen!“