Aktuell: Thüringenliga kickt notfalls unter 2G-Bedingungen

Vor Trainingseinheiten und Spielen Corona-Tests durchzuführen, wird in Thüringen möglicherweise nicht genügen, um die strengen Corona-Regeln zu erfüllen.
(Foto-Credit: Johannes Speckner)

Am Montag, 3. Januar führte der Spielausschuss des Thüringer Fußball-Verbandes eine Videokonferenz mit den Vertretern der Mannschaften der Thüringenliga, in der die BSG Wismut Gera als Spitzenreiter überwintert, durch. Das Ergebnis des knapp 70-minütigen, virtuellen Austausches war, dass „die große Mehrheit in der Thüringenliga den Spielbetrieb auch unter 2G-Bedingungen wiederaufnehmen will“, wie es anschließend auf der Internet-Seite des TFV hieß.

Sven Wetzel, als Spielausschussvorsitzender des TFV quasi das „Gegenstück“ zu Frank Flatau, dem Vorsitzenden des Spielausschusses des Hamburger Fußball-Verbandes, fasste das Geschehen anschließend auf „www.tfv-erfurt.de“ wie folgt zusammen:

„Die große Mehrheit der Teilnehmer hat den Willen, den Spielbetrieb schnellstmöglich, aber nicht vor Anfang März wiederaufzunehmen.

Die große Mehrheit der Runde hält einen Spielbetrieb unter 2 G für durchführbar.

Am 31. Januar 2022 soll es eine weitere Tagung mit den Thüringenligisten geben.“

 

Die Gesprächsrunde mit den Teams der Thüringenliga, die unter der Oberliga Nordost-Nord zur sechsthöchsten Spielklassenebene Deutschlands zählt, wurde auf der Internet-Seite des TFV von Hartmut Gerlach wie folgt umschrieben:

„Wenzel, der die virtuelle Zusammenkunft leitete und an der auch Bertram Schreiber, der Vizepräsident für Spielbetrieb und Recht, teilnahm, konnte 16 der 17 Vertreter der Mannschaften der höchsten Spielklasse im TFV vor den digitalen Geräten begrüßen. Er machte zu Beginn das Anliegen der Videokonferenz deutlich. Es gehe darum, so der Spielobmann, sich einen ersten Überblick zu verschaffen, wobei der Blick in die berühmte Glaskugel nicht möglich sei. Wenzel wörtlich: „Wir wollen aus der aktuellen Lage das Beste machen, die Vereine beteiligen und mit ihnen ins Gespräch kommen.“

Wenzel betonte die satzungsgemäße Hauptaufgabe des Verbandes, sportliche Wettbewerbe im Fußball zu organisieren und durchzuführen. Dabei sei es ein Ziel, zu einer Saisonwertung zu kommen. Diese Möglichkeit ist ja in der TFV-Spielordnung, § 20, Ziffer 5, festgelegt. Dennoch gehe es darum, so viele wie mögliche Partien durchzuführen und schnell wieder auf die Plätze zu kommen. Das sei nach gegenwärtigem Stand nur möglich, wenn unter 2 G gespielt werde.

Wenn die Saison 2021/2022 fortgesetzt wird, geschieht das mit dem Spieltag, an dem sie unterbrochen wurde. Dennoch werde es keine Fußballsonderlösung geben. Bertram Schreiber hob hervor, dass man mit dem betreffenden Thüringer Ministerium im Kontakt sei und man einheitliche Regelungen für den Freistaat anstrebt. Für die Sportverbände würde der Landessportbund Thüringen mit der Landesregierung sprechen, sagte Wenzel.

Nach einer Viertelstunde hatten die Vereinsvertreter Gelegenheit, sich zu äußern. Davon machten sie reichlich Gebrauch. Deutlich wurde, dass zahlreiche Fragen geklärt werden müssen, ehe man wieder spielen kann. In den Äußerungen trieb die Teilnehmer auch die Gesundheit der Spieler um.

Vor der informellen Abfrage der Vereine zu einer möglichen 2- beziehungsweise 3G–Regelung im Fußball betonte der Leiter der Konferenz noch einmal, dass es nicht darum gehe, eine Entscheidung zu treffen, sondern zunächst eine Einschätzung der Vereine zu erfragen. Das Bild, das sich danach abzeichnete, war deutlich, wie die Zusammenfassung der Gesprächsrunde zeigt.“

(Johannes Speckner)

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