Oberliga: Max Kruse ab sofort bei der TuS Dassendorf


Bei der Verpflichtung von neuen Spielern griffen die Verantwortlichen der TuS Dassendorf in den vergangenen Jahren schon oft in hohe Regale. Nun gelang ihnen der bisher wohl größte Coup, denn mit Max Kruse konnten sie einen ehemaligen deutschen Nationalspieler an den Wendelweg losten. Am Montagabend vermeldeten die Offiziellen des Klubs aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg via Instagram die Verpflichtung des 37-Jährigen: „Er wird künftig Teil unserer Mannschaft sein und uns sportlich unterstützen.“ In der Mitteilung wurde auf Kruses „regionale Verbundenheit sowie seine sportliche Qualität“ verwiesen: Sie seien „zentrale Faktoren für das Engagement“ gewesen.

Kruse selbst, der auf 14 A-Länderspiele sowie Profi-Stationen beim SV Werder Bremen, FC St. Pauli, SC Freiburg, Borussia Mönchengladbach, VfL Wolfsburg, Fenerbahce Istanbul und 1. FC Union Berlin zurückblickt, erklärte in der Mitteilung: „Die Idee, nach Hamburg zurückzukehren, gab es eigentlich schon seit dem Ende meiner aktiven Profikarriere. Umso mehr freue ich mich, dass es nun knapp drei Jahre später endlich geklappt hat. Mit der TuS Dassendorf habe ich dabei absolut die richtige Adresse gewählt. In Dassendorf ist mein Vater aufgewachsen und zur Schule gegangen, und ich selbst komme ja aus dem Nachbarort. Ich freue mich auf richtig geile Oberliga-Spiele in Hamburg. Besonders freue ich mich auf die Mannschaft und hoffe, dass ich den Jungs noch helfen kann, damit wir gemeinsam an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen.

Hakan Karadiken, der zu Beginn des neuen Jahres als TuS-Sportchef auf Jan Schönteich folgte, gab zu Protokoll: „Ich freue mich sehr, dass wir einen Spieler wie Max für uns gewinnen konnten. Max kommt nicht wegen eines Namens oder der Aufmerksamkeit zu uns, sondern weil er Lust auf Fußball hat und der Mannschaft helfen will. Uns war von Anfang an wichtig, dass alles ruhig, mannschaftsdienlich und professionell abläuft. Genau diese Haltung bringt Max mit. Der Fokus liegt klar auf dem Sportlichen. Max wird schrittweise über das Training in unser Team integriert und soll seine Erfahrung sowohl auf als auch neben dem Platz einbringen. Für uns ist dieses Engagement zugleich ein positives Signal über den sportlichen Bereich hinaus. Die erhöhte Aufmerksamkeit wollen wir gezielt nutzen, um unseren Verein nachhaltig weiterzuentwickeln – stets mit der Mannschaft und dem Fußball im Mittelpunkt.“

Die TuS Dassendorf überwintert in der Oberliga Hamburg als Tabellen-Dritter hinter dem ETSV Hamburg und dem Eimsbütteler TV. Für Kruse kommt es am Wendelweg zum Wiedersehen mit Martin Harnik (38), der bereits seit 2020 das TuS-Trikot trägt. Bis zum Januar 2006 hatten Harnik und Kruse zusammen in der Jugend des SC Vier- und Marschlande gekickt und dann gemeinsam den Sprung zu Werder Bremen gewagt. Zuletzt war Kruse beim BSV Hilal II in der Berliner Kreisliga A sowie bei Hollywood United in der Baller League aktiv.

(Johannes Speckner)

 Redaktion
Redaktion Artikel