
Wie SportNord bereits berichtete, haben sich der FC Winterhude, zurzeit Tabellen-Neunter in der Kreisliga 5, und Trainer Matthias Funk mit sofortiger Wirkung im gegenseitigen Einvernehmen getrennt (siehe unten stehenden Link). Nun nahm sich Funk Zeit für ein Interview mit SportNord, in dem der frühere Torwart über seine Zeit bei „Hude“, die Gründe für seinen Abschied und seine Zukunftspläne sprach ...
SportNord: Was für berufliche Veränderungen waren ausschlaggebend für Ihr Ausscheiden beim FC Winterhude?
Matthias Funk: „Ich habe mich dienstlich für einige Zeit weiter in den Kreis Pinneberg entwickelt und arbeite zurzeit in Elmshorn. Verbunden mit meinem zeitraubenden Umzug nach Hamburg-Lurup habe ich dann zusätzlich sehr viel mit der Fahrt nach Winterhude verbracht, sodass ich mich kaum mehr um meine Familie kümmern konnte. Meine Freundin schreibt bis Ende November ihre Doktorarbeit in Molekularbiologie. Auch deshalb hat meine Familie das Recht, dass ich sie dort etwas mehr unterstütze. Es ist unglaublich, wie lange so eine Fahrt von Lurup nach Winterhude dauern kann ... Als ich noch in Altona wohnte, habe ich die Strecke überwiegend mit dem Fahrrad zurückgelegt und konnte so dem Kraftfahrzeug-Stau entgehen ...“
SportNord: Wie fällt Ihr Fazit aus, wenn Sie auf Ihre gut 15 Monate in Winterhude zurückblicken?
Funk: „Ich hatte eine sehr gute Zeit bei Winterhude. Der junge Verein hat sich mit mir entwickeln dürfen und wird schon bald die Früchte einer Umstrukturierung tragen. Der Prozess wird sicherlich noch ein wenig Zeit in Anspruch nehmen; jedoch wird die Mannschaft schon in Kürze die Ernte ihrer Arbeit einfahren. Ich habe neue Fußball-Freunde gewonnen und werde immer positiv auf meine Zeit hier zurückblicken. Sobald ich meinen Abschied verarbeitet habe, werde ich Winterhude sicherlich ab und an besuchen und schauen, was die Jungs auf dem Fußballplatz so treiben.
Es ist uns gemeinsam gelungen, einen anderen Fußball als zuvor zu etablieren und dem Trend zur ‚Fahrstuhlmannschaft‘ zwischen der Kreisliga und Kreisklasse entgegen zu wirken. Allerdings war es auch mit einem hohen Engagement von Seiten des Vorstandes und mir verbunden, die ‚Geschäfte‘ positiv nach vorne zu bringen. Besonders Frederik Redlefsen und Fabian Fischer haben mit mir die Aufgabe unter Volldampf gelöst. Allerdings war ich auch ein ‚Mädchen für Alles‘. In andere ‚Fachbereiche‘ des Vereinslebens herein zu schnuppern, hat mich auch, so denke ich, einen weiteren Entwicklungsschritt gehen lassen.
Zusammenfasend darf ich sagen, dass ich eine tiefe Zuneigung zu Winterhude gewonnen habe. Ich bin dankbar und glücklich, dass ich die 15 Monate – auch mit Erfolg – dort verbringen durfte.“
SportNord: Was trauen Sie dem FC Winterhude in dieser Saison und in der Zukunft noch zu?
Funk: „Der FC Winterhude wird seinen Weg weiter gehen. Trainieren die Jungs ordentlich weiter, sind die Verletzungen ausgeheilt und kommen die Spieler, die zurzeit beruflich im Ausland weilen, wieder zum Team zurück, wird Winterhude am Ende einen der vorderen Plätze belegen.“
SportNord: Werden Sie trotz beruflicher Belastung in der Zukunft noch einmal als Trainer arbeiten?
Funk: „Meine Verwendung in Elmshorn ist bisher zeitlich befristet. Der Aufwand, nach Winterhude zu kommen und die Punktspiele teilweise im Hamburger Osten zu bestreiten, war der für mich anstrengende Faktor, nicht die Art meiner dienstlichen Verwendung. Ich kann nicht ohne Fußball und werde auch nicht dauerhaft ohne Fußball sein. Mich werden sicherlich auch in Zukunft interessante Tätigkeiten erwarten.“