
(Foto-Credit: Johannes Speckner)
Als „erste wirkliche Standortbestimmung“ sah Ulrich Bunsmann, Vorsitzender des DSC Hanseat, das am vergangenen Sonntag ansehende Gastspiel beim SC VW Billstedt 04 III. „Unser Gegner war schließlich in der Vorsaison mit 113 Treffern die torhungrigste Mannschaft dieser Staffel un strebt in dieser Serie den Aufstieg an“, erklärte Bunsmann diese Einschätzung. Und obwohl die Hanseat-Kicker mit 2:3 verloren, stellte ihr Vorsitzender zufrieden fest: „Sie haben die Prüfung mit Bravour bestanden.“
Am Öjendorfer Weg mussten die Dulsberger, die ihr erstes Bezirksliga-Spiel gegen Mitaufsteiger Croatia mit 6:1 gewonnen hatten, auf mehrere Stammkräfte – darunter Abwehrchef Idrissa Sambou und Spielmacher Nino Salinas – verzichten. „Trotzdem sind wir dem Gegner auf Augenhöhe begegnet“, urteilte Bunsmann. Nachdem in der ersten halben Stunde nicht allzu viel passiert war, verlor DSC-Akteur John Zimmermann am eigenen Strafraum in einem Dribbling den Ball; dies nutzten die Hausherren für eine Flanke, die Alexander Begun zum 1:0 versenkte (32. Minute). Kurz vor der Pause schnupperte Kwame Otu am Ausgleich, als er nach einem perfekten Steilpass von Dennis Briese an VW-Keeper Philip Schön vorbei zog, aus spitzem Winkel jedoch nur das Außennetz traf.
Kurz nach dem Seitenwechsel war es dann aber soweit: Otu hatte nun Zielwasser getrunken und traf per 14-Meter-Schuss zum 1:1 (49.). Die Billstedter schlugen durch Ali Kurt zügig zurück (56.) und als Ian Prescott Claus, einer Leihgabe des Billstedter Oberliga-Teams, das 3:1 gelang (66.), „schien das Spiel entschieden zu sein“, so Bunsmann. Aber die Dulsberger ließen sich vom Zwei-Tore-Rückstand nicht entmutigen. Stattdessen gab es in den letzten 20 Minuten hüben wie drüben einige gute Gelegenheiten. Schließlich war es eine Co-Produktion zweier Brüder, die den Aufsteiger wieder heranbrachte: Lenard Barkow köpfte eine von links geschlagene Ecke aus halbrechter Position zurück in die Mitte, wo Leroy Barkow ebenfalls per Kopf sein zweites Saisontor erzielte (82.).
Inklusive Nachspielzeit waren nun noch mehr als zehn Minuten auf der Uhr. Zweimal lag das 3:3 tatsächlich noch in der Luft. Doch erst verpasste Ilyas Umar am Fünfmeterraum den Abschluss, dann zielte Otu vom linken Strafraumeck hauchdünn am Winkel vorbei. „Somit haben wir ein Unentschieden nicht nur knapp verpasst, sondern wir hätten es auch verdient gehabt“, urteilte Bunsmann, der folgendes Schlussfazit zog: „Unsere Mannschaft hat zwar nicht das Spiel, wohl aber die Erkenntnis gewonnen, dass sie sich auch vor den Spitzen-Teams der Liga keinesfalls verstecken muss.“ Weiter geht es für die Elf von DSC-Coach Ercan Kurt am Sonntag, 31. August, gegen den TuS Finkenwerder (11.15 Uhr/Vogesenstraße).
(Johannes Speckner)