Bezirksliag West: „Es wird schwer, unten herauszukommen“
05.09.2019

Lassen die Kicker des SC Pinneberg ihren Liga-Manager Arno Braeger im Regen stehen?
„Das kannte ich so noch nicht.“ Positiv angetan zeigte sich Arno Braeger, Manager des SC Pinneberg, von „dem intensiven Vorbereitungsprogramm“, das die Mannschaft des SV Lurup am vergangenen Freitagabend vor ihrem Bezirksliga-Spiel beim SCP absolvierte. „Nachdem unter unserem früheren Trainer Dirk Kahl immer eine Stunde vor dem Anpfiff Treffpunkt war, hat unser neuer Coach Björn Schiller das Treffen auf 75 Minuten vor dem Spielbeginn festgelegt“, so Braeger, der präzisierte: „Als sich unsere Jungs um 18.15 Uhr getroffen haben, ist das Luruper Team bereits auf den Platz gegangen und hat erste Aufwärmübungen absolviert.“ Nachdem der SVL-Tross zwischendurch noch einmal in der Kabine war, setzten die Gäste ihr Programm auf dem Platz fort, als auch die Pinneberger mit dem Aufwärmen begannen. „Das hat mich schon sehr beeindruckt“, so Braeger, der feststellte: „Die Luruper haben in dieser Saison offenbar noch einiges vor.“

Ohne Schillers rechte Hand, den spielenden Co-Trainer Thomas Koster, der erst einen Tag nach dem Lurup-Spiel aus seinem Urlaub zurückkehrte, kassierten die Pinneberger eine 1:4-Heimpleite gegen den SVL. „Ärgerlich“ nannte Braeger dieses Endergebnis, denn es wäre „mehr drin gewesen“, wie der Manager beteuerte. Nach dem frühen 0:1-Rückstand (Ferhat Yildirim/4. Minute) war der 1:1-Ausgleich sehr sehenswert: Jonathan Razaq Grubb spielte vier Luruper aus, ehe Thies Raschke vollstreckte (20.). „Wir haben in der ersten Halbzeit gut mitgespielt“, versicherte Braeger. Dem schnellen 1:2 gleich nach der Pause, das wiederum Yildirim erzielte (47.), hätte der erneute Ausgleich folgen können – doch als Raschke frei auf das Gäste-Gehäuse zulief, zögerte er zu lange, ehe er den Ball unter dem Druck eines Lurupers einen halben Meter am Ziel vorbei setzte. „Wenn uns da das 2:2 gelungen wäre, hätte die Partie vermutlich einen anderen Verlauf genommen“, sinnierte Braeger. Vor dem 1:3 boxte der sonst so sichere SCP-Keeper Florian Jensen eine Freistoßflanke in die Mitte, ehe ihn ein Luruper umrannte und Timm Patrick Thau den Ball in das verwaiste Gehäuse schießen konnte (69.). „Das hätte der Schiedsrichter abpfeifen können“, befand Braeger, der zudem mit Referee Thorsten Mundt (vom SV Groß Borstel 08) haderte, als dieser ein Foul an Raschke im SVL-Strafraum übersah. Kurz vor Ultimo erhöhte Fatih Bayraktar noch zum 1:4-Endstand (86.).

„Jetzt wird es schwer für uns, in der Tabelle unten herauszukommen“, sagte Braeger angesichts der Tatsache, dass der SCP mit sechs Punkten aus ebenso vielen Partien den zwölften Platz belegt. „Wir hätten beim SV Hörnerkirchen niemals verlieren dürfen“, ärgert sich Braeger noch immer über die am 25. August beim Neuling bezogene 1:4-Pleite. „Dort hat uns leider ein Elfmeter, der niemals einer war, auf die Verliererstraße gebracht“, so Braeger, der hinzufügte: „Gegen die Luruper Mannschaft kann man verlieren – aber auch dieses Ergebnis hätten wir positiver gestalten können.“ Weiter geht es für die Pinneberger am Freitag, 6. September mit einem Gastspiel bei der SV Lieth: Ab 20 Uhr rollt der Ball auf dem Klaus-Waskow-Kunstrasenplatz am Klein Nordender Butterberg.

Link: SportNord-Bericht vom 05.08.2019 über die 1:5-Heimpleite des SC Pinneberg gegen den Heidgrabener SV

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