Oberliga: „Vicky“ ab sofort Sorgenfrey
01.02.2021

Nico Sorgenfrey ist nun beim SC Victoria tätig. Foto: Privat.
Nico Sorgenfrey ist nun beim SC Victoria tätig. Foto: Privat.
Gleich mehrere positive Neuigkeiten vom SC Victoria Hamburg konnte Mathias Reß, der sich beim Hamburger Oberligisten um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit kümmert, am Montagmittag überbringen. Demnach hat zum 1. Februar Nico Sorgenfrey das Amt des Liga-Managers übernommen und soll „als Bindeglied zwischen der Vereinsführung sowie der Mannschaft die anfallenden Prozesse optimieren“. Sorgenfrey, der zuvor im März 2020 als Manager des damaligen Oberligisten und jetzigen Platz-Nachbarn FC Teutonia 05 ausgeschieden war, sei „ein zusätzlicher Sportsmann, der sich bestens im Hamburger Amateurfußball auskennt und sowohl über ein großes Fachwissen als auch über ein beachtliches Netzwerk verfügt“, frohlockte Reß.

Vor seinen drei Jahren bei den Teutonen war Sorgenfrey insgesamt 17 Jahre lang als Spieler, Trainer und Manager beim SC Poppenbüttel tätig. Hierbei habe er „in verschiedenen Bereichen des Hamburger Amateurfußballs sehr viele Erfahrungen gesammelt“, hieß es in der Mitteilung als Begründung dafür, dass Sorgenfrey nun am Lokstedter Steindamm „die Leitung und Verantwortung für sämtliche Belange der Liga-Mannschaft übernimmt“. Dadurch würden „einige Prozesse im Liga-Alltag nicht nur verbessert, sondern zudem noch optimiert werden“, erklärte Reß in der Mitteilung. In dieser wurde Ronald Lotz (54), der lange Jahre selbst Manager bei „Vicky“ war und nun Erster Vorsitzender ist, wie folgt zitiert: „Sorgenfrey ist nun das verantwortliche Bindeglied zwischen der Vereinsleitung und der Liga-Mannschaft. Er wird uns mit seiner Erfahrung, Sachverständigkeit und Menschlichkeit verstärken.“

Der 39-jährige Familienvater selbst ist ebenfalls schon voller Vorfreude und erklärte in der Mitteilung: „Es ist etwas Besonderes, für diesen Hamburger Traditionsverein tätig sein zu dürfen. Ich bedanke mich für das in mich gelegte Vertrauen seitens der Vereinsführung und freue mich sehr auf die neue Aufgabe beim SC Victoria. Der Verein ist sehr gut aufgestellt, strukturell hervorragend geordnet und hat eine großartige Infrastruktur. Das ist mehr als eine optimale Basis, mit der es Spaß bringen wird, zu arbeiten. Auch freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit den Spielern und den vielen fleißigen Helfern im Team ums Team, die ich persönlich in den kommenden Wochen Stück für Stück und im Rahmen der erlaubten Corona-Bedingungen kennenlernen möchte. Ich verspüre große Lust, loszulegen, und freue mich auf die nächsten anderthalb Jahre an der Hoheluft.“

Die erste Amtshandlung von Sorgenfrey war es, die Verträge der Trainer Marius Ebbers (43) und Martin Spreitz, die ursprünglich mit dem Ende der aktuellen Saison ausliefen, um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2022 zu verlängern. „Es freut mich sehr, dass die Trainer für die kommende Spielzeit ihr Ja-Wort gegeben haben, um ihre erfolgreiche Arbeit weiterzuführen“, erklärte Sorgenfrey in der Mitteilung. In dieser erklärte Ex-Bundesliga-Profi Ebbers, er könne es „kaum erwarten, wieder mit den Jungs auf dem Platz stehen zu dürfen“, und er bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen. Über den neuen Liga-Manager an seiner Seite äußerte sich „Ebbe“, der das Traineramt an der Hoheluft im Juli 2019 übernommen hatte (SportNord berichtete, siehe unten stehenden Link), wie folgt: „Meine ersten Eindrücke sind sehr positiv. Leider konnten wir uns bisher noch nicht so häufig sprechen, aber ich denke, dass wir ein großartiges Miteinander haben werden, worauf ich mich schon sehr freue.“

Spreitz wurde in der Mitteilung wie folgt zitiert: „Ich freue mich wahnsinnig darüber, dass ich beim SC Victoria, der ein absoluter Topverein der Hamburger Oberliga ist, in mein drittes Trainerjahr gehen darf. Und ich hoffe natürlich, dass das dann das erste Spieljahr wird, das wir dann auch sportlich zu Ende führen können, was mir persönlich ja jetzt noch fehlt. Ich freue mich aber auch, weil die Zusammenarbeit mit Ebbers, der Mannschaft und dem Team ums Team nicht nur sportlich, sondern vor allem auch menschlich echt gut funktioniert. Das macht einfach riesigen Spaß. Und wie gesagt, sind wir durch die beiden nicht voll durchgeführten Spieljahre sportlich eben noch nicht fertig. Deswegen hoffen wir, dass wir die nächste Saison komplett durchführen und dann auch sportlichen Erfolg feiern können. Ich denke, dass wir jetzt insgesamt einfach noch besser aufgestellt sind. Die ganzen schon vorhandenen Strukturen werden dadurch, meiner Meinung nach, sogar noch einen Tick professioneller.“

Abschließend kam Reß zu dem Schluss: „Mit der Neuverpflichtung und den Vertragsverlängerungen der beiden Trainer, sowie dem bereits vorhandenen Team ums Team ist das starke Gerüst rund um die Mannschaft extrem stark aufgebaut und um einen großen Pfeiler sogar noch verstärkt worden. Gute Voraussetzungen dafür, auch in Zukunft erfolgreich an der Hoheluft arbeiten zu können.“ Zum Zeitpunkt des Corona-bedingten Abbruchs der Saison 2019/2020 hatte das Victoria-Team so, wie am Ende der Serie 2018/2019 noch unter Ebbers' Vorgänger Fabian Boll (41), den vierten Platz belegt. Die aktuelle, erneute Corona-Zwangspause verbringt der Traditionsverein in Hamburgs höchster Spielklasse mit zwölf Punkten aus sechs Partien auf dem zweiten Platz hinter dem Spitzenreiter TuS Dassendorf liegend.


[Johannes Speckner]
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