Dritte Liga: VfB befördert Pfeiffer zum Chefcoach
02.06.2021

Die Richtung gibt beim VfB Lübeck zukünftig Lukas Pfeiffer vor.
„Pfeiffer mit drei F“ – viele dürften bei diesem Satz an den Film „Feuerzangenbowle“ denken, in dem Heinz Rühmann in der Hauptrolle als Dr. Johannes Pfeiffer, obwohl er bereits promovierter Schriftsteller ist, noch einmal zum Schüler wird und dort bei einem von mehreren Streichen unter anderem in die Rolle eines Lehrers schlüpft. Kein Scherz ist, dass Lukas Pfeiffer (30) beim VfB Lübeck vom Co- zum Cheftrainer befördert wird: Diese wichtige Personalentscheidung, die sich am 24. Mai bereits angedeutet hatte (SportNord berichtete, siehe unten stehenden Link), verkündeten die VfB-Verantwortlichen auf ihrer Internet-Seite. Pfeiffer folgt auf Rolf Landerl (45), der die Lohmühle nach fünf Jahren verlässt. Neuer Co-Trainer wird Norbert Somodi (41), der zuletzt die Zweiten Herren in der Oberliga Schleswig-Holstein betreute.

Der VfB-Vorstandsvorsitzende Thomas Schikorra erklärte auf der Internet-Seite seines Klubs: „Pfeiffer hat in der vergangenen Saison durch sein Fachwissen, seine Arbeit und sein Auftreten Eindruck hinterlassen. Wir wollten den Neuaufbau mit einem jungen, ambitionierten Trainer angehen und glauben, dass Pfeiffer sehr gut zu diesem Weg passt.“ Der Lübecker Sportdirektor Rocco Leeser wurde ebenfalls auf der Internet-Präsenz wie folgt zitiert: „Es beginnt ein neues Kapitel beim VfB. Wir sind überzeugt davon, dass Pfeiffer mit seinen fachlichen Qualitäten und seinem Elan der Richtige für die jetzige Situation ist. Sein und unser Anspruch ist es, eine neue Mannschaft zu formen, junge Spieler weiterzuentwickeln und auf den Weg zu bringen, sodass wir bis 2023 wieder den Aufstieg in die Dritte Liga anvisieren können.“

Pfeiffer selbst, der Inhaber der Elite-Junioren-Lizenz ist und seine A-Lizenz erwerben will, gab auf der Internet-Seite seines Vereins zu Protokoll: „Für mich ist es eine große Chance, dass ich als junger Trainer bei einem Traditionsverein wie dem VfB Cheftrainer sein darf. Ich freue mich auf die Aufgabe. Meine Rolle wird künftig eine andere sein als bisher. Wir haben mit Beginn der neuen Saison hier eine neue Situation, in der ich gerne etwas entwickeln möchte. Wie das im Detail aussehen wird, kann ich erst sagen, wenn der Kader in einigen Wochen steht. In jedem Fall werden wir aber junge, gut ausgebildete Spieler haben, die möglichst mutig und aggressiv agieren sollen und den Vorteil des schönen neuen Platzes, der hier gerade entsteht, auch fußballerisch zu nutzen wissen sollen.“

Der gebürtige Lüneburger war selbst beim TuS Reppenstedt, TSV Gellersen sowie MTV Treubund Lüneburg aktiv. Während seines Sportstudiums an der Sporthochschule Köln trainierte er bei Borussia Hohenlind und beim FC Hennef 05 vier Jahre lang Mannschaften in der zweithöchsten Junioren-Spielklasse. Im Sommer 2020 kam Pfeiffer durch einen Kontakt zu Landerl an die Trave. Somodi ist ausgebildeter Sportlehrer und war, bevor er vor Jahresfrist die U23 übernahm, fünf Jahre lang Coach der A-Jugend-Regionalliga-Mannschaft der Grün-Weißen. Begonnen hatte er seine Trainerkarriere beim FC Dornbreite Lübeck, nachdem er zuvor als Aktiver zahlreiche höherklassige Stationen in Schleswig-Holstein sowie Baden-Württemberg gehabt hatte.

„Noch vakant sind derzeit die Positionen als Torwarttrainer und Athletiktrainer, die jeweils nicht mehr als Vollzeitstellen vorgesehen sind. Hier befindet sich Sportdirektor Rocco Leeser in Gesprächen“, hieß es abschließend auf der Internet-Seite.

Link: SportNord-Bericht vom 24.05.2021 über zahlreiche Abgänge beim VfB Lübeck

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