Zweite Bundesliga: HSV-Gipfeltreffen und St. Pauli-Heimspiele montagabends
11.02.2021

Vier der letzten fünf Partien gewann der FC St. Pauli. Überspringt Trainer Timo Schultz mit seinen Schützlingen auch die nächsten Hürden?
Am Donnerstag haben die Verantwortlichen der Deutschen Fußball-Liga für die Zweite Bundesliga die Partien der Spieltage 24 bis 28 zeitgenau terminiert. Für den Hamburger SV (aktuell Spitzenreiter mit 41 Zählern) kommt es demnach erst zum Abschluss der 24. Runde am Montag, 8. März und somit exakt eine Woche nach dem Start-Derby beim FC St. Pauli zum Topspiel gegen Holstein Kiel (zurzeit Rang-Dritter mit 39 Punkten). Wenn ab 20.30 Uhr im Volkspark-Stadion der Ball rollt, wollen es die „Rothosen“ auch besser machen als im Hinspiel, als sie in der Nachspielzeit den Ausgleich zum 1:1-Endstand durch Joshua Mees hinnehmen mussten. Angepeilt werden der erste Zweitliga-Sieg und der erste Punktspiel-Erfolg gegen die „Störche“ seit dem 25. November 1962 (3:2 in der alten Oberliga Nord). Denn nachdem die „Rothosen“ am 5. August 2007 in der Ersten Runde des DFB-Pokals im Holsteinstadion mit 5:0 gewonnen hatten, folgten in der ersten Zweitliga-Saison zwei Niederlagen (0:3 daheim und 1:3 an der Förde). In der vergangenen Serie 2019/2020 gab es dann zwei Punkteteilungen – 1:1 in Kiel und 3:3 im Volkspark, wobei der Ausgleich ebenfalls in der Nachspielzeit fiel. Während Holstein-Trainer Ole Werner mit Ahmet Arslan und Finn Porath zwei Ex-HSVer im Kader hat, war der jetzige Hamburger David Kinsombi von 2017 bis 2019 noch für die KSV Holstein am Ball.

Das nächste Topspiel wartet auf das Team von HSV-Coach Daniel Thioune bereits am Freitag, 12. März um 18.30 Uhr beim VfL Bochum (zurzeit Tabellen-Zweiter mit 39 Punkten). Im Hinspiel am 22. November 2020 hatten die Hamburger mit einem 1:3 die erste Pflichtspiel-Niederlage dieser Saison und unter Thioune kassiert, so dass hier Wiedergutmachung vonnöten ist. Dabei mithelfen könnte auch Stürmer Manuel Wintzheimer, den die „Rothosen“ in der vergangenen Saison an die Bochumer verliehen hatten. Dagegen wird Keeper Daniel Heuer Fernandes, der von 2008 bis 2013 beim VfL die B- und A-Jugend durchlaufen sowie seine erste Herren-Station gehabt hatte, an seiner früheren Wirkungsstätte vermutlich nur auf der Ersatzbank sitzen. Weiter geht es am Sonnabend, 20. März um 13 Uhr gegen den 1. FC Heidenheim 1846, bei dem die „Rothosen“ nicht nur das Hinspiel dieser Serie am 29. November (2:3 nach 0:2), sondern vor allem auch am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison am 21. Juni 2020 (1:2 nach 1:0) eine Führung aus der Hand gegeben hatten. Die letztgenannte Niederlage war entscheidend dafür, dass die Heidenheimer anstelle des HSV als Rang-Dritter in der Relegation gegen den SV Werder Bremen (0:0 an der Weser und 2:2 daheim) antreten durften. Das Nord-Duell bei Hannover 96 steigt am Ostersonntag, 4. April um 13.30 Uhr, ehe die Hanseaten am Freitag, 9. April um 18.30 Uhr den SV Darmstadt 98 erwarten.

Auch für den FC St. Pauli gab es am Donnerstag fünf weitere Spieltermine. Fünf Tage nach dem Stadt-Duell mit dem Hamburger SV gastieren die Kiez-Kicker am Sonnabend, 6. März um 13 Uhr beim Karlsruher SC (mit Ex-St. Pauli-Stürmer Kyoung Rok-Choi), gegen den es im Hinspiel (0:3 am 8. November 2020) die bisher wohl schlechteste Saison-Leistung gegeben hatte. Zum zweiten Montagabend-Heimspiel in Folge erwarten die Kiez-Kicker am Montag, 15. März um 20.30 Uhr den SC Paderborn 07. Auch hier besteht die Hoffnung auf Wiedergutmachung, da das Hinspiel in Ostwestfalen am 21. November 2020 mit 0:2 verloren gegangen war. Am Sonntag, 21. März gastiert das Team von St. Pauli-Trainer dann ab 13.30 Uhr beim VfL Osnabrück. Als die Niedersachsen das Hinrunden-Duell am 27. November auf dem Heiligengeistfeld glücklich mit 1:0 gewonnen hatten, lagen sie als Tabellen-Fünfter zwölf Plätze und neun Zähler vor den St. Paulianern – aktuell sind die beiden Teams punktgleich, nachdem die Niedersachsen ihre jüngsten sechs (!) Auftritte allesamt verloren.

Noch schlechter als das Team von VfL-Trainer Marco Grote, der langsam aber sicher um seine Weiterbeschäftigung zittern muss, steht der Landes-Rivale Eintracht Braunschweig da, dem als aktuell Vorletzter der sofortige Wiederabstieg in die Dritte Liga droht. Die „Löwen“ werden zum dritten Montagabend-Heimspiel der St. Paulianer in Folge am 5. April ab 20.30 Uhr auf dem Kiez vorstellig. Und dann ist da noch das Gastspiel der Braun-Weißen beim FC Erzgebirge Aue mit Ex-St. Pauli-Verteidiger Sören Gonther, das am Sonnabend, 10. April um 13 Uhr angepfiffen werden soll.


Alle Ansetzungen finden Sie, liebe Leser, unter Tabellen.

Link: SportNord-Bericht vom 07.02.2021 über den 2:1-Sieg des FC St. Pauli gegen den SV Sandhausen 1916

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