Handball: Austausch zum Drittliga- und Jugend-Bundesliga-Spielbetrieb
16.01.2021

Wann Tobias Skerka, Trainer des Nordost-Drittligisten HG Hamburg-Barmbek, wieder an der Seitenlinie stehen wird, ist fraglich.
Wann und wenn wie geht es in der Dritten Liga der Männer und der Frauen sowie in den Jugend-Bundesligen weiter? Erste Antwortmöglichkeiten darauf zeigten die Verantwortlichen des Deutschen Handballbundes in der zweiten Januar-Woche auf, als sie in Videokonferenzen mit den Vereinsverantwortlichen mögliche Modelle skizzierten.

Sollte eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs bis Anfang März möglich sein, was aber angesichts der derzeitigen Corona-Beschränkungen unrealistisch erscheint, könnte die Saison in den Drittliga- und Jugend-Bundesliga-Staffeln in Form einer Einfachrunde zu Ende gebracht werden. Kann der Re-Start aufgrund einer Verlängerung der Corona-Verbote erst später erfolgen, könnte es Aufstiegsrunden geben für die Drittligisten, die den Sprung in die Zweitklassigkeit anpeilen; zudem wären Trostrunden für die anderen Teams und das Ausspielen der DHB-Pokal-Teilnahme der kommenden Spielzeit möglich. Allerdings soll bei dieser Variante kein Drittligist zu einer Teilnahme am Spielbetrieb gezwungen und keine Mannschaft zum sportlichen Abstieg aus der Dritten Liga gezwungen werden. In der Serie 2021/2022 würde es dann mehr und dafür kleinere Drittliga-Staffeln geben.


Hier der Wortlaut der Pressemitteilung:

„Der Spielbetrieb der Dritten Liga und Jugend-Bundesliga ist aufgrund der Corona-Pandemie bis zum Sonntag, 28. Februar ausgesetzt worden, aber die inhaltliche Arbeit für den Neustart geht auch während des Lockdowns voran. In vier Videokonferenzen mit insgesamt rund 500 Teilnehmern tauschten sich der Deutsche Handballbund über die für den Spielbetrieb zuständigen Gremien mit den Vereinsvertretern aus.

„Wir halten den Dialog mit den Vereinen aufrecht. Entscheidungen zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs können aber derzeit noch nicht getroffen werden“, sagt Benjamin Chatton, als Vorstand Finanzen und Recht für den Spielbetrieb zuständig. Grundlage für das Weiterspielen ist eine Öffnung der Hallen, um das vorbereitende Training wieder aufnehmen und so einen flächendeckenden Spielbetrieb gewährleisten zu können. Dies ist abhängig von der Entwicklung des Infektionsgeschehens sowie weiteren Entscheidungen der Bundesregierung und der Ministerpräsidentenkonferenzen, die spätestens für Montag, 25. Januar erwartet werden.

Spielkommission Dritte Liga und Jugendspielausschuss diskutierten mit den Vereinsvertretern mögliche Modelle und auch ein mögliches Hygienekonzept sowie hiermit bereits gesammelte Erfahrungen. Anregungen und Anmerkungen aus diesen Gesprächen müssen nun bewertet und eingearbeitet werden. Die DHB-Gremien stellten Szenarien für eine Fortführung der Saison vor – in diesen ist die Hoffnung auf ein Weiterspielen ebenso berücksichtig wie die Option eines Abbruchs. Ziel ist es, den unterschiedlichen Interessen und Voraussetzungen Rechnung zu tragen und keinen Verein durch einen Abstieg zu benachteiligen.

Präsidium und Vorstand des Deutschen Handballbundes hatten am vergangenen Wochenende beschlossen, dass das Wettkampfgeschehen in der Dritten Liga der Männer und Frauen sowie in der Jugendbundesliga männlich und weiblich bis zum Sonntag, 28. Februar ausgesetzt bleibt. Damit wurde ein Ende Oktober 2020 gefasster, ursprünglich bis zum 31. Dezember 2020 gültiger Beschluss erneut verlängert.“

Link: SportNord-Bericht vom 11.01.2021 über die Verlängerung der Spielpause in der Dritten Liga bis 28. Februar

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