Aktuell: Auch Mecklenburg-Vorpommern geht in die Winterpause
27.11.2020

Trainer Alexander Lamer und die SG Aufbau
Boizenburg dürfen frühestens im Februar
2021 wieder um Punkte in der Verbandsliga
Mecklenburg-Vorpommern kämpfen.
Nach dem langen Austausch der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte Manuela Schwesig als Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern am Mittwochabend in einem Fernseh-Interview klar, dass in ihrem Land, obwohl die Zahl der Corona-Infizierten dort vergleichsweise niedrig ist, weiterhin die bundesweit geltenden, strengen Beschränkungen gelten würden.

Daraufhin sahen sich die Verantwortlichen des Landesfußballverbandes Mecklenburg-Vorpommern gezwungen, die zunächst bis Ende November geltende Aussetzung des Spielbetriebs in ihren Amateurspielklassen zu verlängern. Wie sie vermeldeten, wird dort im Dezember und auch im Januar 2021 der Ball ruhen, wodurch auch der Anfang November veröffentlichte, aktualisierte Rahmenterminkalender (SportNord berichtete, siehe unten stehenden Link) hinfällig ist.


Auf ihrer Internet-Seite veröffentlichten die LFVM-Offiziellen folgende Stellungnahme:

„Der Ball wird sowohl in den restlichen Herbsttagen als auch zu Beginn des neuen Jahres vorerst weiter ruhen.
Nach einer vierwöchigen Aussetzung des Spielbetriebs im November wird der Ball auch in den darauffolgenden Tagen und Wochen weiter ruhen. Im unmittelbaren Zusammenhang mit den Beschlüssen der Bund-Länder-Konferenz am Mittwoch sowie vorbehaltlich der daraus folgenden und von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig angekündigten Anpassungen der Corona-Verordnung seitens der Landesregierung bleibt die Durchführung von Fußballspielen im Amateurbereich in Mecklenburg-Vorpommern auch nach dem 30. November bis mindestens 20. Dezember untersagt. Entsprechend sind die Anfang November durch den Landesfußballverband (LFV) vorgenommenen Änderungen der Rahmenterminpläne zumindest hinsichtlich der neuen Spieltermine beziehungsweise der geplanten Fortsetzung der Saison im Dezember 2020 hinfällig und die Winterpause wird vorzeitig eingeläutet. Dies gilt ebenso für den Spielbetrieb in den sechs angeschlossenen Kreisfußball- bzw. Fußballverbänden (KFV) im Land.

Eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs wird grundsätzlich nur mit einer Vorankündigung von mindestens 14 Tagen erfolgen. Diese Entscheidung umfasst alle Pflicht- und Freundschaftsspiele sowie Turniere in allen Altersklassen. Auf Landesebene werden die nächsten Pflichtspiele in den Ligen und Pokalen dabei frühestens zu den derzeit geplanten Zeitpunkten (Herren: 6./7. Februar 2021; Frauen & Juniorinnen: 27./28. Februar 2021) stattfinden. Die notwendige Anpassung der Spieltermine für die ersten beiden Quartale des neuen Jahres wird von den jeweils zuständigen Ausschüssen in den nächsten Wochen erarbeitet. Dabei wird Flexibilität von allen Seiten – gegebenenfalls auch hinsichtlich einer möglicherweise notwendigen Anpassung einzelner Wettbewerbsmodelle – erforderlich sein. Seitens der zuständigen Verbände bereits offiziell abgesagt ist die ursprünglich für den bevorstehenden Winter geplante Futsal-Saison in Mecklenburg-Vorpommern. Demnach finden in der Spielzeit 2020/2021 keinerlei Kreis- beziehungsweise Landesmeisterschaften in der Halle statt.

„Die Situation ist und bleibt dynamisch. Niemand kann heute vorhersehen, wie sich die Lage in einigen Wochen darstellt. Wir orientieren uns mit dieser Entscheidung wie zuletzt an den behördlichen Vorgaben und werden dies auch weiterhin tun. Für die Vereine besteht vorerst in Sachen Spielbetrieb etwas mehr Klarheit. Der Landesfußballverband und auch die Kreisverbände sind nunmehr gefordert, Pläne für den weiteren Saisonverlauf zu erarbeiten“, sagt LFV-Präsident Joachim Masuch.

Die Verantwortlichen des LFV sind derweil froh, dass die bisher bestehende Erlaubnis für den Trainingsbetrieb von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nach Aussage von Manuela Schwesig weiterhin bestehen bleiben soll. Das Land Mecklenburg-Vorpommern war in diesem Punkt deutschlandweit schon zu Beginn des Lockdowns im November Vorreiter. „Hier gilt unser Dank zum einen der Politik, die diese Option für den Nachwuchs geschaffen hat. Zum anderen gilt es das Engagement der Vereine und der Ehrenamtlichen hervorzuheben, die den jungen Fußballerinnen und Fußballern diese Art der Freizeitgestaltung in einer schwierigen Zeit ermöglicht haben und im Rahmen der politischen Vorgaben hoffentlich auch weiterhin ermöglichen", so Masuch. Aufgrund des unterschiedlichen und jeweils vor Ort zu bewertenden Infektionsgeschehens hatten bis dato allerdings nicht alle Jugendmannschaften die Chance, davon Gebrauch zu machen. In einigen Regionen blieben die Sportstätten auf Beschluss der zuständigen Behörden zuletzt auch für den Trainingsbetrieb geschlossen.“

Link: SportNord-Bericht vom 04.11.2020 über den aktualisierten Rahmenterminkalender des LFVM

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