Testspiel: Teutonia gewinnt mit 3:0 in Pinneberg
10.06.2021

Hier enteilt Teutonias Tino Schulze (rechts) dem Pinneberger Neuzugang Lennart Lux.
Hier enteilt Teutonias Tino Schulze (rechts) dem Pinneberger Neuzugang Lennart Lux.
„Ich habe euren Verein als Trainer zu mehreren Aufstiegen geführt.“ Kurz nachdem Holger Zippel einigen Ersatzspielern des FC Teutonia 05 „Nachhilfeunterricht“ gegeben hatte, ging die inzwischen in der Regionalliga Nord spielende Mannschaft am Mittwochabend im Testspiel beim Hammonia-Landesligisten VfL Pinneberg mit 1:0 in Führung. Allerdings lief schon die 43. Minute, als Nick Brisevac eine Linksflanke von Fabio Parduhn aus Nahdistanz vom kurzen Pfosten aus in das lange Eck setzte (43.). Am Ende gewannen die Teutonen zwar mit 3:0, aber Holger Zippels Sohn Marc Zippel, der seit einem Jahr VfL-Coach ist, war überaus zufrieden: „Das war die bisher beste Leistung meiner Mannschaft.“

Natürlich hatten die Gäste von der Kreuzkirche, die sich aktuell auf ihr DFB-Pokal-Qualifikationsspiel gegen den FC Eintracht Norderstedt vorbereiten, deutlich mehr Ballbesitz und ein klares spielerisches Übergewicht. Aus ihrer Überlegenheit konnten sie allerdings zunächst nichts Zählbares machen. 8 jagte den Ball aus 20 Metern in die dritte Etage (21. Minute), ehe nach 26 Zeigerumdrehungen um ein Haar der Außenseiter in Führung gegangen wäre: Dimitrios Kokaridas brachte einen Eckstoß von rechts in die Mitte, wo Mats Willms zum Kopfball kam, diesen aber knapp am kurzen Pfosten vorbei nickte. „Wenn er den Ball etwas besser trifft, steht es tatsächlich 1:0 für uns“, sinnierte Marc Zippel. Kurz darauf wurde Lennart Lux wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen, nachdem er sich stark gegen Davidson Eden behauptet hatte.

In der Folge wurde der Druck der Gäste zwar größer, aber die Pinneberger verteidigten mit hohem Einsatz und stets fair. VfL-Akteur Jesse Plüschau blockte einen Versuch von 25 ab, einen 28-Gewaltschuss parierte VfL-Keeper Marvin Kiesewetter und beim nächsten Teutonen-Angriff blieb auch 27 an der vielbeinigen Abwehr des Außenseiters hängen. Zudem hatte 28 kein Zielwasser getrunken, als er eine 34-Linksflanke freistehend am langen Pfosten vorbei jagte. Kurz vor der Pause erlöste Brisevac dann die Teutonia-Akteure, die laut Marc Zippel „sehr fair und sympathisch auftraten“.

Um „zu verhindern, dass mit den Kräften auch die Konzentration verloren geht“, nahm Marc Zippel im zweiten Durchgang zahlreiche Spielerwechsel vor. Und egal, wer auf dem Platz stand: Das VfL-Team wehrte sich im Kollektiv weiter hervorragend gegen den zwei Klassen höher spielenden Gegner. So konnte Yves Mfumu nur noch zwei Treffer für den Favoriten nachlegen: Erst traf er aus dem Spiel heraus (66.), ehe er einen von Kevin Beyer verursachten Strafstoß zum 0:3-Endstand nutzte. Dass Beyer, bevor er den Elfmeter verwirkte, selbst gefoult worden war, Schiedsrichter Kevin Klüver (vom FC Eintracht Norderstedt) dies aber übersehen hatte, sorgte nur kurz für Unmut bei den Pinnebergern.

„Ich bin wirklich stolz auf diesen Auftritt – wir waren für Teutonia ein würdiger Testspiel-Gegner“, so Marc Zippel, der in der Vergangenheit mit seinen Teams schon oft, sei es im Pokal oder in Vorbereitungsspielen, klassenhöheren Kontrahenten Probleme bereitet hatte. Dies schon am Sonntag, 13. Juni, wieder zu versuchen, kam für Marc Zippel aber nicht infrage: „So eine Leistung lässt sich nicht alle paar Tage abrufen“, erklärte der Übungsleiter, weshalb er eine kurzfristige Testspiel-Anfrage des Oberligisten Wandsbeker TSV Concordia für diesen Tag ablehnte.



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