B-Kreisklasse 3: TBS-Dritte triumphiert trotz Unterzahl
11.03.2020

Emre-Can Öncü von der TBS-Dritten (rechts) im Duell mit dem Heistmer Doppeltorschützen Hannes Grossmann.
Emre-Can Öncü von der TBS-Dritten (rechts) im Duell mit dem Heistmer Doppeltorschützen Hannes Grossmann.
„Ich habe Lust darauf, ein bisschen Fußball zu spielen.“ Der eigentliche Betreuer Selcuk Sahin freute sich, dass er am Sonntag das Tor von TBS Pinneberg III hüten konnte. Und dies tat er erfolgreich, denn am Ende feierte die TBS-Dritte mit einem 4:2 gegen den TSV Heist bereits ihren sechsten Heimsieg in Folge. Mit nun 28 Punkten aus erst 15 Partien – alle besser dastehenden Teams haben schon zwei bis vier Spiele mehr absolviert – untermauerten die Kreisstädter als Tabellen-Sechster ihre Ambitionen auf eine vordere Platzierung in der B-Kreisklasse 3.

Auf dem Grandplatz an der Müssentwiete rollte erst mit Verspätung der Ball, da der angesetzte Schiedsrichter nicht erschien. Schließlich erklärte sich Jan Redmann, Torwart des zuvor auf der Sportanlage aktiven FC Union Tornesch III, bereit, einzuspringen. Nach gewissen Eingewöhnungsproblemen drehten die Heistmer die Anteile zunächst zu ihren Gunsten und gingen durch Hannes Grossmann in Führung. Dann wollte TSV-Verteidiger Marvin Schumacher einen Ball aus dem eigenen Strafraum klären und schlug dabei ein Luftloch, ehe der Ball an seine Hand sprang. Redmann entschied auf Handelfmeter, den Burak Sahin flach rechts zum 1:1 nutzte, während sich TSV-Torwart Sebastian Münster für einen Sprung in die andere Ecke entschieden hatte.

Hannes Grossmann sorgte für die erneute Gäste-Führung, als er eine Flanke artistisch aus der Luft pflückte, sich um die eigene Achse drehte und den Ball mit dem zweiten Kontakt artistisch unter die Latte jagte – Sahin sprang vergeblich hoch, das 1:;2 konnte er nicht verhindern. „Absolut sehenswert“ nannte TSV-Trainer Benjamin Wörmcke diesen Treffer. Nach dem Seitenwechsel drehten die Pinneberger die Partie dann aber zügig zu ihren Gunsten, wobei sie davon profitierten, dass die Heistmer „20 Minuten lang völlig fahrig und total planlos agierte“, wie Wörmcke es ausnutzte. Alpay Dobrucali und zweimal Vahdet Calmac brachten die Hausherren mit 4:2 in Front. Selbst nach der Gelb-Roten Karte gegen TBS-Akteur Oguzhan Ciftci sah Wörmcke bei seinen Schützlingen „kein Aufbäumen“, so dass die vierte Auswärts-Niederlage in Folge nicht mehr abzuwenden war. „Mit so einer Einstellung wird es für uns eine lange Rückrunde“, blickt Wörmcke skeptisch in die Zukunft.



[Johannes Speckner]
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