Kreisliga 8: Union-Reserve wieder Erster
04.03.2020

Kevin Bliesch (Tornesch II, rechts) im Duell mit dem<br>Haseldorfer Kevin Bliesch.
Kevin Bliesch (Tornesch II, rechts) im Duell mit dem
Haseldorfer Kevin Bliesch.
Das Bäumchen-wechsel-dich-Spiel an der Tabellenspitze der Kreisliga 8 hat sich zum Restrunden-Start fortgesetzt. Die Gunst der Stunde, dass die Partie des bisherigen Spitzenreiters Holsatia/Elmshorner MTV beim Kummerfelder SV II ausfiel, nutzte der FC Union Tornesch II: Mit einem 5:3-Sieg gegen den TV Haseldorf kehrte die Union-Reserve auf den Platz an der Sonne zurück.

Auf dem Kunstrasenplatz im „Torneum Fußballpark“ erwischten die Haseldorfer den besseren Beginn: „In den ersten 20 Minuten haben sie sich sehr gut verschoben und stark verteidigt“, lobte Union-Coach Christian Sommer den Gegner. TVH-Trainer Benjamin Kälberloh attestierte seinem Team „eine starke Anfangsviertelstunde“, in der es „tief gestanden und schnelle Konter vorgetragen“ habe. Durch einen Blitzstart gingen die Haseldorfer auch mit 1:0 in Führung: Über ihre rechte Seite trugen sie einen guten Angriff vor und Max Krüger spielte in die Mitte, wo Daniel Pump den Ball nicht richtig traf, aber Nikolai Karolewicz aus zwei Metern vollendete – 0:1 (3. Minute).

Den Ausgleich verpasste David Grabke, der nach einem Eckstoß von Kevin Bliesch über die Latte köpfte. Auf der Gegenseite lag allerdings auch das zweite TVH-Tor in der Luft, als Union-Verteidiger Marvin Valera Rojas im eigenen Strafraum erst den Ball verlor und dann unbeholfen Pump zu Fall brachte, Krüger den fälligen Elfmeter aber einen Meter über die Latte jagte (38.). „Schade, ein 2:0 hätte uns mehr Sicherheit gegeben – aber die Tornescher wären sicher auch dazu in der Lage gewesen, einen Zwei-Tore-Rückstand noch zu drehen“, analysierte Kälberloh. Sommer war derweil „froh“, dass es seinen Schützlingen erspart blieb, eine derartige Aufholjagd zu starten: „Wir haben Glück gehabt, dass es zur Pause nur 0:1 stand.“

Unstrittig ist, dass den TVH-Kickern schon in der Schlussphase der ersten Halbzeit die Kräfte ausgingen und die Tornescher konditionelle Vorteile hatten. Deshalb drehten sie das Ergebnis im zweiten Durchgang zügig zu ihren Gunsten: Tim Aufgebauer kam rechts gegen zwei Haseldorfer zum Flanken und David Grabke köpfte am zweiten Pfosten zum 1:1 ein (47.). „Endlich einmal hat er getroffen – und dieses Tor war für uns ein Brustlöser“, so Sommer, der erfreut registrierte: „Danach haben wir gut Druck aufgebaut und aufgrund der zweiten Halbzeit auch verdient gewonnen.“ Nach einer weiteren Bliesch-Ecke scheiterte erst Dennis Sannemann per Kopf, doch Marvin Valera Rojas versenkte den Abpraller aus zwei Metern zum 2:1 (57.).

Als der frisch eingewechselte Bjarne Knust einen Pass von Liga-Leihgabe Phillip Kuschka von halbrechts zum 3:1 in das kurze Eck jagte (73.), dachte Sommer schon, dass „eine Vorentscheidung gefallen sei“. Doch die Haseldorfer kamen zügig zum Anschluss, weil Malte Dombeck einen von rechts kommenden Krüger-Pass zum 2:3 einschob (76.). Das postwendende 4:2 erzielte erneut Knust (79.): Einen 22-Meter-Schuss des „Jokers“ hielt TVH-Torwart Nils Heidmann nicht, „weil der Ball extrem flatterte“, so Kälberloh, der deshalb „ausdrücklich nicht von einem Torhüter-Fehler sprechen wollte“.

Die Gäste kämpften sich aber noch einmal heran. Krüger profitierte bei seinem 3:4 davon, dass ein Tornescher einen hohen Ball nicht klärte (87.). „So haben wir die Partie bis zum Ende offengehalten“, befand Kälberloh, der in der Nachspielzeit alles auf die Karte Offensive setzte. Daraufhin trug die Heim-Elf einen Konter vor, den Tim Aufgebauer mit dem 5:3-Endstand abschloss (93.). „Am Ende zählt, dass wir gewonnen haben“, urteilte Sommer, dem im zweiten Durchgang die Leistungen von Dennis Sannemann und Doppelpacker Knust besonders gut gefielen. Kälberloh sprach Lasse Wiemer ein Sonderlob aus und stellte klar: „Dafür, dass wir eine bescheidende Vorbereitung hatten, war ich mit unserem Auftreten zufrieden.“


[Johannes Speckner]
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