Bezirksliga Süd: HFV verhandelt Fatihspor-Protest
23.05.2008

Bereits am Freitag, 23. Mai, findet beim Sportgericht des Hamburger Fußball-Verbandes um 17 Uhr die Verhandlung über den Protest, den Fatihspor gegen die Wertung der 0:15-Niederlage, die es am vergangenen Sonntag am letzten Spieltag der Bezirksliga Süd beim TSV Neuland kassiert hatte, einlegte.

Wie SportNord bereits berichtete, wurden die Neuländer durch diesen Kantersieg Meister – weil sie bei gleicher Punktzahl und Tordifferenz (!) wie der zweitplatzierte FC Porto mehr Treffer erzielt hatten. Weil sich Fatihspor anschließend in der Öffentlichkeit Manipulationsvorwürfen ausgesetzt sah, legte Obmann Nasif Büyükhan Protest gegen die Spielwertung ein (SportNord berichtete, siehe unten stehenden Link). Wenige Stunden vor der Verhandlung sagte Büyükhan: „Wir haben vom HFV eine E-Mail bekommen, in der der Termin der Verhandlung genannt wurde. Zu 99 Prozent werde ich es schaffen, der Verhandlung beizuwohnen. Mehrere unserer Vorstandsmitglieder werden ebenfalls anwesend sein, und wir sind sehr gespannt, ob das HFV-Sportgericht bemüht sein wird, die Wahrheit herauszufinden, oder ob es ihnen nur darum geht, den Schiedsrichter zu schützen!“

Besagter Schiedsrichter Michael Linke (vom TSV Reinbek), der ebenfalls zur Verhandlung geladen wurde, hatte laut Büyükhan einen Fatihspor-Spieler mit der Roten Karte des Feldes verwiesen – war dann aber nicht dagegen vorgegangen, dass derselbe Spieler, nach der Spiel-Unterbrechung, in der Schlussphase wieder mitwirkte. Büyükhan: „Unser Spieler, der vom Platz geflogen war, hat ebenfalls eine persönliche Vorladung vom HFV bekommen – und vermutlich wird das Sportgericht auch schon heute über das Strafmaß gegen ihn entscheiden!“ Ob Porto-Präsident Fernando da Silva der Verhandlung als Zuschauer beiwohnen wird, ist noch fraglich: „Ich weiß nicht, ob ich es schaffe, denn ich habe am Nachmittag noch einen Termin mit einem Kunden – schade, dass der HFV die Verhandlung schon um 17 Uhr angesetzt hat!“

Fakt ist: Gibt das HFV-Sportgericht dem Protest von Fatihspor statt und wertet die Partie so, wie sie zum Zeitpunkt der von Fatihspor beim Schiedsrichter erbetenen Unterbrechung stand (9:0), wäre Porto aufgrund seiner dann um sechs Treffer besseren Tordifferenz Meister – und Neuland müsste versuchen, den Sprung in die Landesliga in der Aufstiegsrunde der Bezirksliga-Vizemeister zu schaffen. Büyükhan sagte abschließend: „Ich könnte mir auch vorstellen, dass der Verband das Spiel neu ansetzt!“ (JSp)

Link: SportNord-Bericht vom 21.05.2008 über Fatihspor-Protest gegen 0:15-Klatsche bei Neuland

Kommentare zum Artikel:
- RE: Protest (gtop 26.05.2008 09:46)
- RE: Viva Neulandia (gast 24.05.2008 16:30)
- RE: Gegen Rechts (gurkenbibo 24.05.2008 07:52)
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