Aktuell: Der Stand der Dinge
31.05.2005

Hamburgs Amateurvereine können sich im Kampf um Ab- und Aufstieg nicht nur auf die eigene Leistung konzentrieren - es hängt nämlich alles davon ab, wie viele Hamburger Vereine aus der Ober- in die Verbandsliga absteigen. Dies wiederum ist von zwei anderen Fragen abhängig:


Frage 1: Gelingt den SV Werder Bremen Amateuren der Klassenerhalt in der Regionalliga?

Der Bremer Bundesliganachwuchs könnte mit einem Sieg gegen Fortuna Düsseldorf aus eigener Kraft die Klasse halten. Im Falle eines Unentschiedens wären die Bremer ebenfalls gerettet, falls zeitgleich nicht der Chemnitzer FC (gegen Lübeck) und Borussia Dortmunds U23 (bei Preußen Münster) gewinnen. Verlieren der CFC oder die BVB-Amateure, hätte Werders U23 so oder so den Ligaverbleib sicher.
Fakt ist: Steigen die Weserstädter nicht in die Oberliga Nord ab, müssten diese Klasse wiederum höchstens vier Vereine gen Verbandsliga verlassen! Erwischt es die Bremer doch noch, müssten höchstens fünf Oberligisten absteigen.

Antwort: Sonnabend, gegen 15.45 Uhr


Frage 2: Steigt aus der Verbandsliga Schleswig-Holstein ein Verein in die Oberliga Nord auf?

Der SV Eichede, TSV Kropp und die Husumer SV haben sich beim Norddeutschen Fußballverband für die Aufnahme in die vierthöchste Spielklasse beworben. Doch alle drei Klubs wollten eigentlich nur als Meister und nicht als "Nachrücker" aufsteigen. Der Stormarner Dorfklub Eichede ist derzeit nur Tabellensechster, könnte sich höchstens noch um einen Rang verbessern und wird daher wohl nicht aufsteigen wollen. Kropp und Husum dagegen liegen mit jeweils 66 Punkten nur einen Zähler hinterm Spitzenreiter Itzehoer SV. Kropps Pressesprecher Helmut Schimmer erklärte kürzlich: "Vielleicht wagen wir auch als Vizemeister den Sprung, darüber müssen wir noch einmal intern reden".
Fakt ist: Steigt kein Klub aus Schleswig-Holstein in die Oberliga auf, gibt es mit den Meistern der Verbandsligen Bremen, Niedersachsen-Ost und -West nur drei Aufsteiger. Dann müssten, wenn Bremens Amateure nicht in die Oberliga absteigen, im Gegenzug auch nur drei Vereine die Oberliga gen Verbandsliga verlassen. Erwischt es die Werderaner doch noch, müssten vier Oberligisten absteigen.

Antwort auf die Meisterfrage in der Verbandsliga Schleswig-Holstein: Sonnabend, gegen 16.45 Uhr


Fall I: Aus der Oberliga Nord steigen "nur" drei Mannschaften ab:
Mit dem VfB Lübeck II und den beiden Hamburger Traditionsvereinen SC Victoria und SC Concordia wären die drei "Unglücklichen" bereits gefunden.
Mit Vicky und Cordi würden "nur" zwei Oberligisten in die Verbandsliga Hamburg absteigen. Dies hätte zur Folge:
Verbandsliga: Vier Absteiger
Landesliga: Die Relegation der Tabellen-15. entfällt, es steigen jeweils nur die drei Regelabsteiger aus den beiden Staffeln ab.
Aufstiegs-Relegation zur Bezirksliga: Zwei der acht Kreisliga-Vizemeister, nämlich die Sieger der beiden Vierer-Gruppen, steigen in die Bezirksliga auf.
Aufstiegs-Relegation zur Kreisliga: Sechs der acht Kreisklassen-Drittplazierten, nämlich jeweils die drei besten Mannschaften der beiden Vierer-Gruppen, steigen in die Kreisliga auf.


Fall II: Aus der Oberliga Nord steigen zwei Mannschaften ab:
Mit dem VfB Lübeck II und den beiden Hamburger Klubs SC Victoria und SC Concordia stehen drei Absteiger bereits fest. Der vierte Absteiger wäre aller Voraussicht nach der HSV Barmbek-Uhlenhorst - der Traditionsverein, der am letzten Spieltag Meppen empfängt, müsste einen Rückstand von drei Punkten und 22 (!) Toren auf die FT Eider Büdelsdorf (bei Concordia) aufholen - ein so gut wie unmögliches Unterfangen!
Mit Vicky, Cordi und BU würden drei Oberligisten in die Verbandsliga Hamburg absteigen. Dies hätte zur Folge:
Verbandsliga: Fünf Absteiger
Landesliga: Der Tabellen-15. der Hammonia-Staffel ermittelt in einem Relegationsspiel gegen den der Hansa-Staffel einen siebten Absteiger in die Bezirksliga.
Aufstiegs-Relegation zur Bezirksliga: Einer der acht Kreisliga-Vizemeister steigt in die Bezirksliga auf. Die Sieger der beiden Vierer-Gruppen ermitteln den Aufsteiger in einem zusätzlichen Relegationsspiel.
Aufstiegs-Relegation zur Kreisliga: Fünf der acht Kreisklassen-Drittplazierten, nämlich jeweils die zwei besten Mannschaften der beiden Vierer-Gruppen, steigen in die Kreisliga auf. Die beiden Gruppendritten ermitteln den fünften Aufsteiger in einem zusätzlichen Relegationsspiel.


Fall III: Aus der Oberliga Nord steigen fünf Mannschaften ab:
Mit dem VfB Lübeck II und den drei Hamburger Traditionsvereinen SC Victoria, SC Concordia und HSV Barmbek-Uhlenhorst stehen vier Absteiger bereits fest. Als fünften Klub würde es derzeit mit den FT Eider Büdelsdorf einen zweiten schleswig-holsteinischen Verein treffen. Doch wenn Büdelsdorf am letzten Spieltag bei Concordia gewinnt und Meiendorf zeitgleich bei Victoria verliert, wäre der MSV der fünfte Absteiger.
Mit Vicky, Cordi, BU und Meiendorf würden dann vier Oberligisten in die Verbandsliga Hamburg absteigen. Dies hätte zur Folge:
Verbandsliga: Sechs Absteiger
Landesliga: Die Relegation der Tabellen-15. entfällt - beide müssen definitiv absteigen, weil es insgesamt acht Absteiger aus den beiden Staffeln gibt.
Aufstiegs-Relegation zur Bezirksliga: Keiner der acht Kreisliga-Vizemeister würde den Sprung in die Bezirksliga schaffen. Die Relegations-Runde wäre somit eigentlich überflüssig, würde aber ausgespielt werden, falls sich ein Verein von der Verbands- bis zur Bezirksliga noch vom Spielbetrieb zurückzieht.
Aufstiegs-Relegation zur Kreisliga: Vier der acht Kreisklassen-Drittplazierten, nämlich jeweils die beiden besten Mannschaften der beiden Vierer-Gruppen, steigen in die Kreisliga auf.


Anmerkung: In der Oberliga wird der letzte Spieltag bereits am Freitagabend absolviert. Die Verantwortlichen von Hamburgs Amateurklubs sollten sowohl den Meiendorfern (ab 19.00 Uhr im Victoria-Stadion) als auch den Concorden gegen Büdelsdorf (zeitgleich im Marienthal) die Daumen zu drücken - oder zur verbalen Unterstützung am Spielfeldrand stehen.


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