DFB-Pokal: Fünf Amateur-Vertreter in Runde zwei
05.11.2020

Hälft im DFB-Pokal das norddeutsche Fähnlein hoch: Ole Werner, Trainer des Zweitligisten Holstein Kiel.
Am späten Dienstagnachmittag gewann der kriselnde Bundesligist FC Schalke 04 das Erstrunden-Nachholspiel im DFB-Vereinspokal gegen den FC Schweinfurt 05 (Regionalliga Bayern) mit 4:1 und komplettierte damit die Zweite Runde. Diese erreichte immerhin fünfmal das klassentiefere Team – sehr zum Leidwesen der beiden Hamburger Zweitligisten Hamburger SV und FC St. Pauli, die sich unisono eine Pokal-Pleite leisteten. Neben dem Zweitliga-Neuling Eintracht Braunschweig (5:4 gegen Erstligist Hertha BSC Berlin) schafften mit den beiden Drittligisten SG Dynamo Dresden (4:1 gegen Zweitligist Hamburger SV) und SV Wehen Wiesbaden (1:0 gegen Zweitligist 1. FC Heidenheim 1846), den beiden Südwest-Regionalligisten SV Elversberg 07 (4:2 gegen Zweitligist FC St. Pauli) und SSV Ulm 1846 (2:0 gegen Zweitligist FC Erzgebirge Aue) sowie West-Regionalligist Rot-Weiß Essen (1:0 gegen Bundesliga-Neuling DSC Arminia Bielefeld) fünf Teams aus dem „Amateur-Topf“ den Sprung in Runde zwei.

Dass aufgrund der Corona-Krise und des bedauerlichen Umstands, dass keine oder nur sehr wenig Zuschauer zu den Erstrunden-Duellen zugelassen waren, zahlreiche Amateur-Vertreter auf ihr Heimrecht verzichteten und beim Profi-Klub antraten, darunter auch der Hamburger Lotto-Pokal-Sieger FC Eintracht Norderstedt (0:7 beim Bundesligisten TSV Bayer 04 Leverkusen), wirkte sich also zumindest nicht negativ auf die Pokal-Sensationen aus. Zum Vergleich: In der vergangenen Saison 2019/2020 hatten fünf klassentiefere Teams in der Ersten Runde triumphiert. In der Serie davor hatte es im August 2018 sechs Außenseiter-Siege gegeben.

Wenn die Verantwortlichen des Deutschen Fußball-Bundes nun am Sonntag, 8. November die Zweitrunden-Duelle auslosen, ist aus dem hohen Norden nur noch der Zweitligist Holstein Kiel, der in der Ersten Runde den 1. FC Rielasingen-Arlen mit 7:1 abgefertigt hatte, dabei. Die Drittligisten Dynamo Dresden und Wehen Wiesbaden sowie die Viertliga-Vertreter Rot-Weiß Essen, Elversberg 07 und SSV Ulm werden aus dem „Amateur-Topf“ gezogen und genießen somit Heimrecht gegen einen Erst- oder Zweitligisten.

Link: SportNord-Bericht vom 24.08.2020 über den Heimrecht-Verzicht des FC Eintracht Norderstedt

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