DFB-Pokal: Todesfelde spielt im heimischen Dorf
04.09.2020

Blick aus der Vogelperspektive auf den Joda-Sportpark an der Todesfelder Dorfstraße.
Großer Jubel herrschte am Freitag bei den Spielern und den Verantwortlichen des SV Todesfelde: Die Organisatoren um Timo Gothmann haben das Unmögliche möglich gemacht und alle Auflagen, die es vom Deutschen Fußball-Bund, den weiteren Dienstleistern sowie den Ordnungsbehörden gab, erfüllt. „In enger Zusammenarbeit mit den Akteuren ist es gelungen, alle erforderlichen Maßnahmen für eine Austragung des DFB-Pokalspiels am Sonnabend, 12. September um 15.30 Uhr zwischen dem SVT und dem Zweitligisten VfL Osnabrück im Joda-Sportpark zu ermöglichen“, hieß es am Freitagnachmittag in einer Pressemitteilung, die Sönke Ehlers verschickte.

SVT-Teammanager und Organisationschef Gothmann zeigt sich glücklich über die Entscheidung des DFB: „Wir freuen uns außerordentlich, dass uns der DFB, die Sportcast und alle weiteren Beteiligten das Vertrauen schenken, dass wir in Todesfelde es schaffen, ein solches Spiel auszurichten. Besonders freut es mich für die Mannschaft, die nun das größte Spiel der Vereinsgeschichte in ihrem Wohnzimmer, im Joda-Sportpark, bestreiten kann. Die Entscheidung, das Spiel in Todesfelde stattfinden zu lassen, ist auch der Lohn für das Team um das Team, die den Joda-Sportpark in den vergangenen Monaten handwerklich auf einen Topzustand gebracht haben, der ihn nun im besten Lichte erstrahlen lässt. Sie zeigen einen unermüdlichen Einsatz, nehmen sich im Beruf frei und widmen ihre Freizeit dem SV Todesfelde“, sagte Gothmann dankbar. Auch die Zusammenarbeit mit den Behörden habe reibungslos funktioniert: „Wir haben die bestmögliche Unterstützung durch den Kreis Segeberg erhalten. Es war zu merken, dass alles möglich gemacht und wir tatkräftig unterstützt wurden.“

Der Todesfelder Teamchef Sven Tramm, der einst als Verteidiger unter anderem für den SC Concordia sowie den VfB Lübeck aktiv war und vor dem SHFV-Lotto-Pokal schon die Meisterschaft in der Oberliga Schleswig-Holstein sowie das Hallenmasters mit dem Segeberger Dorfklub gewonnen hatte, erklärte: „Meine Jungs haben die perfekte Saison gespielt, das Tripple geholt und werden nun mit der Austragung des DFB-Pokalspiels in Todesfelde belohnt. Wir könnten uns nichts Besseres vorstellen. Möglich wurde das nur durch die harte Arbeit des Organisations-Teams sowie den unzähligen Ehrenamtlern, die alles dafür gegeben haben, uns dieses Spiel vor eigenen Fans und auf eigenem Rasen zu ermöglichen.“

Hauptsponsor Bernd Jorkisch zeigte sich ebenfalls begeistert: „Dass der SV Todesfelde es sportlich geschafft hat, in die Hauptrunde des DFB-Pokals einzuziehen, beeindruckt Schleswig-Holstein und begeistert die ganze HanseBelt-Region. Bewundernswert ist parallel, dass das ehrenamtliche Organisations-Team des Vereins alle Hürden zu nehmen wusste, um das wichtigste Spiel der Vereinsgeschichte in den heimischen Joda-Sportpark zu holen.“ Am Mittwoch, 9. September um 17 Uhr findet im Joda-Sportpark eine Pressekonferenz zum DFB-Pokalspiel mit Tramm, Vereinspräsident Holger Böhm, Mannschaftskapitän Luca Sixtus sowie Teammanager und Organisations-Teamchef Gothmann statt. Diese Pressekonferenz wird live auf der facebook- und Instagram-Seite des SVT übertragen.

Zur Erinnerung: Die Verantwortlichen des FC Eintracht Norderstedt (Regionalliga Nord), der sich durch den Gewinn des Hamburger Lotto-Pokals ebenfalls für den DFB-Pokal qualifiziert hatte, hatten, obwohl ihr Edmund-Plambeck-Stadion die Anforderungen für die Austragung einer DFB-Pokal-Partie viel eher erfüllt hätte, aufgrund des Zuschauer-Ausschlusses und der hohen organisatorischen Kosten einen Heimrechttausch mit dem Bundesligisten TSV Bayer 04 Leverkusen vollzogen (SportNord berichtete, siehe unten stehenden Link).

Link: SportNord-Bericht vom 24.08.2020 über den Heimrecht-Tausch von Norderstedt mit Bayer Leverkusen

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