Aktuell: Kleinere Ligen für den Fall einer Saisonverlängerung?
05.05.2020

Eine klare Meinung hat Michael Fischer,
noch in Diensten des Bezirksligisten FC
Roland Wedel und zukünftig beim SV
Rugenbergen.
Sollten die Verantwortlichen des Hamburger Fußball-Verbandes am Mittwoch, 6. Mai anders, als der Schleswig-Holsteinische Fußball-Verband, der die Saison 2019/2020 in seinen Amateur-Klassen abgebrochen hatte, für eine Fortsetzung der Serie im September votieren. Auch, da der Freistaat Bayern zuletzt schon „für viele Beschränkungen der Vorreiter war“, hält es Michael Fischer, Coach des West-Bezirksligisten FC Roland Wedel, „für möglich“, dass auch der Vorschlag des Präsidiums des Bayrischen Fußball-Verbandes, die Spielzeit ab Anfang September regulär zu beenden, „vom HFV übernommen wird“. BFV-Präsident Rainer Koch erklärte, dass die Saison 2019/2020 auch, um Klagen von Klubs, die bei einer Wertung der aktuellen Tabellenstände benachteiligt werden würden, zu verhindern, „unbedingt regulär beendet werden“ solle (SportNord berichtete, siehe unten stehenden Link).

Fakt ist: Werden die acht in dieser Saison im Hamburger Amateur-Bereich noch offenen Spieltage ab Anfang September absolviert, wäre die Serie selbst bei der Zuhilfenahme von „Englischen Wochen“ erst Mitte Oktober beendet. „Ich sehe große Probleme, da viele Spieler eigentlich im Sommer den Verein wechseln wollen“, so Fischer, der selbst ab dem 1. Juli den Oberligisten SV Rugenbergen trainieren soll – aber, wenn sich der Plan aus Bayern durchsetzt, mit Roland erst noch um den Bezirksliga-Verbleib kämpfen müsste.

Auf ein Saisonende Mitte Oktober müsste laut Fischer „eine mehrwöchige Pause folgen, bevor die Spielzeit 2020/ 2021 beginnen kann“, weil „die neu formierten Mannschaften Zeit zum Einspielen benötigen“ würden. Deshalb richtete der erfahrene Coach für diesen Fall eine klare Forderung an den HFV: „Dann müssten die Spielklassen einmalig für die Saison 2020/2021 auf höchstens zehn Teams verkleinert werden.“ Dafür würde der Wahl-Appener die Anzahl der Landes-, Bezirks- und Kreisligen sowie der Kreisklassen jeweils verdoppeln. „Wenn wir zwei Oberligen, vier Landesligen, acht Bezirksligen, 16 Kreisligen und 16 A-Klassen hätten, könnten die in diesen Ligen spielenden Teams in einer Hin- und Rückrunde im Modus ‚Jeder-gegen-Jeden‘ aufeinander treffen – und dann im Sommer 2021 in die Normalität zurückkehren sprich wieder das bisherige Ligen-System etablieren“, so der Appell von Fischer.

Sollte es im Sommer 2021 Härtefälle geben, dass nicht alle vier Landesliga-Meister oder alle acht Bezirksliga-Meister in die nächsthöhere Etage aufsteigen können, würde Fischer „Aufstiegsspiele zwischen den Staffelmeistern“ anregen. Und für die Einteilungen der Staffeln würde es sich Fischer „ausdrücklich wünschen, dass regionale Aspekte eine Rolle spielen, um weiterhin viele Derbys zu haben.“ Sprich: Die Oberliga sollte beispielsweise in eine West- und Ost-Staffel unterteilt werden. „Und deren Titelträger müssten dann in einem Entscheidungsspiel auf neutralem Platz oder in einem Hin- und Rückspiel den Hamburger Meister der verkürzten Saison 2020/2021 ermitteln“, so Fischer abschließend.


Eine von SportNord vorgenommene, mögliche Einteilung der Teams, die in der Oberliga Hamburg aktuell die Plätze eins bis 16 belegen – den Meiendorfer SV und Bramfelder SV haben wir aufgrund des wahrscheinlichen Abstiegs im September weggelassen –, sowie der heißesten Aufstiegsanwärter aus der Landesliga für die kommende Saison mit zwei Oberliga-Staffeln finden Sie, liebe Leser, hier:


Oberliga West

1. FC Teutonia 05 oder Altona 93 (Absteiger)
2. HSV Barmbek-Uhlenhorst
3. SC Victoria Hamburg
4. Niendorfer TSV
5. Hamburger SV III
6. TuS Osdorf
7. SV Rugenbergen
8. FC Union Tornesch
9. HEBC (Neuling)
10. TuRa Harksheide (Neuling)


Oberliga Ost

1. TuS Dassendorf (Meister)
2. TSV Sasel
3. SV Curslack-Neuengamme
4. Wandsbeker TSV Concordia
5. FC Süderelbe
6. Hamm United FC
7. USC Paloma
8. TSV Buchholz 08
9. VfL Lohbrügge (Neuling)
10. ASV Hamburg (Neuling)

Link: SportNord-Bericht vom 17.04.2020 über die Corona-Pläne des Bayrischen Fußball-Verbandes

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