Regionalliga: Der VfB holt Boland heim
15.03.2020

Die Verpflichtung ihres ersten Neuzugangs für die kommende Saison vermeldeten am Sonnabend die Verantwortlichen des Nord-Regionalligisten VfB Lübeck auf ihrer facebook- und ihrer Internet-Seite. Mit Mirko Boland (32) kommt im Sommer ein gestandener Mittelfeldspieler an die Lohmühle, wo er einen bis zum 30. Juni 2022 laufenden Zwei-Jahres-Vertrag, der sowohl für die Regionalliga als auch für die Dritte Liga Gültigkeit besitzt, unterschrieb. Boland kickt aktuell für den australischen Erstligisten Adelaide United und kehrt im Sommer nach zwei Jahren auf der anderen Seite der Welt nach Deutschland zurück.

VfB-Sportdirektor Rocco Leeser wurde auf der Internet-Seite seines Klubs („www.vfb-luebeck.de“) wie folgt zitiert: „Boland ist vielseitig einsetzbar, er kann sowohl auf der Sechser- als auch auf der Achter-Position und auf den Außenbahnen spielen. Er bringt eine unglaubliche Erfahrung mit und wird ein Leader auf dem Platz und in der Kabine sein, der junge Spieler begleiten und führen kann.“ Wahre Worte, denn mit Eintracht Braunschweig schaffte Boland von 2010 bis 2013 den Aufstieg aus der Dritten Liga bis in die Erste Bundesliga. Allerdings ging es dann für die „Löwen“ und Boland bis 2018 auch wieder zurück in die Drittklassigkeit. Insgesamt absolvierte Boland für die Niedersachsen vom Januar 2009 bis zum Mai 2018, also in neuneinhalb Jahren, 33 Bundesliga-Spiele (ein Tor), 170 Zweitliga-Partien (19 Treffer) und 90 Einsätze in der Dritten Liga (acht Torerfolge). Zuvor war Boland, der in Wesel am Niederrhein geboren wurde, in seiner Jugend beim FC Schalke 04 und MSV Duisburg ausgebildet worden. Bei den „Zebras“ hatte er auch seine erste Herren-Station, kam dort allerdings nur bei der Zweiten Mannschaft zum Einsatz (58 Partien in der Oberliga Nordrhein).

Boland selbst ist voller Vorfreude auf seine Rückkehr nach Norddeutschland und erklärte auf der Internet-Seite seines zukünftigen Arbeitgebers: „Nach dem ersten Austausch mit Timo Neumann und seinen Erzählungen, wie der VfB in Richtung Zukunft blickt und welche Rolle ich dabei einnehmen soll, war mir schnell klar, dass ich richtig Bock habe, ein Teil des Ganzen zu sein. Ich möchte dem Verein helfen, seine Ziele zu erreichen und freue mich auf einen geilen Traditionsclub mit viel Potential. Jetzt drücke ich die Daumen, dass der VfB seinen Traum schon in diesem Jahr verwirklichen kann, ansonsten packen wir es nächste Saison gemeinsam an.“ An seinen bisher einzigen Pflichtspiel-Auftritt auf der Lohmühle dürft Boland gute Erinnerungen haben: Am 17. August 2012 gewann er mit den Braunschweigern in der Ersten Runde des DFB-Vereinspokals mit 3:0 bei den Lübeckern. Und an diesem Sieg hatte Boland entscheidenden Anteil, da er das 1:0 von Kevin Kratz in der 13. Minute vorbereitete sowie das 2:0 nach 67 Zeigerumdrehungen selbst erzielte.

Link: SportNord-Bericht vom 31.01.2020 über den Abschied von Marcel Schelle vom VfB Lübeck

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