Oberliga: Sasel zurück auf der Siegerstraße
09.03.2020

Der Saseler Tolga Celikten (rechts) behauptet den Ball hier vor Union-Kapitän Fabian Tiedemann.
Wie schon Mitte November 2019, so hatte der TSV Sasel auch zuletzt zwei Niederlagen in Folge hinnehmen müssen. Keine einfache Situation für die sonst so erfolgsverwöhnten Kicker vom Saseler Parkweg, das aber am Sonntag auf die Siegerstraße zurückkehrten: Beim letztjährigen Neuling FC Union Tornesch gewann das Team von TSV-Trainer Daniel Zankl mit 4:0. „Die Saseler haben eine sehr, sehr starke Mannschaft und auch finanziell ganz andere Möglichkeiten als wir – deshalb müssen wir ihre Überlegenheit anerkennen“, gestand Union-Coach Thorben Reibe, dessen Elf das Hinspiel am 15. September 2019 im Alfred-Mager-Sportpark sogar mit 0:5 verloren hatte.

Im „Torneum Fußballpark“ gelang es den Torneschern eine halbe Stunde lang, mit einer disziplinierten und laufintensiven Defensivleistung zu verhindern, dass die Saseler sich Torchancen herausspielen konnten. Abgesehen von zwei Fernschüssen fiel den Gästen nicht allzu viel ein. In der 30. Minute kombinierten sich die Saseler dann aber einmal gut in den Union-Strafraum hinein und Jean-Lucas Gerken traf aus spitzem Winkel – 0:1. „Auch ihre zweite Chance haben die Saseler gleich genutzt“, erkannte Reibe neidlos die Effizienz des Gegners an. TSV-Kapitän Timo Adomat sorgte für einen 0:2-Pausenstand (33.). Für den zweiten Durchgang stellte Reibe vom 5-4-1- auf ein 4-4-2-System um und erfreut fest, dass seine Elf „danach am Drücker gewesen“ sei. Bei Schüssen von Maik Stahnke, der nun im linken Mittelfeld agierte, sowie Sören Badermann, der zur zweiten Spitze neben Björn Dohrn wurde, hätte durchaus der Anschlusstreffer fallen können.

„Leider fehlte uns das nötige Spielglück – ansonsten hätten wir noch einmal in die Partie zurückkommen können“, haderte Reibe. Dagegen schlossen die Saseler gleich ihren ersten Konter im zweiten Durchgang mit dem 0:3 ab, das Jonathan Zinn von halblinks aus erzielte (54.). Hierbei gab Union-Keeper Björn Schramm ebenso keine gute Figur ab wie beim 0:4, bei dem er aus seinem Gehäuse herauskam und sich von Stefan Winkel überlaufen ließ (74.). „Schramm trifft aber keine Schuld an der Niederlage“, so Reibe. Der Torwart selbst, der nach einer Operation im Oktober 2019 erst seit anderthalb Wochen wieder trainiert und nur in das Gehäuse rückte, weil sich Stammkeeper Norman Baese beim Warmmachen an seiner Schulter verletzte, gab zu: „Natürlich fehlt mir momentan die nötige Praxis“.

Auch beim Stand von 0:3 hatten die Tornescher weiter nach vorne gespielt und bei einem Schuss von Björn Dohrn, der knapp über die Latte ging (68.), sowie bei zwei Versuchen von „Joker“ Oliver Pracht am Ehrentor geschnuppert. Nach dem 0:4 forderte Reibe seine Schützlinge dann auf, tiefer zu stehen: „Da wollten wir Schadensbegrenzung betreiben.“ Weil der USC Paloma aber „vollkommen überraschend“, so Reibe, mit 2:0 beim FC Teutonia 05 gewann, fielen die Tornescher hinter die „Palomaten“ auf den 15. Platz zurück.


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