Landesliga Hammonia: HEBC gewinnt klar, aber glücklich
09.03.2020

während der Rantzauer Jan-Niklas Rohr (links) nach seinem Eigentor am Boden zerstört war, war HEBC-Stürmer Janosch Rinckens obenauf.
Die nackten Zahlen sprechen eine klare Sprache: Der HEBC gewann am Sonnabend mit einem 3:0 beim SSV Rantzau genauso deutlich, wie am 8. September 2019 beim Heim-Hinspiel. Allerdings hatten die Eimsbütteler dabei Fortuna auf ihrer Seite: „Wir haben eine Menge Glück gehabt“, gestand HEBC-Torwart-Trainer Stefan Knauß. In der ersten Halbzeit kamen die Barmstedter dem Führungstor nämlich mehrmals nahe. So schon in der dritten Minute, als Jannik Ruhser von halbrechts abzog, aber hauchdünn am langen Eck vorbeizielte. Kurz darauf köpfte Jan-Niklas Rohr nach einem Eckstoß über die Latte (8. Minute).

Diskussionen, wann ein Handspiel strafbar ist, gab es nach 18 Zeigerumdrehungen, als der Rantzauer Marvin Jensen den Eimsbütteler Tjorven Köhler „aus vier Metern anbolzte“, wie HEBC-Coach Özden Kocadal es ausdrückte, und dafür von Schiedsrichter Jorrit Friedrich Eckstein-Staben (vom SC Wentorf) die Gelbe Karte sah. Den ebenfalls verhängten Freistoß fing Gäste-Torwart Moritz Junge sicher. Dann verhinderte HEBC-Verteidiger Felix Hackstein das sichere 1:0, als er Jensens Linksflanke vor dem einschussbereiten Till Flemming Bruns klärte (22.). Bei seiner Rettungstat verletzte sich Hackstein an seinem linken Arm, aber er konnte nach einer kurzen Behandlung weiterspielen.

Auch in der Folge störten die SSV-Akteure die Eimsbütteler immer wieder früh, weshalb sich in der ersten Halbzeit nur zwei echte Torchancen für den Spitzenreiter ergaben: Einen Kopfball von Piet Oldag lenkte SSV-Keeper Janik Flint über die Latte (30.) und als Janosch Rinckens nach einem zunächst abgewehrten Eckstoß und der folgenden Linksflanke aus der Drehung abzog, zielte er zu hoch (38.). So wurden die Seiten beim Stand von 0:0 gewechselt und auch im zweiten Durchgang duellierten sich die beiden Teams auf Augenhöhe. In der 66. Minute wurde SSV-Verteidiger Rohr dann zum Unglücksraben, als er eine Linksflanke von Rinckens, der zuvor Jorrit Thieme vernascht hatte, unbedrängt in das eigene Tor lenkte.

Die Hausherren antworteten mit wütenden Angriffen, doch der Ausgleich wollte nicht gelingen. Stattdessen bedeutete Freistoß von Mirko Joscha Wiedemann von der halblinken Position, der durch die Rantzauer Abwehrmauer ging und dabei noch entscheidend abgefälscht wurde, das 0:2 (80.). Kurz darauf setzte sich Fabian Lemke gegen den armen Rohr durch und erhöhte zum 0:3-Endstand (82.). „Wir haben von anderthalb Eigentoren des Gegners profitiert“, befand Knauß, dessen HEBC als Spitzenreiter der Landesliga Hammonia nun schon sieben Punkte vor dem Tabellen-Zweiten TuRa Harksheide (2:2 beim FC Eintracht Lokstedt) liegt und klar auf Kurs sofortiger Wiederaufstieg in die Oberliga Hamburg steuert.

Link: Zur SportNord-Fotogalerie der Partie SSV Rantzau HEBC

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