Bezirksliga West: SCP jubelt, Lurup zittert
02.03.2020

Machte den Sack zu: SCP-Offensivmann Jan Dostal.
Der SC Pinneberg lebt noch – und beim ursprünglich mit Aufstiegsambitionen in die Saison gegangenen SV Lurup müssen die Blicke im Klassement der Bezirksliga West langsam nach unten gehen. Dies sind die Erkenntnisse, nachdem die Kreisstädter am Freitagabend im Stadion am Vorhornweg mit 2:0 gewannen. „Wir haben sehr stark gespielt, allerdings viele gute Torchancen vergeben, weshalb wir bis in die Nachspielzeit hinein um unseren Erfolg bangen mussten“, erklärte Patrick Bethke, der in der Winterpause das Traineramt an der Raa übernommen hatte (SportNord berichtete, siehe unten stehenden Link), nach seinem ersten Pflichtspiel-Sieg als SCP-Coach.

Die Hausherren agierten mit einer Dreierabwehrkette, die es schwer hatte, sich den Pinneberger Angriffen zu erwehren. SVL-Keeper Niklas Wietzke parierte aber wiederholt stark. Auf der Gegenseite stand die Gäste-Verteidigung sehr sicher. „Ich glaube, wir haben in 90 Minuten nur zwei Torschüsse des Gegners zugelassen“, erklärte Bethke. Kurz vor der Pause gingen die Pinneberger in Führung, als ein Freistoß aus dem linken Halbfeld lang auf den zweiten Pfosten geschlagen wurde, wo Dennis Koopmann querlegte zu Christopher Eibl. Der SCP-Stürmer kam zwar nicht selbst zum Abschluss, leitete aber noch einmal weiter zu Reinhard Wagler, der traf – 0:1 (39. Minute). „Nach dem Seitenwechsel hatten wir eine richtig gute Phase, in der wir den Sack hätten zumachen müssen“, erklärte Bethke. Doch Christian Koster verzweifelte an einer sensationellen Fußabwehr von Wietzke, Eibl jagte den Ball aus fünf Metern über die Latte und weitere Gelegenheiten wurden von den Gästen ebenfalls vergeben. „Da hätte es mindestens 2:0, eigentlich schon 3:0 für uns stehen müssen“, sinnierte Bethke.

Ab der 70. Minute riss die Heim-Elf das Geschehen dann an sich und drängte auf den Ausgleich. Dieser lag auch in der Luft, doch SCP-Keeper Tim Kleinworth war wie sein Gegenüber gut aufgelegt und Fabian Jensen rettete einmal in höchster Not auf der eigenen Torlinie, woraufhin mehrere Mitspieler zu ihm liefen und ihm gratulierten. In der zweiten Minute der Nachspielzeit, als die Luruper alles auf die Karte Offensive setzten und Wietzke vom Torwart zum Stürmer umfunktionierten, eroberte SCP-Akteur Thies Raschke im Mittelfeld einen Ball und passte steil zu Jan Dostal, der freie Bahn hatte und von der Strafraumgrenze aus in das verwaiste Gehäuse vollendete.

„Die Stimmung nach diesem Sieg war überragend“, so Bethke, der berichtete: „Wir saßen bis 23.15 Uhr in unserer Kabine und haben gefeiert, bis die Luruper Verantwortlichen kamen und uns baten, zu gehen, weil sie abschließen wollten.“ Während ihrer Siegesfeier schworen sich die SCP-Kicker auch darauf ein, dass sie „definitiv nicht absteigen werden“. Diesen Worten müssen sie am kommenden Freitag, 6. März gegen die SV Lieth die nächsten Taten folgen lassen, denn als Vorletzter haben sie noch immer acht Punkte Rückstand auf den rettenden 13. Rang. Die Luruper sollten nach elf sieglosen und zuletzt drei verlorenen Partien in Folge bei sechs Zählern Vorsprung auf die Abstiegszone ebenfalls bald wieder punkten, um nicht in die Bredouille zu geraten.


Link: SportNord-Bericht vom 20.01.2020 über das Trainer-Engagement von Patrick Bethke beim SC Pinneberg

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