Kreisliga 8: Dieckmann und Leowald im Doppelpack-Duett
02.03.2020

Zum Tanz kommt es hier zwischen der Uetersener Liga-
Leihgabe Marley Gothe (links) und dem Heidgrabener
Doppel-Torschützen Lasse Leowald.
Fast wie zuhause fühlt sich Michael Schippmann auf dem Sportgelände des Heidgrabener SV – nicht nur, weil dies der Nachbarverein ist, sondern auch, weil sein Sohn Luca Schippmann schon seit Jahren für die Drittvertretung des „kleinen HSV“ als Außenverteidiger aktiv ist. Am Freitagabend gastierte Schippmann senior aber als Gegner, nämlich als Coach von Rasensport Uetersen II, auf dem Kunstrasenplatz an der Uetersener Straße. Am Ende verloren die Rosenstädter das Reserve-Derby der Kreisliga 8 bei Heidgraben II mit 3:4 und Michael Schippmann gab zu: „Die Niederlage war nicht unverdient, aber wir hätten durchaus auch einen Punkt mitnehmen können.“ Dagegen nannte HSV-Coach Frank Rockel den Sieg seines Teams nicht nur „verdient“, sondern er hätte für seinen Geschmack „noch deutlicher ausfallen müssen“.

Zunächst begannen die Gäste stark. „Wir haben in der Anfangsphase mehr Spielanteile gehabt und uns taktisch gut verhalten“, befand Michael Schippmann. In der 23. Minute gingen aber die Hausherren in Front: Nach einem langen Pass von zog Lasse Leowald von links nach innen und traf. Auch das 2:0 ging auf das Konto von Leowald, der von links eigentlich in die Mitte flanken wollte – doch dann senkte sich der Ball über Gäste-Keeper Alexej Schmidt hinweg in das lange Eck (31.). Lennart Boisen brachte die Rosenstädter aber wieder heran (33.). Beim Stand von 2:1 ging es in die Pause, weil die Heidgrabener „mehrmals nur das Aluminium trafen“, wie Frank Rockel klagte. Fabian Hlede hatte Pech bei einem Lattenschuss und Ben Dieckmann traf nicht nur den Pfosten, sondern er zielte einmal auch hauchdünn am langen Eck vorbei. Zudem haderten die Hausherren mit Schiedsrichter Bastian Basler (vom SV Rugenbergen), dessen Pfeife stumm blieb, als Marlon Rockel unfair von einem Uetersener gestoppt wurde. „Das war ein klares Foul“, echauffierte sich Frank Rockel, Vater und Trainer von Marlon Rockel.

Die Intensität und das Tempo des Nachbarschaftsduells nahmen nach dem Seitenwechsel zu. Dieckmann nutzte einen Fehlpass der Gäste und eine darauffolgende Flanke zum 3:1 (51.). Wenig später verkürzte der aufgerückte Gäste-Verteidiger Yannic Krass nach einem Eckstoß von Matthias Stubben erneut für die Rosenstädter (2:3/56.), die sich dann über den Referee ärgerten, der „ein klares Foul an Marley Gothe übersah“, wie Michael Schippmann schimpfte. Daraufhin legte sich Dieckmann aus abseitsverdächtiger Position einen weiteren langen Rehder-Pass am herausstürzenden Schmidt vorbei – 4:2 (70.). Nach Boisens Rechtsflanke nickte der eingewechselte Florian Hilmer am langen Pfosten ein (3:4/79.), doch den Ausgleich konnten die Uetersener nicht mehr erzielen. „Auch, weil der Unparteiische trotz sieben Treffern und fünf Spielerwechseln nur 30 Sekunden nachspielen ließ“, wie Michael Schippmann monierte. Dass sich seine Elf „ein klares Chancen-Plus erspielte“ nannte Frank Rockel „umso bemerkenswerter“, da die Rasensportler mit Gothe, Artur Koziol, Schmidt und Kirill Shmakov vier Leihgaben ihrer Ersten Mannschaft, die in der Bezirksliga West spielfrei hatte, aufboten.

Link: Zur SportNord-Fotogalerie der Partie Heidgrabener SV II – Rasensport Uetersen II

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