A-Kreisklasse 5: Die nächste Heimpleite für Borstel
12.02.2020

Der Moorreger „Joker“ Leon Prange (rechts) hat den Ball am Borsteler Jan Schmidt vorbei gespielt. Links TuS-Akteur Jaber Abbasi.
So gut der TuS Borstel im vergangenen Sommer in die aktuelle Saison in der A-Kreisklasse 5 gestartet war, nämlich mit drei Zu-Null-Siegen in Folge, so schlecht begann nun das Jahr 2020 für die Borsteler. Zwei Wochen nach einem 0:7 gegen den SC Egenbüttel III verlor das Team von TuS-Trainer Patrick Oppermann nun am Sonntag auch sein zweites Nachholspiel deutlich – gegen den Moorreger SV lautete der Endstand 2:6. Komplett entgegengesetzt ist die Entwicklung beim Gegner: MSV-Coach Frank Bielfeldt registrierte erfreut, dass sein Team damit „auch das dritte Rückrunden-Spiel gewann“ und somit „fünf Zähler mehr als in der Hinrunde gegen dieselben drei Gegner holte“.

Auf dem Rasenplatz an der Quickborner Straße, der in einem gut bespielbaren Zustand war, betrieben die MSV-Kicker allerdings „wieder einen extremen Chancenwucher“, wie Bielfeldt haderte. So vergaben Hauke Heidorn (1. Minute) sowie Christian Posern (4./25.) beste Gelegenheiten und ein Tor von Julian Babecki, der wegen seiner Schnelligkeit den Vorzug vor Leon Prange erhalten hatte, zählte wegen einer angeblichen Abseitsstellung nicht (17.). Nach 19 Zeigerumdrehungen gelang Victor Elfreich aber das 1:0, als er eine von den Borstelern geklärte Linksflanke von halbrechts aus versenkte. Die Hausherren fanden aber die passende Antwort: Jaber Abbasi egalisierte mit dem ersten gefährlichen Angriff – zuvor hatte MSV-Keeper Daniel Rosenzweig lediglich einmal eine Flanke abfangen müssen – zum 1:1 (27.). Niklas Kock brachte die Moorreger wieder in Front, als er nach einer Rechtsflanke den 1:2-Pausenstand herstellte (36.).

In der Kabine forderte Bielfeldt von seinen Schützlingen „mehr Konsequenz im Abschluss“. Tatsächlich fiel kurz darauf das 1:3, als Heidorn nach Poserns Pass zunächst aus Nahdistanz TuS-Torwart Matthias Schütt anschoss, aber Babecki den Abpraller versenkte (49.). „Aus dem Nichts“, so MSV-Betreuer Stefan Puttmann, fiel der 2:3-Anschlusstreffer: Nachdem Rosenzweig einen laut Bielfeldt „sehr strittigen“, von Schiedsrichter Michael Maier (vom SV Rugenbergen) für ein angebliches Handspiel verhängten Freistoß nicht festhalten konnte, lief kein Moorreger dem Abpraller entgegen, während drei Borsteler nachsetzten, von denen Jascha Hintze der schnellste war und traf (61.). Nun witterte die Heim-Elf natürlich Morgenluft, aber die Gäste spielten ihren Stiefel ruhig weiter herunter und Bielfeldt bewies ein gutes Händchen, als er Leon Prange einwechselte, denn der „Joker“ stach prompt und schoss das vorentscheidende 2:4 (70.).

Zuvor war Posern weggecheckt worden, woraufhin Bielfeldt Schlimmstes („Einen Schlüsselbeinbruch oder eine Schultereckgelenkssprengung“) befürchtete, beim Arztbesuch aber „nur“ eine schwere Prellung diagnostiziert wurde. Nach weiteren vergebenen Chancen erhöhte Niklas Kock nach Leon Pranges Rechtsflanke auf 2:5 (85.). Kurz darauf kam Finn Cornils nach Leon Pranges Eckstoß von der rechten Seite in der Mitte vor dem herausstürzenden Schütt zum Kopfball, den der Borsteler Sebastian Pfeiffer in höchster Not auf der eigenen Torlinie klärte. Nach dem nächsten Eckball der Gäste, der erneut von Leon Prange und von der rechten Seite hereingeschlagen wurde, war es dann der ebenfalls eingewechselte Jonas Kaiser, der die Kugel aus 25 Metern mit einer satten Direktabnahme zum 2:6-Endstand versenkte. „Damit war das letzte Tor des Tages auch das schönste“, stellte Bielfeldt abschließend fest.

Link: Zur SportNord-Fotogalerie der Partie TuS Borstel – Moorreger SV

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