Landesliga Hammonia: Rinckens erlegt die Rantzauer
09.09.2019

Janosch Rinckens (links), der zwei der drei HEBC-Tore erzielte,
enteilt hier dem Rantzauer Jannik Ruhser.
Blütenweiß bleibt die Weste des HEBC, der am Sonntag mit einem 3:0 gegen den SSV Rantzau auch sein siebtes Saisonspiel in der Landesliga Hammonia gewann. Damit bestand die Elf von HEBC-Coach Özden Kocadal auch ihre möglicherweise bisher schwerste Prüfung in dieser Serie, während das Team von HEBC-Trainer Marcus Fürstenberg erstmals in dieser Saison ein Punktspiel verlor. „Da wir keinerlei Druck haben, was eine Spitzenplatzierung angeht, können wir auch mit Niederlagen umgehen“, ging Otto Hartlieb, Sportlicher Leiter der Fußballer aus der Schusterstadt, mit diesem Umstand gelassen um. Die Rantzauer sind nun voller Vorfreude auf das nächste Topspiel, zu dem sie am Sonntag, 15. September um 15 Uhr Fürstenbergs Ex-Klub TuRa Harksheide empfangen.

Auf dem Professor-Reinmüller-Kunstrasenplatz begannen die Rantzauer nicht schlecht: Sie hatten zu Beginn des Topspiels sogar eine Drangphase, während der Christoph Bendix von halbrechts aus aber nicht richtig zum Abschluss kam (3. Minute) und auch eine Eckstoß-Serie nichts einbrachte, obwohl HEBC-Keeper Patrick Meins unter einer Ecke hinweg tauchte (6.). Nicht eingreifen musste Meins, als SSV-Kapitän Till Flemming Bruns nach einem weiteren Eckstoß von halblinks aus 18 Metern abzog und knapp links vorbei zielte (17.). Nach 20 Zeigerumdrehungen traten dann auch die Eimsbütteler erstmals offensiv in Erscheinung. Janek Wrede kam noch nicht richtig an eine Rechtsflanke heran und Jorma Eggers köpfte nach einer von links kommenden Ecke knapp am langen Pfosten vorbei (21.), ehe in der 23. Minute der Führungstreffer fiel: Janosch Rinckens vernaschte vor dem linken Strafraumeck den Rantzauer Jan-Niklas Rohr und schlenzte den Ball dann in das lange Eck – Gäste-Keeper Malte Ladehof streckte sich vergeblich.

Die Barmstedter hätten schnell zum Ausgleich kommen können. Doch erst zielte der agile Bendix aus 20 Metern knapp rechts vorbei (25.), ehe Björn Lefenau nach einer herrlichen Kombination von rechts satt, halbhoch abzog, Meins den Ball aber stark abwehrte, bevor er im langen Eck einschlagen konnte (28.). Statt 1:1 stand es kurz darauf 2:0, was wie folgt zustande kam: Rinckens behauptete zentral im SSV-Strafraum den Ball gegen Rohr und legte dann nach links ab zu Eggers, der flach unter dem herausstürzenden Ladehof hinweg einschoss (29.). Sogar das schnelle 3:0 wäre möglich gewesen, doch einen Versuch von Fabian Lemke blockte Rohr noch auf Kosten eines Eckstoßes ab. Kurz darauf war für den dieses Mal unglücklich agierenden Rohr aber vorzeitig Feierabend und Fürstenberg wechselte Tim Pepe Hartlieb für ihn ein. Als Lefenau im HEBC-Strafraum in guter Schussposition zu lange zögerte und Eggers rustikal klärte, reklamierten die Gäste vergeblich auf Elfmeter – Schiedsrichter Tim Kossek (vom SC Wentorf) entschied richtigerweise auf Weiterspielen (41.). Weil Rinckens von halblinks aus nur Ladehof anschoss (42.), hatte das 2:0 bis zur Pause Bestand.

Nach einer deutlichen Kabinen-Predigt von Fürstenberg kehrten die SSV-Kicker mit guten Vorsätzen auf den Platz zurück. Doch dann leisteten sie sich prompt den nächsten Fehler, den erneut Rinckens ausnutzte: Nach einem Ballverlust der Gäste vor der eigenen Abwehr hatte er links viel Platz und schoss zum 3:0 ein (48.). Dies bedeutete zwar eine Vorentscheidung, doch die Barmstedter versuchten es mit dem Mute der Verzweiflung weiter – einmal mehr ein Beleg dafür, dass es in der Mannschaft von der Düsterlohe stimmt. So kombinierten sich die Gäste noch einige Male in den HEBC-Strafraum und bei einem Lattenkopfball von Tim Pepe Hartlieb fehlten nur Zentimeter zum Ehrentreffer. So machte Rinckens einmal mehr den Unterschied aus: Er erlegte die Rantzauer und führt nun die Torjägerliste der Hammonia-Staffel zusammen mit Fernando Roesler (vom Niendorfer TSV II) sowie Niklas Schulz (Harburger TB), die nach sieben Spielen ebenfalls jeweils sieben Treffer aufweisen, an.


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