Bezirksliga West: Erste Niederlage für die FCA-Reserve
09.09.2019

Dieses Foul am Kummerfelder Torben Hein (Mitte), das knapp innerhalb des Strafraums war, übersah Schiedsrichter Marvin Repke (rechts).
Eine neue Erfahrung, auf die sie gerne verzichtet oder zumindest noch etwas länger gewartet hätten, machten die Spieler und die Verantwortlichen des FC Alsterbrüder II am Sonntagmittag: Nach zuvor fünf Siegen und einem Unentschieden verloren sie mit einem 0:4 gegen den Kummerfelder SV nicht nur erstmals in dieser Saison, sondern auch erstmals überhaupt in der Bezirksliga. Dadurch musste der starke Neuling nach vier Wochen auf dem ersten Platz auch die Tabellenführung wieder an Rasensport Uetersen, das anschließend beim Heidgrabener SV mit 8:1 triumphierte, abgeben und rutschte auf den vierten Rang ab.

KSV-Coach Nils Hachmann hatte seine Schützlinge für das Gastspiel auf dem Kunstrasenplatz an der Gustav-Falke-Straße taktisch perfekt eingestellt: Sie standen sicher in der eigenen Abwehr, wo sie sehr zweikampfstark agierten, und trugen immer wieder schnelle Konter vor. Bei einem solchen wurde Torben Hein im FCA-Strafraum gefoult (Foto), doch die Pfeife von Schiedsrichter Marvin Repke (vom Harburger TB) blieb stumm (20. Minute). Zu diesem Zeitpunkt führte das Team vom Ossenpadd allerdings schon mit 1:0, weil Torben Hansen früh den starken FCA-Keeper Tore Lukas Dombrowski per Kopf überwunden hatte (6. Minute). Der KSV-Kapitän schnupperte sogar am Doppelpack, doch sein schöner Drehschuss sprang vom Innenpfosten in das Feld zurück. So konnten sich die Alsterbrüder, die ihrerseits auch bemüht waren und immer wieder Angriffe, vor allem über ihren rechten Flügel, vortrugen, mit dem 0:1-Pausenstand noch glücklich schätzen.

Nach dem Seitenwechsel machten die Gäste dann aber schnell Nägel mit Köpfen. Hachmann bewies einmal mehr ein gutes Händchen, als er Dominic Lemcke und Leif Lembcke für Hein sowie Jonas Lienau einwechselte. Denn als noch die erste Minute des zweiten Durchgangs lief, setzte sich Dominic Lemcke stark im FCA-Strafraum durch und versenkte den Ball exakt neben den Pfosten (0:2/46.). Und nur neun Zeigerumdrehungen später stach auch der zweite „Joker“: Leif Lembcke, der Fast-Namensvetter des zweiten Kummerfelder Torschützen, verwertete einen perfekten Pass zum 0:3 (55.), das einer Vorentscheidung gleichkam. In der 74. Minute verwandelte Aleks Basta, der eine Woche zuvor erstmals einen Elfmeter vergeben hatte, dann noch einen Strafstoß sicher zum 0:4-Endstand. Bemerkenswert: Am vorherigen Sonntag hatten die Kummerfelder beim FCA-Nachbarn SC Sternschanze II sogar mit 5:0 gewonnen (SportNord berichtete) – Auswärtsspiele in Hamburg scheinen Hachmanns Elf also zu liegen …

Martin Gerke als Erfolgscoach der FCA-Reserve, seine Schützlinge und die anderen Verantwortlichen des Heim-Teams nahmen die Premiere-Niederlage sportlich-fair: Der Umgang aller Anwesenden miteinander, auch mit den Kummerfeldern, war sehr harmonisch.


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