Bezirksliga Süd: Stellungnahme der St. Pauli-Vierten
05.03.2019

Christian Köpke trainiert die
Vierten Herren des FC St. Pauli.
Darüber, dass der FC St. Pauli IV zum Restrunden-Start der Bezirksliga Süd einen 2:1-Sieg gegen Zonguldakspor feierte, kam an der Feldstraße keine richtige Freude auf. Zu unschön waren die Begleitumstände – denn es soll neben verbalen Entgleisungen von Spielern und Anhängern des Gäste-Teams auch körperliche Attacken gegeben haben, bei denen sich St. Paulis Co-Trainer Jörg Steffen schwer verletzte.

Anschließend veröffentlichten die Verantwortlichen der Vierten Herren des Kiez-Klubs eine Stellungnahme auf ihrer facebook-Seite – interessanterweise ohne dabei den Namen ihres Gegners zu nennen. Hier der Wortlaut der Stellungnahme:


„Sehr geehrte Gegner von gestern – und morgen,

wir sind keine Nazi-Nigga, Kartoffel-Kanaken oder schwule Hurensöhne – eine kleine Zusammenfassung der gestrigen Beleidigungen von Gegenspielern und deren Fans.

Wir sind Fußballspieler vom FC St. Pauli, keine professionellen, aber recht faire – sogar mit der Auszeichnung als fairste Hamburger Bezirksligamannschaft der Hinrunde 2018/2019 (Anmerkung der Redaktion: SportNord berichtete, siehe unten stehenden Link).

Wir verstehen, dass Fußball voller Ehrgeiz und Provokation steckt, da können auch Amateure richtige Profis sein.

Wir haben aber absolut kein Verständnis, wenn Beleidigungen die Werte von St. Pauli angreifen, es handgreiflich wird, einer unserer Spieler zu Boden getreten wird und weitere Tritte in den Rücken erhält oder unserem Co-Trainer ein Kick verpasst wird, so dass sein Sprunggelenk gebrochen ist und zwei OPs die Folgen sind. Kein Verständnis!
Wir sind zwar zum ersten Mal Opfer derartiger Angriffe, doch diese Vorfälle dürfen nicht in den unzähligen Sportgerichtsverhandlungen untergehen. Deshalb haben wir uns für dieses öffentliche Statement entschieden.

In Zukunft setzen wir ein Zeichen auf dem Platz und werden solche Spiele abbrechen, denn wir teilen unser geliebtes Hobby Fußball nicht mit diesen Menschen.
Unsere Meinung ist: Jede Mannschaft hat das Recht auf Abbruch.

Brecht ab, bevor es eskaliert. Kommt als Team zusammen und entscheidet gemeinsam, ob ihr unter diesen Umständen weiterspielen wollt. Nehmt die Entscheidung den Schiedsrichtern ab, die schon genügend aushalten müssen.

Schützt euch, das Team, die Fans und den Amateurfußball. Denn wir müssen morgen alle wieder arbeiten. Nur unser Jörn kann es leider nicht – gute Besserung!

Eure FC St. Pauli 4. Herren“

Link: SportNord-Bericht vom 19.02.2019 über den Triumph des FC St. Pauli IV in der Bezirksliga-Fairplay-Wertung

Kommentare zum Artikel:
- Bitte??? (tsunami-kalle 05.03.2019 20:51)




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