Oberliga: Meiendorf verliert in letzter Sekunde gegen Concordia
10.02.2019

Vor dem aktuellen Start nach der Winterpause belegte der Meiendorfer SV Rang 13 der Tabelle. Der WTSV Concordia mit einem Punkt (21) weniger rangierte als 15. der Tabelle auf dem ersten Nichtabstiegsplatz vor dem SC Condor (18 Punkte).
Eine gewisse Brisanz nun im direkten Aufeinandertreffen beider Protagonisten auf dem Rasenplatz an der B75 im ersten Spiel der Oberliga-„Restrunde“ war also gegeben.

Entsprechend nervös und von vielen Fehlern auf beiden Seiten geprägt verlief dann auch der erste Spielabschnitt. Nach ereignislosen ersten 15 Minuten führte dann der erste sehenswerte Angriff der Marienthaler zu deren 1:0 Führung. Theodoros Ganitis setzte mit einem feinen Zuspiel Benjamin Bambur rechts im Strafraum in Szene. Bambur umkurvte elegant MSV-Keeper Briant Alberti und bediente dann den am langen Pfosten lauernden Maurizio D´Urso, der dann problemlos vollenden konnte (16.).
Nur 120 Sekunden später war es Meiendorfs Lawrence Schön, der mal aus 25 Metern abzog, Cordis Keeper Frederic Böse sah den Ball spät, ließ ihn abprallen. Doch eine Abseitsstellung ließ die aufkeimende Torchance verpuffen. Meiendorf war nun besser im Spiel, drückte den Gegner in deren eigene Hälfte, blieb aber offensiv zu zahnlos. Can Düzel sprang der Ball in aussichtsreicher Position zu weit vom Fuß (25.) und Martin Fedai misslang eine Direktabnahme aus 14 Metern (26.). Viel Aufwand, wenig Ertrag beim Heimteam, das zudem noch kurz vor der Pause das verletzungsbedingte Aus von Martin Fedai verkraften musste, den es bös erwischt hatte (evtl. Bänderriss im linken Fuß – gute Besserung an dieser Stelle!).

Dass an diesem Nachmittag überwiegend mehr Fußball gearbeitet als gespielt wurde, setzte sich dann auch im zweiten Durchgang fort. Dass dabei auch die schwierigen Platzverhältnisse eine Rolle spielten ist unbestritten. Kämpferisch legten indes beide Teams nun noch mehr in die Waagschale und sorgten für weit mehr Unterhaltung für die gut 200 Zuschauer als in den ersten 45 Minuten.
Um ein Haar hätte Haci Gündogan mit einem satten Schuss links im Cordi-Sechzehner für den Ausgleich gesorgt (50.). Doch der Außenpfosten hatte etwas dagegen. Es folgten einige Minuten, in denen Concordia den Sack frühzeitig hätte zumachen können. Chris Heuermann machte dazu den ersten Schritt, als ihm auf der rechten Seite der Ball vor die Füße sprang und er diesen dann präzise zum 2:0 ins lange Eck setzte (52.). Kurz zuvor hatte Lucas Vierling bereits das 2:0 auf dem Kopf, verpasste aber nur knapp. Heuermann ließ mit zwei vergebenen Chancen (56./59,) den Sack dann aber doch offen. Als dann Michael Sara einen Freistoß von der linken Strafraumgrenze scharf zum 1:2 Anschlusstreffer ins kurze Eck veredelte (66.), nachdem kurz zuvor Marcin Hercog mit der Ampelkarte des Feldes verwiesen worden war (63.), kam wieder Spannung auf. Cordis Überzahl wehrte nur sechs Minuten, denn dann sorgte die Gelb-Rote Karte für Ganitis wieder für personellen Gleichstand.
Meiendorf setzte nun klar die Akzente gegen leicht ins Schwimmen geratene Gäste. Can Düzel war aus 10 Metern das Glück nicht hold. Der linke Pfosten und Keeper Böse, der noch dran da, rettete den Concorden die fragile Führung (84.). Dann aber in der 90. Minute trat der nimmermüde Michael Sara noch einmal halblinks an. Böse im Tor der Gäste konnte seinen Schuss abwehren, wobei der Ball maßgerecht zu Joker Andrej Blum kam, der dann unvermittelt abzog und so zum 2:2 ins lange Eck traf. Die Erleichterung auf Meiendorfer Seite war mit Händen zu greifen. Doch es folgte die Nachspielzeit, in der Maurizio D’Urso zum gefeierten Mann der Concorden avancierte. Sascha De La Cuesta zog noch einen Angriff auf, legte den Ball rechts auf Kevin Zschimmer (kam nach 74 Minuten für Heuermann), dessen technisch perfekte Außenrist-Flanke präzise D’Urso erreichte, der per Kopf den Lucky Punch für Concordia besorgte (90.+4). Verständlicher Jubel bei den Gästen, Niedergeschlagenheit beim Meiendorfer SV, der sich den einen Punkt wohl verdient gehabt hätte, aber mit der Phrase leben musste, dass ein Spiel erst mit dem Abpfiff des Schiedsrichters beendet ist.

So war es am Ende ein Auftakt nach Maß für Concordia, das sich durch den schwer erkämpften Sieg ein wenig Luft in der unteren Tabellenhälfte verschaffen konnte.





hvp



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