Kreisklasse 3: Für die HT 16 II ist der Aufstieg Pflicht
13.06.2016

Zufrieden blickte Mehran Harbehband, Verantwortlicher der HT 16 II, auf den Trainingsplatz, als in der vergangenen Woche die ersten Übungseinheiten der Vorbereitung auf die kommende Saison 2016/2017 absolviert wurden. „Wir haben uns deutlich verstärkt“, sagte Harbehband über das Reserve-Team der HT 16, das zuletzt als Tabellen-Zehnter der Kreisklasse 12 die Qualifikation für die neue A-Kreisklasse geschafft hatte und dort vom Hamburger Fußball-Verband in die Staffel 3 eingeteilt worden war.

„Die Mannschaft, die wir in der neuen Serie ins Rennen schicken, ist richtig stark“, sagte Harbehband mit Blick darauf, dass fünf Spieler vom SV Muslime, vier vom Hamm United FC III und drei von der FTSV Lorbeer Rothenburgsort II, die allesamt bisherige Staffel-Rivalen sind, kamen. Zudem wurden vier Akteure vom Kreisliga-Absteiger FC Haak Bir sowie ein Spieler von der FSV Harburg-Rönneburg (Kreisklasse 9) an die Legienstraße gelockt. „Jetzt versuchen wir, mit unserem neu formierten Team den Aufstieg in die Kreisliga zu schaffen“, so Harbehband, der nicht lange um den heißen Brei herumredete: „Der Sprung in die Kreisliga ist Pflicht, weil die Qualität, die unsere Spieler haben, enorm hoch ist!“ Neben der Qualität ist auch die Quantität hoch: „Aktuell haben wir 30 Spieler im Kader ‒ da werden sicher noch einige Akteure ausgemustert“, erklärte Harbehband.

Die Hauptaufgabe für das neue Trainerteam (Sadik Özdeser und sein Bruder Saadetin kamen ebenfalls von Haak Bir zur HT 16) wird es nun sein, aus den vielen guten Spielern eine Mannschaft zu formen. „Wir müssen schnell eine homogene Einheit werden ‒ deshalb haben wir ja auch schon so früh mit dem Training begonnen, damit wir ausreichend Zeit für diesen Prozess haben“, erläuterte Harbehband die Vorgehensweise seines Klubs. Bereits am Sonntag, 19. Juni soll zudem das erste Testspiel steigen, wenn die HT-Reserve an der Legienstraße den SC Alstertal-Langenhorn III empfängt. „Zudem sind weitere Vorbereitungsspiele gegen den VfL 93 Hamburg und den TuS Germania Schnelsen vereinbart worden“, erklärte Harbehband, der diesen Partien bereits entgegenfiebert: „Es kribbelt schon wieder richtig ...“

Wie schon in der jüngsten Vergangenheit, so wird es auch in der nächsten Saison keine allzu enge Zusammenarbeit mit der Ersten Mannschaft der HT 16 geben. „Ich weiß, dass unsere Liga-Mannschaft sich ebenfalls gut verstärkt und auch das Ziel hat, in der Kreisliga 4 oben mitzuspielen“, so Harbehband, der klarstellte: „Beide Teams bleiben zunächst einmal weiterhin für sich. Wir wären offen für eine Zusammenarbeit, doch aktuell wurde darüber noch nicht gesprochen ‒ also ist das alles noch ferne Zukunftsmusik.“ Gegenwärtig ist Harbehband froh, neben dem Hauptsponsoren, einer Hamburger Sprachschule, auch noch eine Kooperation mit einem Sportausrüster eingegangen zu sein. „Dieser Anbieter ist unter anderem für die Beflockung der Trikots des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach zuständig und wird nun auch uns mit Sportmaterialien ausrüsten“, freute sich Harbehband.

Die jüngst von Verantwortlichen von Hamm United geäußerten Vorwürfe, dass die HT 16 II durch ihre Abwerbungsversuche die Schuld am Zusammenbruch der bisherigen Dritten HUFC-Mannschaft trage, wies Harbehband zurück: „Wir haben vier Spieler von Hamm United geholt, darunter mit Andre Götze einen Akteur, der nur mit Zweitspielrecht in Hamburg aktiv ist. Götzes Erstspielrecht liegt in Brandenburg und deshalb hätte er nach dem Aufstieg des HUFC in der Kreisliga gar nicht mehr für Hamm United spielen können, weil der Hamburger Fußball-Verband Akteure mit Zweitspielrecht nur in der Kreisklasse zulässt ...“ Somit bleiben nach Harbehbands Rechnung „nur noch drei Akteure übrig, die Hamm United III aus freien Stücken verlassen haben“, und er kommt zu dem Schluss: „Danach wäre das Team der Hammer meiner Meinung nach immer noch groß genug gewesen, um am Leben zu bleiben und weiter am Spielbetrieb teilzunehmen!“

Zudem stellte Harbehband klar, dass die Äußerungen, sein Team würde Spieler mit Geld ködern, „völliger Schwachsinn“ seien: „Richtig ist, dass es uns dank unserer Sponsoren finanziell deutlich besser geht als in den letzten Jahren. Aber wir können und wollen mit Sicherheit nicht einzelnen Spielern finanzielle Aufwendungen zahlen.“ Ein Plus der HT 16 sei es allerdings, dass sie ihren Spielern eine fußballerische Ausrüstung zur Verfügung stellen könne: „Was wir mitunter machen können, ist, dass wir den Spielern Schuhe, Trainingsanzüge, Shirts und Pullover stellen ‒ mehr nicht“, versicherte Harbehband. Nun arbeiten die HT-Verantwortlichen laut Harbehband „jeden Tag daran, das Projekt, das wir ins Leben gerufen haben, weiter voranzutreiben und erfolgreicher zu werden“. Aus diesem Grund wurde mit Patrick Drehbold, der in der vergangenen Saison noch das HT-Tor hütete, auch ein Torwart-Trainer verpflichtet, der die drei Keeper im Kader noch stärker machen soll.

Nach einem Blick auf die Staffel-Einteilung freute sich Harbehband darüber, dass es erneut gegen den TuS Hamburg II geht. „Da haben wir noch eine Rechnung offen“, sagte er in Erinnerung daran, dass die HT-Reserve am 17. April ihr jüngstes Duell mit den Borgfeldern mit 2:1 gewonnen hatte, die TuS-Reserve dann aber Protest eingelegt und eine Umwertung vor dem HFV-Sportgericht erreicht hatte. „Dies lag daran, dass wir einen 19-jährigen Flüchtling aus Somalia, den unser Ex-Trainer Amin Bargui stark gefördert hat, eingewechselt haben. Und obwohl er nur 13 Minuten auf dem Platz stand und wir in Unterzahl waren, hat Ahmed Yousef Ege den Siegtreffer geschossen ‒ aber er soll nicht spielberechtigt gewesen sein“, ärgert sich Harbehband noch immer über die Umwertung


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