Kreisliga 4: Was geschah im Hammer Park?
22.02.2015

Am Freitagabend kam es in der Kreisliga 4 im Rahmen des 20. Spieltages zur Partie zwischen dem Hamm United FC II (13. Platz, 14 Punkte) und dem FC Bergedorf 85 II (zehnter Rang, 22 Zähler). Gegen 21.30 Uhr war dann zunächst unklar, ob die Partie mit einem 3:2-Sieg für die HUFC-Reserve endete, oder ob sie in der Nachspielzeit abgebrochen wurde – so wurde es inzwischen im DFB-Net eingetragen. Timm Thummernicht, Coach der HUFC-Zweiten, erklärte auf Nachfrage von SportNord nur: „Wir möchten uns nicht äußern!“ Dafür erhob Sefa Sözen, Trainer der 85-Reserve, schwere Vorwürfe gegen den Schiedsrichter:


„Ich weiß nicht, ob das Spiel abgebrochen oder regulär abgepfiffen wurde, weil der Schiedsrichter nach dem Spiel für uns leider nicht mehr ansprechbar war. Von der Spielzeit her könnte es aber ein Abpfiff gewesen sein, denn wir befanden uns bereits in der Nachspielzeit. Von Anfang an ist einiges sehr merkwürdig gelaufen. Es begann schon damit, dass wir offiziell an die Snitgerreihe bestellt wurden, die Partie dann aber im Hammer Park ausgetragen wurde. Wenn ich mich in letzter Sekunde nicht noch einmal informiert und beim Schiedsrichter nachgefragt hätte, wären wir zur Snitgerreihe gefahren und hätten dort vergeblich auf unseren Gegner gewartet, weil es von Hamm United niemand für nötig hielt, uns Bescheid zu sagen ...

Wir sind mit 2:0 in Führung gegangen und alles war gut. Nachdem wir schon das Hinspiel mit 7:2 gewonnen hatten, wäre ein erneuter Sieg gegen Hamm United II natürlich sehr wichtig gewesen. Dann hat der Schiedsrichter-Assistent, der auf der Seite der Trainerbänke stand, auf einmal angefangen, sich mit dem Hammer Trainer zu unterhalten. Ich weiß nicht, was dieser Assistent bei einigen Aktionen gesehen haben will, aber er hat das ganze Spiel kaputt gemacht. Insgesamt sind drei sehr fragwürdige Platzverweise gegen uns ausgesprochen worden. Emre Arslan hat ‚Gelb-Rot‘ bekommen und nachdem sich Cem Ergün vom Assistenten anhören musste ‚laber mich nicht voll’ – ich denke nicht, dass dies die Ausdrucksweise eines Schiedsrichters sein sollte –, ist er ebenfalls vom Platz gestellt worden.

Ich weiß nicht, ob diese Platzverweise nötig waren. Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl hätte der Schiedsrichter es auch bei Ermahnungen belassen können. Dann gab es für ein Foul noch eine Rote Karte, bei der eine Gelbe Karte auch ausreichend gewesen wäre. Dass die Hammer dann gegen nur noch sieben Feldspieler von uns noch dreimal getroffen haben, war keine Kunst. In Unterzahl ist es für uns doppelt schwer gewesen, mitzuhalten auf dem tiefen Platz, auf dem es kaum reguläre Bedingungen gab und es fraglich war, ob das Spiel überhaupt angepfiffen werden durfte. Allerdings ist der 2:2-Ausgleich erst in der 88. Minute gefallen. Dann hat der Schiedsrichter eine fünfminütige Nachspielzeit angezeigt, aber nach dem dritten HUFC-Tor, das wohl in der 92. Minute fiel, gepfiffen und ist dann sofort in seine Kabine gelaufen. Das war alles sehr merkwürdig.

Ich habe ein dickes Fell und in den letzten Jahren schon einiges erlebt. Aber dass der Schiedsrichter dann nach der Partie für uns nicht mehr zu sprechen war und nicht einmal mehr unsere Spielerpässe herausgerückt hat, war schon sehr verwunderlich. Der Platzwart hat uns die Pässe dann am Ende besorgt ... Meiner Meinung nach war das wieder einmal ein Spiel, das verschoben worden ist. Natürlich ist es aber nicht nur die Schuld des Schiedsrichters, dass wir verloren haben – wir hätten uns auch selbst etwas schlauer anstellen können und nicht solche Faxen machen müssen. Ich weiß nicht, was der Hamburger Fußball-Verband jetzt aus dieser Geschichte macht. Ich hoffe, es wird nicht zu umfangreich, denn wir haben wenig Lust, zu einer Verhandlung gehen zu müssen ...“

Link: SportNord-Bericht vom 28.09.2014 über Abbruch der Partie FC Bergedorf 85 II – Lorbeer Rothenburgsort

Kommentare zum Artikel:
- RE: Warum Verhandlung? (Karlchen 23.02.2015 13:03)
- Schiebung! (b.obachter 23.02.2015 11:09)
- Warum Verhandlung? (Fakten 23.02.2015 01:36)




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