Bezirksliga West: Holm weiter ohne Köhnecke
19.02.2015

Bleibt wohl in Berlin: Felix Köhnecke
Für Bernd Bressem jagt momentan eine Hiobsbotschaft die nächste: Nicht nur, dass ihm die 0:8-Klatsche, die sein Ex-Klub Hamburger SV beim FC Bayern München kassierte, wie vielen anderen Hamburger Fußballfreunden auch schwer im Magen lag – nein, der Ex-Profi wird aktuell auch noch von einem Bandscheibenvorfall an das heimische Sofa gefesselt. Und als Trainer des West-Bezirksligisten TSV Holm muss Bressem weiterhin auf Felix Köhnecke verzichten: Der Mittelfeldmotor, der sich im Sommer 2014 zunächst für ein halbes Jahr nach Berlin verabschiedet hatte, bleibt nun wohl doch länger in der Hauptstadt. „Zu Beginn der Winterpause waren wir noch davon ausgegangen, dass Köhnecke uns in der Restrunde wieder zur Verfügung steht – aber inzwischen sieht es so aus, dass er in Berlin von dem Unternehmen, für das er zuletzt bereits tätig war, fest übernommen wird“, berichtete Bressems Trainer-Partner Nico Plocharska. Die Holmer könnten Köhnecke, der in den letzten Jahren mit seiner Übersicht und Spielintelligenz der Denker und Lenker im TSV-Spiel war, momentan nur zu gut gebrauchen. Am vergangenen Sonntag setzte es ohne Köhecke zum Restrunden-Start eine 0:4-Heimpleite gegen Bressems und Plocharskas Ex-Team SV Halstenbek-Rellingen II.

„Wir haben vier Geschenke verteilt, die der Gegner angenommen hat“, haderte Plocharska anschließend. In der zwölften Minute klärten die Holmer einen Eckstoß, der laut Plocharska „gefühlte drei Jahre in der Luft war“, nicht – so konnte Jonathan Bigger am langen Pfosten zum 0:1 vollstrecken. Anschließend verlief die Partie auf dem schwer bespielbaren Platz im Holmer Waldstadion, der in der Winterpause von wohl mehreren Maulwürfen übel zugerichtet wurde, sehr zerfahren. „Es ist lange nichts passiert, außer dass der Schiedsrichter sehr kleinlich war, wodurch unnötige Hektik aufkam“, urteilte Plocharska. Die Holmer kamen in ihrem Offensivspiel über gute Ansätze nicht hinaus. Dann verwirkte Jan-Philipp Brodersen vollkommen unnötig einen Foulelfmeter; den von Sven-Oliver Wroblewsky nicht gut geschossenen Ball berührte TSV-Torwart Dennis Dreke zwar noch, aber er zappelte zum 0:2 im Netz (77.). In der Schlussphase fielen noch zwei weitere Gäste-Treffer: Als TSV-Verteidiger Mahmoud Ben-Djebbi und Philip Jacobs nach dem Ball stocherten, schrie Dreke „Torwart“, kam dann aber doch nicht an den Ball, so dass Jacobs zum 0:3 einschieben konnte (87.). Den 0:4-Endstand stellte Indrit Behrami nach einem langen Pass her, als Dreke (stand zwischen den Pfosten, weil Björn Quassdorf grippegeschwächt ausfiel) sich zu spät entschied, dem Ball entgegenzugehen. Weil die SV Lieth bereits am vergangenen Freitag überraschend beim Tabellen-Dritten SC Hansa 11 mit 2:0 gewonnen hatte, sind die Holmer nun Tabellenletzter. Am Sonntag, 22. Februar gastieren sie zum ultimativen Kellerkick beim Vorletzten Lieth ...


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