Regionalliga: Die Stimmen nach dem Derby
29.08.2013

Am Mittwochabend gewann der Hamburger SV II das „kleine Derby“ beim FC St. Pauli II mit 2:0 und zog damit auch im Klassement der Regionalliga Nord an seinem Stadt-Rivalen vorbei. Neben 4.210 zahlenden Zuschauern waren auch Thorsten Fink und Oliver Kreuzer, Trainer und Sportchef der Bundesliga-Mannschaft der „Rothosen“, sowie Michael Frontzeck (Coach der Ersten Mannschaft von St. Pauli) ins Millerntor-Stadion gekommen.

Sie sahen, wie Kerem Demirbay mit einem Doppelpack die Partie entschied (SportNord berichtete per Live-Ticker, siehe unten stehenden Link). „Ich finde, das war ein sehr interessantes Spiel!“ – mit diesen Worten eröffnete Herrmann Klauck, Obmann der St. Pauli-Reserve, die Pressekonferenz nach dem Derby, auf der sich die beiden Trainer wie folgt äußerten ...


... HSV-Coach Rodolfo Esteban Cardoso sagte:

„Ich bin natürlich zufrieden, wie wohl jeder Trainer, der ein Derby gewinnt. Vor dem Spiel hat die Statistik ausgesagt, dass wir in den letzten Derbys unglücklich agiert haben. Nun wollten wir auf die Siegerstraße zurückfinden. Der Spielverlauf war so, dass wir es von Anfang an gut gemacht haben: Wir haben den Gegner unter Druck gesetzt und sind vor allem über die rechte Seite ein paar Mal gut durchgegangen. In der Pause haben wir gesagt, dass wir es in der zweiten Halbzeit genauso weitermachen wollen. Wir mussten aber auch hinten immer aufpassen, weil die langen Bälle des Gegners durchaus gefährlich waren, aber wir haben das gut kontrolliert. Nach der Pause hat St. Pauli Druck gemacht und uns damit etwas überrascht. Aber wir sind von Minute zu Minute wieder ins Spiel zurückgekommen. Nach unserem ersten Tor ist St. Pauli deutlich aggressiver geworden, aber wir haben versucht, immer weiter nach vorne zu spielen. Mit dem zweiten Tor war die Sache dann gegessen!“


... St. Pauli-Trainer Thomas Meggle erklärte:

„Wir sind unglaublich schwer ins Spiel gekommen. Wir hatten uns eigentlich vorgenommen, vorne draufzugehen und Druck zu machen. Aber unser junges Team war dann offensichtlich von der großen Kulisse beeindruckt, so dass wir nicht so richtig ins Spiel gekommen sind. Unser Gegner hatte zwar keine Chancen, aber wir konnten den Gegner auch nicht mit eigenen Offensivaktionen beeindrucken. Weil der Gegner uns immer wieder zugestellt hat, haben wir versucht, mit langen Bällen das Mittelfeld zu überbrücken. Es wäre fatal gewesen, dort Ballverluste zu haben, dafür war das defensive Mittelfeld des Gegners mit Robert Tesche und Kerem Demirbay einfach zu gut besetzt. Sie haben eine gewisse Qualität und sind schließlich Spieler, die geholt wurden, um in der Ersten Liga zu spielen.

In der Pause haben wir versucht, bei unseren Spielern die Fesseln zu lösen. Und tatsächlich haben wir dann nach der Pause etwas befreiter aufgespielt. Wahrscheinlich hätte es uns gut getan, wenn wir das Gegentor etwas früher bekommen hätten, denn wir haben nach dem Gegentreffer richtig guten Fußball gespielt. Ob es bei dem Tor dann eine Abseitsstellung war oder nicht? Das war für die junge Dame an der Linie sicherlich schwer zu beurteilen. Aber das spielt jetzt auch keine Rolle mehr. Das Fazit ist: In der ersten Halbzeit waren wir nicht gelöst und frei ... Nachdem wir dann frei waren, waren wir richtig gut im Spiel. Ich denke, wenn wir einen Punkt aufgrund der Leidenschaft mitgenommen hätten, wäre das durchaus in Ordnung gewesen!“


(JSp)

Link: SportNord-Live-Ticker vom Spiel FC St. Pauli II – Hamburger SV II

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