Kreisliga 8: Zwei unglaubliche Schützenfeste
20.08.2013

Bereitete drei Heidgrabener
Tore in Folge vor: Chris Redmer.
In der Kreisliga 8 gab es am Sonntagnachmittag gleich zwei sagenhafte Schützenfeste. Zum einen feierte der TSV Heist einen 8:1-Kantersieg gegen den diesjährigen Neuling TuS Borstel. Großen Anteil daran hatte Marc Richert: Obwohl er nach seiner am 28. Juli im Pokal-Spiel erlittenen Verletzung in der vergangenen Woche erst einmal wieder mit trainiert hatte, spielte er von Beginn an und schoss prompt vier (!) Tore. „Mit seiner Geschwindigkeit und seiner Präsenz hat er unsere Offensive enorm belebt“, lobte TSV-Trainer Ingo Jopp seinen wiedergenesenen Torjäger. Den Torreigen eröffnete Rafael Vazquez (12.). Fünf Minuten später schlug Richert zum ersten Mal zu, ehe sich auch Andre von Glahn in die Torschützenliste eintrug (27.). Erfreulich war aus Heistmer Sicht die Tatsache, dass die ersten drei Tore allesamt schön herausgespielt wurden.

Nach einem Eckstoß erhöhte Richert zum 4:0-Pausenstand (45.) und legte nach dem Seitenwechsel sogleich das 5:0 nach (47.). Dann bekamen die Gäste einen Foulelfmeter zugesprochen, den Torben Wittke verursachte. „Eigentlich war da gar nichts“, so Jopp. Der Borsteler Matthias Müller verwandelte den Strafstoß zum 4:1 (52.). Richert stellte den Vier-Tore-Abstand aber sogleich wieder her (57.), ehe er zur Erleichterung der TuS-Abwehr zwecks Schonung ausgewechselt wurde. Vazquez (65.) und von Glahn (79.) erzielten jeweils noch ihren zweiten Treffer, was in der Summe einen 8:1-Sieg ergab. „Es hätte am Ende sogar noch deutlich werden können, wenn wir unsere Chancen besser genutzt hätten“, so Jopp, der nur einen Kritikpunkt fand: „Nach der Pause haben wir zu offensiv agiert und Borstel dadurch Räume zum Kontern gegeben, so dass auch ein Ergebnis von 12:4 möglich gewesen wäre – diese Defensiv-Nachlässigkeiten muss ich bemängeln!“

Der Borsteler Mitaufsteiger Heidgrabener SV gewann derweil auch sein drittes Saisonspiel – und fertigte den SSV Rantzau II dabei mit 8:3 ab. Nach einem guten Beginn und einer von Maik Siebels vergebenen Chance verloren die Heidgrabener nach acht Minuten zunächst den Faden. Einen von der HSV-Abwehr nicht richtig geklärten Ball versenkte der Rantzauer Muhamet Abazi aus 20 Metern unhaltbar zum 0:1. „Danach ging aber ein Ruck durch die Mannschaft und wir haben fortan sehr aggressiv gespielt“, berichtete HSV-Coach Ove Hinrichsen. Nach einem Steilpass von Jan Hansen glich dessen Bruder Julian Hansen von halbrechts zügig aus (10.). Dann spielte Chris Redmer groß auf und bereitete in 14 Minuten drei Treffer vor: Mit einem Pass von links das 2:1, bei dem sich Philippe Schümann gegen einen SSV-Verteidiger durchsetzte (25.); das 3:1 mit einem Einwurf, bei dem die Gäste-Abwehr Schümann komplett aus den Augen verloren hatte (34.); und das 4:1, als Maik Siebels eine schöne Kombination krönte (41.).

Auch nach der Pause waren die Hausherren weiter sehr präsent. Eine Linksflanke von Manuel Maresch verwertete Julian Hansen per Flugkopfball zum 5:1 (53.). Dass die Gäste noch mitspielten, zeigten sie in der 62. Minute: Die Heidgrabener klärten einen Abschlag nicht weit genug, was Timo Schlüter mit dem 5:2 bestrafet. Der alte Vier-Tore-Abstand war aber schnell wieder hergestellt, als Schümann querlegte zu Julian Hansen, der nur noch SSV-Keeper Üzeyir Köse ausspielen musste und zum 6:2 traf (62.). Vier Minuten später lief es genau andersherum: Julian Hansen setzte sich über rechts schön durch, Schümann vollstreckte. Das 7:3 des Rantzauers Lennart Krabiell (83.) beantwortete Schümann, indem er nach Vorarbeit von Jesse Jacobsen sein viertes Tor des Tages zum 8:3-Endstand schoss (88.). „Die letzten beiden Gegentore haben mich gestört, aber nach einem 8:3-Sieg bin ich natürlich zufrieden“, so Hinrichsen.

(JSp)


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