Oddset-Pokal: Sorin sorgt für die Sensation
15.08.2013

Juan Pablo Sorin konnte in seiner Zeit beim Hamburger SV (vom August 2006 bis zum August 2008) nie überzeugen. Sein Namensvetter Alin Sorin hatte dagegen beim Harburger Türksport einen überragenden Einstand: Am Dienstagabend wurde der Rumäne im Oddset-Pokal-Drittrunden-Duell gegen die SV Blankenese erst in der 80. Minute eingewechselt – und schoss sein Team in der dritten Minute der Nachspielzeit zum sensationellen 1:0-Sieg gegen den Oberligisten.

In den 92 vorherigen Minuten waren die favorisierten Blankeneser auf dem Kunstrasenplatz an der Harburger Baererstraße natürlich die überlegene Mannschaft – allerdings war der Elf von SVB-Coach Dennis Mitteregger, der im Sommer 2011 noch den Hammonia-Landesligisten Eimsbütteler TV zum Oddset-Pokal-Sieg geführt hatte, auch eine gewisse Verunsicherung anzumerken, nachdem sie in der Oberliga Hamburg als Neuling ihre ersten beiden Partien verloren hatte. Das Türksport-Team hatte dagegen zwei Etagen tiefer in der Bezirksliga Süd als Aufsteiger seine ersten beiden Spiele gewonnen. Dadurch hatten die Harburger eine breite Brust – und mit Hasan Capa einen hervorragenden Keeper zwischen den Pfosten, der mehrere gute Gäste-Chancen zunichtemachte. Nachdem die Hausherren ihrerseits zunächst drei Konter-Möglichkeiten nicht genutzt hatten, rechneten alle bereits mit der Verlängerung. Doch dann kam der große Auftritt von „Joker“ Alin Sorin: Nach einem schnellen Angriff und einer Flanke von Boris Kocaman krönte der Rumäne seine Premiere im Türksport-Trikot und schoss aus Nahdistanz zum 1:0 ein. Sein Mitspieler Hilmi Sahin fiel Sorin sofort um den Hals und nach dem Abpfiff kannte der Jubel bei Spielern, Verantwortlichen und Zuschauern von Türksport keine Grenzen mehr. Dagegen musste Blankenese, das in der Vorsaison erst im Halbfinale dem FC Elmshorn mit 1:3 unterlag, unerwartet früh die Segel streichen.

Nur dreieinhalb Kilometer davon entfernt hätte beinahe ein weiterer Süd-Bezirksligist eine noch größere Sensation geschafft: 80 Minuten lang hielt der Harburger TB auf seinem Kunstrasenplatz an der Jahnhöhe das 0:0 gegen den Pokal-Titelverteidiger SC Victoria Hamburg, der wohlgemerkt drei (!) Spielklassen höher in der Regionalliga Nord um Punkte kämpft. Jimmy Boateng hätte die Hausherren in der Anfangsphase sogar in Führung bringen können, scheiterte aber an SCV-Keeper Tobias Grubba. In der 80. Minute war es dann Victorias aufgerückter Innenverteidiger David Eybächer, der nach einem Querpass von Benjamin Bambur das für die Gäste von der Hoheluft erlösende 0:1 erzielte. Eybächer hatte schon am vergangenen Sonntag im Regionalliga-Spiel beim SV Eichede (1:2) das einzige Tor der Blau-Gelben erzielt. Kaum zu glauben, aber wahr: Mit einer unglaublich großen Moral nahmen die Spieler von HTB-Trainer Nabil Toumi in der Schlussphase ihr Herz in die Hand und drängten tatsächlich noch einmal auf den Ausgleich, der aber nicht mehr fallen wollte. Deutlich souveräner als „Vicky“ schaffte der zweite Nord-Regionalligist im Teilnehmerfeld den Sprung in die Vierte Runde: Eintracht Norderstedt gewann beim Hansa-Landesligisten Rahlstedter SC mit 4:0. Björn Nadler (20.), Jan Lüneburg (38.), Mike Eglseder (70) und erneut Nadler (83.) trafen an der Scharbeutzer Straße für das Team von Eintracht-Trainer Thomas Seeliger.

(JSp)


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