Landesliga Hammonia: Sperber und BW 96 remis
10.08.2013

Beide Teams, der SC Sperber und Blau-Weiß 96 Schenefeld hätten das Spiel gewinnen können. Letztlich kam ein 2:2 heraus, das als leistungsgerecht zu beurteilen ist.
Ohne etliche Stammspieler, die verletzungsbedingt oder aus beruflichen Gründen nicht mitwirken konnten, stellte sich das Team des SC Sperber quasi von selbst auf. Kurzfristig musste auch noch Stürmer Tassilo Wunstorf (Meniskusbeschwerden) ersetzt werden.
Also keine guten Vorzeichen für die Alsterdorfer, die mit Blau-Weiß 96 auf einen anerkannt spielstarken Gegner trafen.

Den ersten Stich setzte allerdings nach nur sechs Minuten Sperbers Mathias Pornhagen, der einen Freistoß 22 Meter vor dem Tor zur 1:0 Führung der Raubvögel verwerten konnte. Mehr kam dann aber nicht von den Hausherren, die sich flüssigen Angriffen der Blau-Weißen gegenübersahen. Das 1:1 nach 22 Minuten durch einen technisch perfekten Lupfer von Florian Härter über Sperbers Torwart Sven Lund hinweg war alleine das Eintrittsgeld wert.
Nur sechs Minuten später erspähte Thies Raschke Mitspieler Ferdinand Adelmann links im Sperber-Strafraum, der völlig freistehend zur Schenefelder Führung einnetzen konnte. Sven Lund im Tor der Hausherren verhinderte kurz danach mit guter Parade das mögliche 1:3 durch Gerrit Gomoll (31.). Auf der anderen Seite sorgte Bennet Giesel mit einem verdeckten Schuss ins kurze Eck für eine Gelegenheit des SC Sperber, die aber Torwart Florian Jensen vereiteln konnte.

Deftig wurde es direkt vor der Pause. Direkt vor der Schenefelder Trainerbank ließ sich Jannik Swennosen zu einer Tätlichkeit gegen den gelb-vorverwarnten Benjamin Baarz hinreißen, der nach einem Zweikampf mit Swennosen von Glück sagen konnte, weiterspielen zu dürfen. Für Swennosen war das Spiel mit der Roten Karte beendet.

Nachdem Spiel meinte der nicht gerade für Eskapaden bekannte Swennosen: „Ich weiß auch nicht, wie mir das passieren konnte. Es tut mir für die Truppe superleid. Das Remis geht auf meine Kappe.“

Direkt nach der Pause wussten die Hausherren die Überzahl zu nutzen, Nun setzten sie die Gäste mächtig unter Druck. In der 50. Minute scheiterte zunächst Benjamin Marschall freistehend aus 14 Metern an Torwart Jensen. Wojciech Zlotowski setzte den Abpraller an den Pfosten und Marschall schoss die Kugel im dritten Versuch neben das Tor.

Nur zwei Minuten später eroberte Sperbers Mathias Pornhagen mit rustikalem Einsatz gegen Gerrit Gomoll die Kugel, –überraschenderweise kein Pfiff von Schiedsrichter Torben Kunde (vom SC Alstertal-Langenhorn) - die dann über Zlotowski zu Marschall gelangte, der dann sicher zum 2:2 Ausgleich in die Maschen traf. Wenig später hatte Marschall sogar den Führungstreffer auf den Füßen, doch sein Schuss rechts im Sechzehner strich nur knapp am langen Pfosten vorbei (55.). BW Keeper Jensen reagierte nach 64 Minuten mit einem tollen Reflex gegen einen Kopfball von Kai Banasiak und bewahrte sein Team vor einem Rückstand.

Danach berappelten sich die zehn aufrechten 96iger und kamen ihrerseits zu guten Torchancen. Zunächst marschierte Timm Thau fast von der Mittellinie durch dieAlsterdorfer Reihen, setzte dann aber den Torschuss links am Kasten vorbei (74.). Der eingewechselte Timo Carstens wurde nach ähnlicher Situation im letzten Moment am Abschluss gehindert (75.). Fünf Minuten vor Spielende hatte dann der eifrige Marschall noch einmal den Führungstreffer der Hausherren auf den Füßen, doch der Ball traf nur den linken Pfosten. Kurz vor dem Abpfiff zeigte dann noch einmal Sperbers Torwart Lund seine Klasse, als eine Schuss von Carstens hielt und anschließend bei einer Eins-gegen-Eins Situation gegen Jan Galke das bessere Ende für sich hatte.

Blau-Weiß 96 Trainer Selcuk Turan, der das Verhalten von Jannik Swennosen (Rote Karte) in keiner Weise schön reden wollte, konnte „nicht verstehen“, dass Sperbers Benjamin Baarz ungeschoren davonkam. „Dann wäre viel Hektik vermieden worden. Ansonsten möchte ich zu der Schiedsrichterleistung nichts sagen“, so Turan. Manager Andreas Wilken stieß ins gleiche Horn: „Ich bin mir sicher, dass wir hier gewonnen hätten, wäre das Spiel mit Zehn gegen Zehn weitergegangen.“



hvp



Kommentare zum Artikel:




zurück
Druckversion


.