Kreisliga 6: Rückzug der Sperber-Reserve besiegelt!
12.01.2006

Bereits vor einem knappen Monat hatte SportNord spekuliert, dass der SC Sperber II in der Rückrunde möglicherweise nicht mehr am Spielbetrieb teilnehmen könnte (siehe unten verlinkten Bericht). Nun ist es besiegelt: Die "Raubvögel" zogen ihre Reserve-Mannschaft mit sofortiger Wirkung vom Spielbetrieb zurück!

"Leider blieb uns nichts anderes übrig, als die zweite Mannschaft abzumelden", erklärte Knut Assmann gegenüber SportNord. Assmann hatte am 1. Juli 2005 als Nachfolger des zurückgetretenen Mario Weitmann das Traineramt bei der SCS-Zweiten übernommen. Nachdem kurz vor dem Weihnachtsfest bei der Landesliga-Truppe Chefcoach Michael Richter, Manager Jens Stümpel und Co-Trainer Dietmar Janßen zurücktraten, wurde der 39-Jährige von der Vereinsführung zum Übungsleiter der "Ersten" bestellt.

Geld für einen neuen Reserve-Coach gibt's am Heubergredder nicht, und die Spieler wurden ebenfalls knapp, da einige Akteure aus dem Kader der Kreisliga-Reserve von Assmann mit in die Landesliga-Mannschaft genommen wurden. Und was wird nun aus den Kreisliga-Kickern, die in der sechsthöchsten Spielklasse keine Einsatzchance haben? "Sie können immer bei uns mittrainieren", betont Assmann, der jedoch auch zugibt: "Für sie tut mir diese Situation unglaublich leid, und es wird wohl leider so kommen, dass einige den Verein nun verlassen."

Besonders tragisch ist das Schicksal der Sperber-Reserve deshalb, weil sie wie in der Vorsaison das Viertelfinale im II. Liga-Pokal erreichte und in der Kreisliga 6 auf dem zweiten Platz stand und, wenn sie in der Besetzung wie in der Hinrunde zusammengeblieben wäre, sicherlich Chancen auf den Sprung in die Bezirksliga gehabt hätte. Während sich im II. Liga-Pokal-Viertelfinale nun eine Mannschaft über ein Freilos freuen kann, gibt's im Klassement der Kreisliga 6 einige Veränderungen, da alle bisherigen Spiele mit Beteiligung der SCS-Reserve aus der Gesamtwertung herausgenommen werden ...

Freuen kann sich darüber nur Primus Weiß-Blau 63 Groß-Borstel, der zuletzt sechs Zähler mehr als Sperber II hatte und nun neun (!) Punkte mehr als sein neuer, ärgste Verfolger, den Glashütter SV II, hat. Es deutet somit alles darauf hin, dass die Groß-Borsteler den Aufstieg in die Bezirksliga, den sie in der Vorsaison am letzten Spieltag verpasst hatten, mit einjähriger Verspätung nachholen!

Weitaus ärgerlich ist das Ausscheiden der Sperber-Zweiten dagegen vor allem für die fünf Vereine, die in der Hinrunde gegen die Alsterdorfer gewonnen hatten - ihnen werden drei Punkte und die in dieser Partie geschossenen Tore abgezogen. Den TSC Wellingsbüttel (hatte die SCS-Reserve mit 4:0 bezwungen) und Bezirksliga-Absteiger TuRa Harksheide (3:0) wirft dies im Rennen um den Anschluss an den zweiten Platz zurück.

Den SV Friedrichsgabe (2:1) sowie den Neulingen Farmsener TV II (3:2) und Croatia II (3:2), die Sperber II ebenfalls überraschend bezwungen hatten, könnten diese drei Punkte am Ende im Kampf um den Klassenerhalt bitter fehlen. Kleiner Trost: Mit dem SC Sperber II steht zumindest der erste von drei Absteigern in die Kreisklasse bereits fest - ob die Alsterdorfer ihre Reserve in der kommenden Saison tatsächlich in der untersten Klasse melden, ist allerdings noch fraglich ...

Der SC Alstertal/Langenhorn II und UH-Adler, die gegen die (ehemalige) Assmann-Elf ein Remis (1:1 bzw. 4:4) erreicht hatten, verlieren nun zwar jeweils einen Zähler. Doch beide gehören auch zu jenen Mannschaften, die gerade durch das Ausscheiden der Sperber-Reserve wieder Chancen auf das Erreichen des zweiten Platzes haben. Neben dem SV Bergstedt und dem starken Neuling Lemsahler SV hoffen nun auch der TSC Wellingsbüttel und der 1. FC Hellbrook sowie eben UH-Adler und die SCAL-Reserve, die bereits in der Vorsaison Vizemeister geworden war, wieder darauf, als Zweitplazierter über die Relegation den Sprung in die Bezirksliga zu schaffen ...

Link: SportNord-Bericht über die Veränderungen beim SC Sperber vom 14. Dezember 2005

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