Landesliga Hammonia: SCE verschenkt Sieg zu zehnt
06.04.2010

Obwohl sein SC Egenbüttel trotz einstündiger Unterzahl ein 1:1-Unentschieden gegen den zweitplatzierten Eimsbütteler TV errang, war SCE-Coach Olaf Ohrt unzufrieden: „Wir haben den möglichen Sieg verschenkt“, schimpfte der 40-Jährige nach dem Duell mit seinem Ex-Klub, für den er in der Saison 2008/2009 in der Bezirksliga Nord gekickt hatte. Immerhin kletterte Egenbüttel auch so auf den elften Rang und hat nun einen Punkt Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

Am Rellinger Moorweg waren die Egenbütteler am Ostermontag von Beginn an das überlegene Team. Onur Cepni, den Ohrt im Sommer 2009 von seinem Ex-Klub SC Poppenbüttel zum SCE geholt hatte, sorgte nach herrlichem Zuspiel von Tim Sonnenschein dafür, dass sich dies auch im Ergebnis bemerkbar machte (15.). Wenig später lag das 2:0 in der Luft, als ein Sonnenschein-Schuss nur knapp am Ziel vorbei strich. Auf der Gegenseite hatten die Eimsbütteler Pech, dass ein Freistoß von André Friebe an die Latte klatschte (30.). Obwohl sich der Egenbütteler Denny Peters wenig später wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte einhandelte (33.), retteten die Hausherren ihre knappe Führung in die Halbzeitpause.

Im zweiten Durchgang kontrollierte das Ohrt-Team weiterhin das Geschehen und Mario Schacht hatte das 2:0 auf dem Fuß, sein Drehschuss aus elf Metern flog aber knapp am Pfosten vorbei (59.). In der 61. Minute liefen dann bei einem Egenbütteler Freistoß auch die SCE-Verteidiger mit in den ETV-Strafraum. Die Gäste fingen den Ball prompt ab, und weil Nils Kaland im Lauf-Duell mit Atalay Arican den Kürzeren zog, hatte der Eimsbütteler Angreifer mehr Glück als in der ersten Halbzeit, als ihm der Ball nach einem maßgenauen Zuspiel von Hanney Zigta sieben Meter vor dem Tor versprungen war, und vollstreckte eiskalt zum 1:1. Die 80 Zuschauer verstanden, so sie mit Egenbüttel sympathisierten, die Welt nicht mehr ...

Die Egenbütteler spielten weiter mutig nach vorne und Cepni verpasste sein zweites Tor des Tages nur, weil der Ball durch einen Platzfehler knapp am Ziel vorbei sprang (70.). In der dritten Minute der Nachspielzeit hätte es für die Hausherren beinahe doch noch zum Siegtreffer gereicht, doch nach einem Eckstoß von Schacht fand der erst kurz zuvor eingewechselte Philipp Dierks mit einem eigentlich perfekt platzierten Kopfball im überragenden ETV-Torwart Alves Lopes seinen Meister. Dennoch zeigten die Egenbütteler auch ohne die verletzten Björn Hartmann, Dominik Lange und Jerome Naefken eine deutlich bessere Leistung als bei der am Gründonnerstag bezogenen 0:1-Heimpleite gegen die SV Blankenese.

(JSp)


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