Bezirksliga West: Rösler bleibt Coach in Kummerfeld
26.02.2010

Chefcoach Stephan Roesler hat seinen Vertrag beim Kummerfelder SV per Handschlag vorzeitig um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2011 verlängert. Der 40-Jährige war im Sommer 2008, nach zweijähriger Trainer-Tätigkeit beim Staffel-Rivalen Holsatia Elmshorn, nach Kummerfeld, wo er 2006 seine aktive Karriere beendet hatte, zurückgekehrt und hatte das Traineramt von Ralf Unger übernommen (SportNord berichtete, siehe unten stehenden Link).

Im Interview mit SportNord spricht Roesler über seine Ziele und die Perspektiven der Kummerfelder, die in der Bezirksliga West momentan Tabellen-Sechster sind ...


SportNord: Bevor der Wedeler TSV sich mit Frank Pagenkopf einigte, sollen auch Sie ein Kandidat für den Trainer-Posten in Wedel gewesen sein. Was ist da dran?
Stephan Roesler: „Ein Gespräch zwischen den Wedeler Verantwortlichen und mir hatte es tatsächlich gegeben. Allgemein gilt, dass die Oberliga Hamburg natürlich eine ganz andere Klasse ist. Sie ist vergleichbar mit der alten Verbandsliga, in der ich früher lange Jahre gespielt habe, und ist für mich als Trainer schon reizvoll. Und ich wüsste auch, was dort auf mich zukommt, denn früher als Spieler beim SC Victoria und bei Blau-Weiß 96 Schenefeld habe ich auch drei bis vier Mal pro Woche trainiert. Ich könnte es mir schon vorstellen, irgendwann einen Oberligisten zu betreuen und mit jungen Spielern zu arbeiten ...“

SportNord: Was sprach dafür, ins dritte Trainer-Jahr in Kummerfeld zu gehen?
Roesler: „Ich arbeite hier in einem funktionierenden Team mit André Ehlers, der unser B-Team, das in der Kreisklasse 4 Spitzenreiter ist, betreut, sowie meinem Co-Trainer Thorsten Zessin und Ralf Herrmann, der bei beiden Herren-Mannschaften als Torwart-Trainer fungiert. Die Kummerfelder Mittel sind zwar begrenzt, aber wir sind darauf bedacht, Voraussetzungen zu schaffen, unter denen die Spieler sich wohl fühlen können. Und vor allem versuchen wir vier Übungsleiter, mit gutem Training einem gewissen Leistungsanspruch gerecht zu werden!“

SportNord: Was kann Kummerfeld in dieser Saison noch erreichen?
Roesler: „Nun ja, wir spielen noch gegen alle Teams, die momentan im Klassement über uns stehen. Letztlich wird im Kampf um die Meisterschaft und den Aufstieg in die Landesliga entscheidend sein, welche Mannschaft wie aus der Winterpause, die ja nun witterungsbedingt deutlich länger als eigentlich gedacht war, kommt. Wichtig wird in diesem Zusammenhang sein, wie man konditionell aufgestellt ist. Und wir haben mit Oliver Haye vom TSV Uetersen einen starken Neuzugang bekommen, der bereits gezeigt hat, dass er mit der Kugel umgehen kann und ein echter Mannschaftsspieler ist.“

SportNord: Hoffen Sie noch auf den Aufstieg in die Landesliga?
Roesler: „Kummerfeld war ja schon ein Mal für ein Jahr in der Landesliga und wurde dort in der Saison 2003/2004 gnadenlos abgeschossen. Nun versuchen wir im Rahmen unserer kleinen Mittel, Spaß und Erfolg zu haben, und wollen natürlich in der Rückrunde noch einmal Gas geben. Wir liegen momentan acht Punkte hinter dem Spitzenreiter SC Teutonia 10, das sind also nominell zwei Spiele, die wir mehr gewinnen müssten, um wieder richtig in Schlagdistanz zu kommen. Die letzte Saison haben wir auf dem dritten Platz abgeschlossen – schauen wir mal, was in dieser Spielzeit noch drin ist ...“

SportNord: Wie halten Sie Ihr Team bei den katastrophalen Platzverhältnissen im Training bei Laune?
Roesler: „Wir arbeiten im Training eng zusammen mit unserer Zweiten Mannschaft und haben somit einen Kader von 37 Spielern, und die Trainingsbeteiligung ist sehr gut. Unter der Woche trainieren alle Akteure gemeinsam, und am Donnerstag wird dann der Kader für die Spiele am Wochenende aufgeteilt. Angesichts der Witterungsbedingungen haben wir zuletzt auch ein internes Hallenturnier veranstaltet, bei der unter anderem auch die A-Jugend der SG BorKum, der Junioren-Spielgemeinschaft die wir mit dem TuS Borstel bilden, mitgewirkt hat. Und in diesem Team sind drei, vier wirklich gute Spieler dabei ...“

SportNord: Werden Sie zukünftig noch stärker auf die Jugend setzen?
Roesler: „Ja, natürlich: Das ist für mich eine meiner Aufgaben, Schnittstellen zum Jugend-Bereich zu schaffen und Kontakt zu den Verantwortlichen der Junioren-Teams zu halten. Wir werden die Talente aus dem eigenen Verein immer unter die Lupe nehmen. Schon jetzt haben wir zahlreiche junge Spieler im Kader, die teilweise aus der A-Jugend des VfL Pinneberg stammen und, nachdem sie bei uns gleich in ihrem ersten Jahr im Herren-Bereich Stammspieler geworden sind perspektivisch natürlich auch den Gedanken haben, höherklassig zu spielen ... Aber wir wollen unseren jetzigen Kader unbedingt zusammen halten, und die Gespräche mit den Spielern laufen!“

Interview: Johannes Speckner

Link: SportNord-Bericht vom 15.01.2006 über Stephan Roeslers Wechsel zum Kummerfelder SV

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