Bezirksliga West: Lieth mit langem Atem
09.03.2009

Wenn der Spitzenreiter beim Tabellen-Vorletzten gastiert, ist die Favoriten-Rolle klar verteilt. In der Bezirksliga West konnte die SV Lieth dieser Rolle aber am vergangenen Sonntag zunächst nicht gerecht werden und tat sich im Gastspiel bei Grün-Weiß Eimsbüttel sehr schwer. „Es war kein schönes Spiel von uns“, räumte SVL-Team-Manager Torben Ross ein.

Die Eimsbütteler, denen man laut Ross „anmerkte, dass sie ums Überleben kämpfen“, versuchten ihr Glück ausschließlich mit langen Bällen, kamen aber kaum zu Torchancen. „Wir standen hinten sicher und haben wenig zugelassen, aber leider lief in unserem eigenen Offensivspiel in der ersten Halbzeit auch nichts zusammen“, so Ross. Die logische Folge: Die Seiten wurden torlos gewechselt. Nach einer knappen Stunde brachte Daniel Krohn den Tabellenführer dann in Führung (58.), und Eike Pannen legte das 0:2 nach (70.). „Nach der Pause lief es besser bei uns, und wir haben uns mit einer verbesserten Einstellung den Sieg erkämpft“, stellte Ross erleichtert fest.

Doch die Grün-Weißen kamen durch Christopher Schulz zum Anschlusstreffer (82.) und schnupperten an der Sensation. „Wir haben schon in der ersten Hälfte drei sehr gute Möglichkeiten vergeben – und als wir dann aufs 2:2 gedrückt haben, hat uns leider ein Platzverweis aus der Bahn geworfen“, ärgerte sich GWE-Coach Nico Grabarczyk. Die Szene, die Grabarczyk, der die Eimsbütteler gemeinsam mit Oliver Koller trainiert, ansprach: Grün-Weiß-Verteidiger Mathias Przybylki sah für ein Foul im eigenen Strafraum die Gelb-Rote Karte; Gäste-Kapitän Patrick Scheidt verwandelte den fälligen Elfmeter zum 1:3 (84.).

„Nach dem dritten Gegentor haben wir hinten aufgemacht, um vielleicht noch einmal zum Anschlusstreffer zu kommen“, berichtete Grabarczyk. Statt dem 2:3 fiel aber in der Schlussminute nur noch das 1:4, mit dem Nil von Appen den Liether Sieg perfekt machte. Als Spitzenreiter haben die Klein Nordender weiterhin elf Punkte Vorsprung auf den zweitplatzierten Niendorfer TSV II, der seinerseits den TSV Sparrieshoop II mit 7:0 abgefertigt hatte (SportNord berichtete, siehe unten stehenden Link). „Angesichts des klaren Niendorfer Sieges war es umso wichtiger, dass wir auch gewinnen“, so Ross abschließend. (JSp)

Link: SportNord-Bericht vom 08.03.2009 über 7:0-Sieg des Niendorfer TSV II gegen Sparrieshoop II

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